Formel E

"Gekämpft wie ein Löwe" - Günther geht in Monaco der Strom aus, heldenhafte Aufholjagd von Buemi

Svenja König

Svenja König

Racing-Guenther-Mortara-Monte-Carlo

Nissan e.dams wird immer noch nicht warm mit der Formel-E-Saison 2022 und erlebte erneut ein durchwachsenes Wochenende im Fürstentum Monaco. Nach einem vielversprechenden Ergebnis im Qualifying machte Maximilian Günther im Rennen der zu hohe Energieverbrauch einen Strich durch ein mögliches Punkteergebnis. Sein Teamkollege und Saison-2-Champion Sebastien Buemi zeigte hingegen eine starke Aufholjagd von Platz 22 in die Punkte.

Nur wenige Meter vor der Ziellinie des Monaco E-Prix lag Maximilian Günther noch auf einem aussichtsreichen siebten Platz. Doch in der letzten Runde rollte sein Auto mit leerer Batterie und einigen Schäden aus, wodurch er auf die 17. Platzierung zurückfiel. Bis dahin fuhr der Deutsche ein gutes Rennen: Gleich zu Beginn konnte er einen Platz gegen Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) gutmachen, ehe er sich unter Ausnutzung des Attack-Modes und des Safety-Cars in die Top 10 vorarbeitete.

Ein besseres Ergebnis verhinderte eine im Vergleich zur Konkurrenz geringere Effizienz im Renntrimm. Günther berichtet nach dem Rennen am Mikrofon von 'e-Formel.de': "Wir haben alles in die Waagschale geworfen. Ich habe von Anfang an gemerkt, dass unser Paket im Rennen nicht so stark ist. Um meine Position zu behaupten, habe ich etwas mehr Energie verbraucht und wir konnten sogar einige Plätze gutmachen. Eine Runde vor Schluss auf P7 zu sein, ist ein sehr gutes Ergebnis. Ichhabe gekämpft wie ein Löwe, aber wenn du zwei, drei Prozent weniger hast, sind die Möglichkeiten begrenzt."

Nach sechs von 15 Rennen stehen zwölf Meisterschaftspunkte für den japanischen Automobilhersteller zu Buche - Meisterschaftsführer Mercedes hat zehnmal so viele auf dem Konto. "Wir wussten ganz klar, was die Herausforderung war, und haben sie auch angenommen. Wir können mit erhobenem Kopf aus dem Rennen gehen und werden in Berlin mit demselben Mindset wieder an den Start gehen", verspricht Günther.

Buemi macht nach schwachem Qualifying 14 Plätze gut

Eine zweite Stellschraube, an der das Team arbeiten will, ist die Performance im Qualifying. Noch nie schaffte es Nissan in die K.-o.-Phase. Besonders hart traf Günthers Teamkollegen Sebastien Buemi. Seine schnellste Runde wurde von gelben Flaggen beeinträchtigt, eine 1:32.185 Minuten reichte dem Schweizer nur für die letzte Startposition.

"Das sind sehr gemischte Gefühle heute", berichtet der Nissan-Pilot. "Das Qualifying war sehr enttäuschend. Ich war Fünfter im Freien Training und verstehe nicht, was danach passiert ist. Ich weiß, wir haben die Pace und es liegt nur daran, dass wir es alles zusammensetzen müssen."

Von dort an ging es allerdings noch einmal nach vorne. Buemi startete eine starke Aufholjagd, die auf Platz 8 endete, und dem ehemaligen Formel-1-Piloten immerhin vier Meisterschaftspunkte einbrachte. "Wir haben einige Änderungen am Auto vorgenommen und das Endergebnis stimmt mich positiv, dass wir in Berlin einen besseren Job in der Qualifikation machen können."

"Es war ein bittersüßes Wochenende in Monaco für uns", sagt Tommaso Volpe, Nissans Formel-E-Teamchef. "Wir müssen noch an unserer Qualifying-Performance arbeiten, obwohl Max die Duellphase dieses Mal nur knapp verpasst hat." Mit der Pace im Rennen und der Strategie sei er allerdings zufrieden, denn beide Piloten hätten eine gute Aufholjagd gezeigt. Das nächste Mal muss sich das Team in zehn Tagen beim Berlin E-Prix beweisen.

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