Formel E

"Hätten um den Sieg mitfahren können" - Rene Rast erklärt Gründe für Doppel-Null bei Formel E in Rom

Svenja König

Svenja König

Rene-Rast-Formel-E-verschwommen

Null Punkte hat McLaren beim Hankook Rom E-Prix der Formel E am vergangenen Wochenende gesammelt. Eine Zahl, das wie so oft im Motorsport nicht ausreicht, um ein Rennwochenende zu resümieren. Denn auch wenn am Ende weder Jake Hughes noch Rene Rast ein Top-10-Ergebnis erzielten, schien die Pace da zu sein, um um die Podiumsplätze und Rennsiege zu kämpfen - wie Markenkollege Norman Nato im Werks-Nissan. Das weiß auch ein genervter Rene Rast.

Dem deutschen DTM-Champion stand am Samstag zunächst ein technisches Problem im Weg. Nach einem guten Qualifying war der Mindener von Startplatz 5 ins Rennen gegangen und hatte sich bis zur roten Flagge sogar auf einen Podiumsplatz vorgearbeitet. Nach dem Neustart musste er plötzlich die Box aufsuchen und fiel zurück. Am Ende keine Punkte für Rast - trotz "gigantischer Rennpace".

"Wir hatten ein Softwareproblem, das am Ende dann dazu geführt hat, dass die Bremse und die Regeneration nicht mehr funktioniert haben. Dann mussten wir aufgeben, weil die Bremse überhitzt ist. Das war großes Pech, denn bis dahin sah es echt gut aus. Das Auto hat sich gut angefühlt, wir waren auf einem guten Energielevel. Vielleicht hätten wir sogar mit Mitch Evans um das Podium kämpfen können", sagt Rast gegenüber e-Formel.de.

Auffahrunfälle am Sonntag für beide McLaren-Fahrer

Obwohl McLaren das Bremsproblem direkt im Anschluss an das Rennen am Samstag lösen konnte, wurde Rast auch im Sonntagslauf ohne eigenes Verschulden aus dem Rennen gerissen. Nach der Kollision zwischen den Neuseeländern Mitch Evans und Nick Cassidy bildete sich ein Rückstau durch das gesamte Feld, und einige Fahrer fuhren aufeinander auf.

"Alle haben vor mir gebremst, und ich kam mit Vollspeed an - da hat man keine Chance mehr", berichtet Rast aus seiner Perspektive vom Auffahrunfall. Dabei beschädigte er sich seinen Frontflügel, der unter das Auto rutschte. "Ich bin damit direkt an die Box gefahren, aber weil das Safety-Car nur eine Runde draußen war, hatte ich eine halbe Runde Rückstand. Da kann man nichts mehr machen. Wir hätten gestern und heute um den Sieg mitfahren können, aber irgendwie soll es zurzeit nicht sein. Keine Ahnung, warum es nicht funktioniert."

Ähnlich erging es Teamkollege Jake Hughes, der ebenso in den Auffahrunfall verwickelt wurde und nach einem Nasenwechsel aus den Punkten fiel. Das Samstagsrennen hatte der Brite nach einem schwereren Unfall gar nicht erst bestreiten können.

James: "Müssen Serie schlechter Ergebnisse durchbrechen"

Bereits in Jakarta und Portland war das britische Team ohne Punkte geblieben. Das beunruhigt auch Teamchef Ian James: "Die letzten Rennen waren für das Team besonders schmerzlich - eine Reihe brutaler Rennwochenenden. Manches konnten wir beeinflussen, manches nicht. Aber es bleibt dabei, dass wir einfach nicht die Ergebnisse erreichen, die wir anstreben. Das heutige Rennen in Rom hat das fortgesetzt."

"Diese Serie von schlechten Ergebnissen müssen wir durchbrechen und haben deshalb unseren Fokus schon auf das Saisonfinale London verlagert", kündigt James an. Der Heim-E-Prix für McLaren steht schon in knapp eineinhalb Wochen auf dem Programm. Dort möchte das Team mit guten Ergebnissen eine alles in allem gemischte erste Formel-E-Saison ausklingen lassen.

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