Formel E

Gen4 im Video: Erneuter Hersteller-Test der neuen Formel-E-Boliden hat stattgefunden

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Lucas-di-Grassi-Lola-Yamaha-Gen4-Test-Almeria

Nach dem ersten gemeinsamen Gen4-Test der Formel-E-Hersteller in Monteblanco im November fand Mitte Januar ein weiterer Test statt. Auf dem Andalucia Circuit in der Nähe von Almeria (Südspanien) waren die Entwicklungsfahrzeuge von Jaguar, Nissan, Lola, Porsche und Stellantis im Einsatz. Dabei wurde auch das neue Aerodynamik-Paket für höheren Abtrieb getestet. Eine weitere Premiere: Erstmals teilten im Anschluss einige der anwesenden Fahrer Videos der fahrenden Boliden in den Sozialen Medien.

Erneut sind die in der Formel E eingeschriebenen Hersteller für die Gen4-Ära mehrere Tage zu einem gemeinsamen Test nach Spanien gereist. Wie bereits beim ersten Test in Monteblanco fehlte jedoch das Fahrzeug von Mahindra: Der indische Hersteller hatte lange Zeit einen Umstieg auf Kundenmotoren in Erwägung gezogen, sich am Ende aber doch dagegen entschieden. Erst kürzlich wurde auch für die Saisons 13 bis 16 der Mahindra-Herstellerstatus offiziell bekannt gegeben.

Wie eine Instagram-Story von Formel-E-Testfahrer James Rossiter zeigt, wurden dabei auch erstmals Rennsituationen simuliert, in denen drei Fahrzeuge unmittelbar hintereinander unterwegs waren. Der kurze Video-Ausschnitt zeigt den Nissan vor dem Jaguar und dem Porsche. Die Fahrer sind dabei nicht zu erkennen, das Helmdesign legt jedoch nahe, dass Nico Müller den Porsche bewegt.

Erstmals beide Aerodynamik-Konfigurationen im Einsatz

Die gut informierten Kolleg:innen von The Race berichten, dass das Paket für höheren Abtrieb der Gen4-Boliden rechtzeitig fertig wurde, damit die Teams am letzten Tag des Tests damit fahren konnten. Dieses soll aus mehreren Aerodynamikkomponenten bestehen: Neben einem anderen Frontflügel sind dies ein größerer Heckflügel, Luftleitbleche an der Front sowie zusätzliche Verkleidungen am Fahrzeugheck. Fotos der Konfiguration mit den größeren Flügeln wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht.

Für Jaguar waren bei den Test Sebastien Buemi und Stoffel Vandoorne im Einsatz, der auch bereits in Monteblanco im Fahrzeug saß. Lola ließ seine beiden Stammpiloten Lucas di Grassi und Zane Maloney fahren, auch bei Porsche fuhren die beiden Fahrern des Werksteams, Nico Müller und Pascal Wehrlein. Anders bei Stellantis: Neben Neuzugang Nick Cassidy fuhren "Oldie" Andre Lotterer und der erfahrene Formel-E-Tester Theo Pourchaire, der auch beim Rookie-Training der Formel E in Miami für Citroen fahren wird. Nissan setzte hingegen auf Sam Bird und Benoit Treluyer.

Ebenfalls berichten sie über die zurückgelegten Runden und die Rundenzeiten der fünf Entwicklungsfahrzeuge in Almeria. Demnach haben Stellantis und Porsche mit 223 bzw. 210 Runden die meisten Kilometer gefahren, gefolgt von Nissan (171 Runden), Jaguar (130 Runden) und Lola (105 Runden). Porsche gelang dabei die deutlich schnellste Rundenzeit, rund 1,5 Sekunden war der Bolide aus Weissach schneller als die Konkurrenz. Die übrigen vier Fahrzeuge lagen nur rund 0,4 Sekunden auseinander.

Rundenanzahl und Bestzeiten

Hersteller Fahrer Anzahl Runden Bestzeit
Porsche Müller / Wehrlein 210 1:47.873
Jaguar Sebastien Buemi / Stoffel Vandoorne 130 1:49.322
Stellantis Nick Cassidy / Andre Lotterer / Theo Pourchaire 223 1:49.386
Lola Lucas di Grassi / Zane Maloney 105 1:49.529
Nissan Sam Bird / Benoit Treluyer 171 1:49.692

Quelle: The Race

Wann die Hersteller die Tests mit ihren Gen4-Boliden fortsetzen werden, ist bislang nicht bekannt. Die mehrwöchige Pause zwischen dem "Double-Header" in Jeddah (13. und 14. Februar) und dem Europa-Auftakt in Madrid (21. März) würde sich hier jedoch anbieten.

Der Gen4-Bolide von Lola im Video

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