Formel E

McLaren-Rookie Hughes gewinnt Formel-E-Testrennen in Valencia, Günther setzt Rekord in Quali-Simulation

Svenja König

Svenja König

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Jake Hughes hat bei den Vorsaison-Testfahrten der Formel E im spanischen Valencia die am Mittwochnachmittag durchgeführte Rennsimulation gewonnen. Der Rookie in Diensten von McLaren konnte sich gegen Maximilian Günther im Maserati durchsetzen, der zuvor das geprobte Qualifying für sich entschieden hatte. Rene Rast, ebenfalls für McLaren am Steuer, wurde Dritter. Nach dem Testrennen standen den Teams noch zwei Stunden freie Testzeit zur Verfügung. Schnellster war hier erneut Max Günther.

Der zweite Testtag in Valencia stand (fast) ganz im Zeichen einer Rennsimulation. Um einen gesamten Renntag abzubilden, begann die Formel E am Morgen mit einem 30-minütigen Freien Training, etwas später am Vormittag fand das Qualifying statt. Am Nachmittag folgten ein 25-Runden-Rennen und schließlich zwei weitere freie Teststunden.

Zu Beginn der ersten Session ab 8:30 Uhr zeigten sich Günther und Hughes direkt wieder in guter Frühform und setzten starke Rundenzeiten. Insbesondere Hughes' Zeit von 1:26.770 Minuten hielt sich bis kurz vor Ende der Session. In den letzten Sekunden fuhren noch Mitch Evans, Stoffel Vandoorne und dann wieder Günther nacheinander Bestzeiten. Die Marke von 1:26 Minuten unterboten sie jedoch nicht.

Günther setzt Formel-E-Rekord von Valencia im Qualifying

In der zwölfminütigen Gruppenphase des Test-Qualifyings wurde die erste rote Flagge des Tages geschwenkt, da Rene Rast in Kurve 13 stehen geblieben war. Nach kurzer Zeit konnte er selbstständig in die Box zurückfahren, und die Session wurde fortgesetzt. Die schnellsten Zeiten setzten allerdings erneut Günther und Vandoorne - 1:26.608 Minuten war Günthers beste Runde. Oliver Rowland, Sebastien Buemi und Rene Rast schafften als einzige Fahrer keine Zeit.

Danach traten alle Fahrer in der Simulation der Duellphase gegen den jeweils vor bzw. hinter ihm Platzierten an. Auffällig dabei war, dass Rowland offenbar nicht starten konnte, und Norman Nato seine Runde entweder aufgrund eines Fahrfehlers oder technischen Defekts abbrach. Er verlor insgesamt sieben Sekunden gegen seinen Konkurrenten Sergio Sette Camara.

Das letzte Duell zwischen Vandoorne und Günther wurde insgesamt dreimal ausgetragen und endete mit einem 2:1-Sieg für den Deutschen. In seinem zweiten Run setzte er mit einer Rundenzeit von 1:25.339 Minuten sogar die schnellste Zeit der Formel E überhaupt auf dieser Streckenkonfiguration. Erstmals blieb er damit unter der Gen2-Bestzeit von Edoardo Mortara aus dem Jahr 2021, die bei 1:25.763 Minuten lag.

Maximilian-Günther-testrace-valencia-maserati

Jake Hughes gewinnt Testrennen

Im Anschluss an die Mittagspause stand das Highlight des Tages auf dem Programm: die Rennsimulation. Nach einem fliegenden Start führten die beiden McLaren das Feld an - Rene Rast vor Jake Hughes. Dahinter hatten sich Jean-Eric Vergne, Günther, Pascal Wehrlein, Edo Mortara und Antonio Felix da Costa einsortiert. Buemi im Envision, beide Nio-333-Piloten und Andre Lotterer fuhren noch in der ersten Runde zurück in die Garage, während die beiden Jaguar mit großem Abstand hinter dem Feld herfuhren. Nach 20 Minuten konnte Lotterer noch einmal weiterfahren.

Während des Rennens wurde unter anderem je eine Safety-Car- und eine Full-Course-Yellow-Phase getestet. Als das Safety-Car zurück in die Box gefahren war, hatte Hughes die Führung von Rast übernommen, der von nun an von Landsmann Günther gejagt wurde. Der Rookie Hughes an der Spitze konnte sich einen kleinen Vorsprung auf seinen Teamkollegen aufbauen. Dieser erwies sich noch als sehr wertvoll, als Günther eine Runde später Rast überholen konnte und mit großen Schritten auf den Briten aufholte.

Die verbleibende Rundenzahl reichte jedoch aus Sicht von Günther nicht, um vollständig zu Hughes aufzuschließen. Dieser gewann in Valencia sein erstes Rennen im Formel-E-Wagen - wenn auch nur ein Testrennen. Einige Fahrer mussten den Lauf zwischenzeitlich aufgeben. Dazu zählten Robin Frijns, Sebastien Buemi, Nick Cassidy, Sasha Fenestraz und Norman Nato. Die Top 10 komplettieren Vergne, Wehrlein, Mortara, Felix da Costa, Vandoorne, di Grassi und Rowland.

Günther auch am Nachmittag der Schnellste

Nach dem Rennen verblieben noch zwei Stunden, die die Teams für freie Testfahrten nutzen konnten. In der ersten Dreiviertelstunde blieb es relativ ruhig auf der Strecke, da die Autos zunächst wieder aufladen mussten. Einige Fahrer, die das Rennen früher als eigentlich geplant beendet hatten, zogen ihre Ladepause vor und konnten somit früher wieder auf die Strecke gehen.

Die erste nennenswerte Bestzeit fuhr Vandoorne nach 40 Minuten. Seine Zeit von 1:26.336 Minuten sollte halten, bis Günther seine erste schnelle Runde beendet hatte. Die Session verlief weitgehend ohne Zwischenfälle, dafür mit einigen Positionsänderungen in den Top 8. Sam Bird sorgte für eine weitere rote Flagge, als er sich in Kurve 3 drehte und im Kiesbett strandete. Nachdem ihn ein Kran zurück auf die Strecke gehoben hatte, konnte er in die Box zurückkehren. Auch Frijns rutschte kurzzeitig ins Kiesbett, konnte aber ebenfalls selbstständig an die Box zurückfahren.

Mit Blick auf das Klassement waren Günther und Vandoorne erneut nicht aufzuhalten. Günther brauchte 1:25.449 Minuten, um den Kurs von Valencia zu umrunden, Vandoorne war  gut drei Zehntelsekunden langsamer. Bemerkenswert: Günther war seine Zeit mit der reduzierten Leistung von 300 kW gefahren! Rückkehrer Nato schaffte es ebenfalls, die 1:26er-Marke zu unterbieten und wurde Dritter. Die Top 8 komplettierten Vergne, Mortara, Frijns, Hughes und Wehrlein.

Auf der Strecke geht es erst am Freitag weiter, da donnerstags bei den Vorsaison-Testfahrten traditionell ein Medien- und Filmtag eingeschoben wird. Trotzdem berichten wir auch am Donnerstag den ganzen Tag über aus Valencia. Alle Live-Infos von der Rennstrecke erhältst du am Freitag wieder in unserem Ticker.

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