Formel E

"Fühlte sich wie Weihnachten an" - Rowland staubt Podium beim Formel-E-Rennen in Sao Paulo ab

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die meiste Zeit des Rennens blieb er unter dem Radar, doch auf den letzten Metern war er plötzlich da: Oliver Rowland sicherte sich kurz vor der Ziellinie noch den dritten Platz beim Sao Paulo E-Prix der Formel E. Der Nissan-Pilot konnte sein Glück auch kurz nach dem Rennen kaum fassen.

Im Qualifying hatte es noch nicht danach ausgesehen, dass Rowland mit dem Kampf um die Spitze viel zu tun haben würde. Durch die Strafversetzung für Max Günther rückte der Brite auf den elften Startplatz vor und lag damit im Mittelfeld.

"Es war viel los", beschreibt Rowland im Nachhinein sein Rennen. "Am Anfang ist es ziemlich schwierig, wenn man sich in der Mitte des Feldes befindet. Als ich etwa auf Platz 10 lag, wollte niemand wirklich hinter mir bleiben. Du willst vorankommen, indem du versuchst zu attackieren, ohne selbst angegriffen zu werden."

"Aber ich habe die Anfangsphase des Rennens ganz gut überstanden und mich nach vorn gearbeitet", so Rowland weiter. "Kurz vor dem zweiten Safety Car habe ich meine beiden Attack-Modes geholt. Das war ziemlich gut, ich habe nicht allzu viel Zeit verloren. Dann lag ich auf Platz 7 und ehrlich gesagt war ich da schon ziemlich glücklich, auf einer Strecke, die mir und dem Auto wahrscheinlich nicht liegt, ein paar Punkte zu holen."

"Batterie wurde zum großen Problem"

"Dann bekam ich die Gelegenheit, JEV (Jean-Eric Vergne) in Kurve 1 zu überholen", erklärt er weiter. "Danach wurde ziemlich schnell klar, dass die Batterie ein großes Problem für uns sein würde. Wir mussten recht früh Maßnahmen ergreifen. Ich konnte Antonio (Felix da Costa) überholen, der, glaube ich, schon zwei oder drei Runden vor Schluss mit Leistungsverlust zu kämpfen hatte."

Während vor ihm Pascal Wehrlein und Jake Dennis verbissen um die letzte Podiumsplatzierung kämpften, zog Rowland in der letzten Kurve nach innen und nutzte seinen Schwung, um sich an den beiden Kampfhähnen vorbeizuschieben. Der Nissan-Pilot wurde Dritter und ließ Wehrlein gerade einmal um 0,089 Sekunden hinter sich.

"Als ich Fünfter war, fühlte sich das schon wie Weihnachten an. In Kurve 10 schob sich Pascal neben Jake. Sie waren ziemlich aggressiv und haben sich gegenseitig auf die Innenseite von Kurve 11 gedrängt. Ich habe es dann geschafft, neben sie zu kommen und mich noch vor der Linie vorbeizuschieben. Das war ziemlich cool."

Für Rowland war es nach dem dritten Platz beim Sonntagsrennen in Diriyah das zweite Podium in Folge. Der Brite schob sich in der Fahrer-WM somit auf den siebten Rang nach vorn.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 2 und 9.
Advertisement