Formel E

"Habe ihn aufgesammelt" - Evans erklärt Frijns-Unfall, Cassidy glänzt mit Aufholjagd bei Formel E in Tokio

Svenja König

Svenja König

Nick-Cassidy-on-track-in-Tokio

Ernüchternd - das ist wohl die Bilanz, die Jaguar TCS Racing nach dem Tokio E-Prix ziehen muss. Mitch Evans kollidierte im Rennen mit Robin Frijns und fiel ans Ende des Feldes zurück. Nick Cassidy musste das Feld von hinten aufräumen, fuhr am Ende aber sogar noch in die Top 10. Ein herausragendes Ergebnis blieb dennoch aus. So hatte sich der britische Hersteller sein 100. Formel-E-Rennen sicherlich nicht vorgestellt.

Schon die Qualifikation lief nicht optimal für Jaguar. "Wir hatten ein unglaublich schnelles Auto und haben es bis in die Duellphase geschafft. Aber die Runde war immer noch nicht bei 100 Prozent", berichtet Cassidy in einem Twitter-Video. Kurz nach Ende der Gruppe A verkündete die Rennleitung dann, dass seine Zeit gestrichen würde, da es an seinem Fahrzeug eine Abweichung vom sogenannten Strompedal-Mapping gegeben hatte.

Damit musste Cassidy das Rennen von Startplatz 19 beginnen, doch es hatte auch etwas Gutes für Jaguar, denn so rutschte Teamkollege Evans in die Duelle auf. Dieser schaffte es allerdings auch nur auf Platz 9. Nachdem Evans direkt beim Rennstart zwei Plätze verlor, musste auch er das Feld aus dem Mittelfeld aufrollen und versuchen zu überholen.

Evans: "Alle Manöver mit hohem Risiko verbunden"

Zur Rennhälfte hatte er sich wieder auf Platz 9 vorgearbeitet und kämpfte mit Robin Frijns im Kunden-Jaguar von Envision. "Das Streckenlayout hier in Tokio sorgt dafür, dass alle Überholmanöver mit hohem Risiko verbunden sind", sagt Evans.

Bei The Race ergänzt er: "Ich war gerade in der Phase, in der ich anfangen musste, Fortschritte zu machen. Unglücklicherweise war Robin auch am Kurvenscheitelpunkt, als ich ankam, und ich habe ihn aufgesammelt. Dabei habe ich meinen Frontflügel verloren." Nach einem Boxenstopp beendete Evans das Rennen auf Platz 15.

Cassidy: "Sind im Rennen ruhig geblieben"

Ganz anders lief das Rennen in der Nachbargarage. Dort schaffte es Cassidy mit einem hervorragenden Rennen, sich von Platz 19 bis auf Platz 9 vorzuarbeiten. Ganze zehn Plätze machte er also gut. Das war wohl das Maximum an Schadensbegrenzung, was möglich war.

"Im Rennen sind wir ruhig geblieben, haben viele Fortschritte gemacht und sind in die Punkteränge gefahren. Mehr hätte ich mir heute nicht wünschen können", so sein Fazit. Nach Strafe gegen Edo Mortara wurde er am Ende sogar noch als Achter gewertet.

"Trotz einer guten Basisleistung haben wir heute nicht das Ergebnis erzielt, das wir für möglich gehalten hätten", sagt Teamchef James Barclay. "Nick hat sich auf beeindruckende Weise zurück in die Punkteränge gekämpft, und er und das Team haben großartige Arbeit geleistet, um von Startplatz 19 auf Platz 8 vorzufahren. Diese Punkte sind von unschätzbarem Wert für unsere die Meisterschaft."

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