Formel E

Hankook Mexico City E-Prix: Alle Formel-E-Strafen vom Saisonauftakt im Überblick

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Wie bei jedem E-Prix ist es auch in Mexiko die Aufgabe der Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA, die Einhaltung des Technischen und Sportlichen Reglements zu kontrollieren. Falls dabei ein Regelverstoß festgestellt werden sollte, obliegt es ihnen, eine Strafe festzulegen. In diesem Artikel findest du wie gewohnt eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennkommissare.

Beim Hankook Mexico City E-Prix übernehmen Loic Bacquelaine, Omar Chavez und Achim Loth diese Aufgabe. Unterstützt werden sie dabei von Ex-Rennfahrer Pedro Lamy, der zwar nie ein Formel-E-Rennen bestritten hat, aber vier Jahre in der Formel 1 fuhr und über viel Erfahrung im GT- und Langstreckensport verfügt.

Strafen im Freien Training

  • Sergio Sette Camara erhielt eine Geldstrafe von 1.800 Euro, da er im 1. Freien Training in der Boxengasse zu schnell gefahren war. Der Brasilianer in ERT-Diensten wurde mit 68 km/h statt den erlaubten 50 km/h erwischt. Zusätzlich erhielt er für die hohe Überschreitung einen Strafpunkt auf seine Rennlizenz.
  • Norman Nato musste eine Strafe von 1.000 Euro zahlen. Der Andretti-Pilot verwendete zu viel Leistung im 1. Freien Training.
  • Stoffel Vandoorne muss das Rennen von weiter hinten aufnehmen: Der Belgier muss eine Startposition zurück, weil er bei der Unterbrechung des 1. Freien Trainings nicht wie vorgeschrieben in seine Garage hineinfuhr.
  • Dasselbe Vergehen wurde auch durch Nick Cassidy begangen: Der Vizeweltmeister muss in der Startaufstellung ebenfalls einen Platz nach hinten.
  • Für Mitch Evans gilt das gleiche: Auch der zweite Jaguar-Fahrer fuhr bei der Trainingsunterbrechung nicht in seine Garage und wird im Rennen eine Position weiter hinten starten müssen.
  • Antonio Felix da Costa erhielt eine Geldstrafe von 2.500 Euro, da der Reifendruck an seinem Porsche unter dem von Hankook vorgegebenen Mindestdruck von 1,2 Bar lag. Der Portugiese hat in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit diesem Vergehen gemacht: Beim London erhielt er eine Zeitstrafe von drei Minuten, da er wegen eines schleichenden Plattfußes den Mindestdruck unterschritten hatte. Alle Versuche von Porsche, gegen diese Strafe vorzugehen, scheiterten.
  • Robin Frijns erhielt eine Geldstrafe von 1.000 Euro, da im 2. Freien Training ein Mechaniker an seinem Auto arbeitete, als dieses bereits im fahrbereiten Zustand war. Das ist aus Sicherheitsgründen strengstens verboten.

Strafen im Qualifying

  • Eine Rundenzeit von Norman Nato in der Gruppenphase des Qualifyings wurde gestrichen, da der Andretti-Pilot auf dieser Runde mehr als die maximal erlaubten 300 kW Leistung aus der Batterie abrief. Dies warf Nato von Startplatz 9 auf 13 zurück, Sacha Fenestraz und Sam Bird rückten jeweils um zwei Positionen auf.
  • Auch eine Rundenzeit von Lucas di Grassi wurde gestrichen. Der ABT-Rückkehrer verstieß in der letzten Kurve gegen die Track Limits. Die Strafe blieb jedoch ohne Auswirkung, da sich di Grassi in der schnellen Runde später auch noch drehte.

Strafen nach dem Rennen

  • Antonio Felix da Costa erhielt eine Strafversetzung um drei Positionen für das nächste Rennen, da er eine Kollision mit Nico Müller verursacht hatte. Einen Strafpunkt erhielt der Porsche-Fahrer für diese Aktion nicht.
  • Daniel Ticktum erhielt eine Geldstrafe von 1.000 Euro, da er beim obligatorischen Grid-Foto vor dem Rennstart nicht anwesend war.
  • Sein Teamkollege Sergio Sette Camara wurde hingegen freigesprochen, obwohl auch er beim Grid-Foto nicht anwesend war. Sette Camara hatte eine gute Ausrede: Er war mit seinem Fahrzeug auf dem Weg in die Startaufstellung liegen geblieben.

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