Formel E

24.000 Fans in Berlin - Veranstalter mit Zuschauerzahlen "absolut zufrieden"

Timo Pape

Timo Pape

Der Berlin ePrix am 10. und 11. Juni glich einem Volksfest für die Mobilität von morgen. Egal ob Audi, Jaguar oder Mercedes - zahlreiche Automobilhersteller präsentierten ihr Elektroportfolio und lockten die Menschenmassen an ihre Stände. Ach ja, und dann waren da auch noch zwei Formel-E-Rennen. Doch wie viele Leute waren am Berlin-Wochenende überhaupt auf dem (sonst) stillgelegten Flughafengelände Tempelhof? 'e-Formel.de' hat sich mit dem Veranstalter unterhalten.

In den Tagen kurz vor dem Rennen hatte es beinahe den Anschein, als würde das Event nicht so gut angenommen wie erhofft. Angebote, die zwei Eintrittskarten zum Preis von einer anpriesen, Gewinnspiele kurz vor dem Rennen, und sogar Freikarten wurden an der Universität verteilt. Am Ende konnten sich die Zuschauerzahlen allerdings sehen lassen.

Insgesamt 24.000 Besucher strömten am Samstag und Sonntag durch die große Abfertigungshalle von Tempelhof, um die Formel E beim Berlin ePrix zu erleben. Eine genaue Aufschlüsselung, wie viele Menschen pro Tag zu Gast waren, blieb uns auf Nachfrage verwehrt. Bestätigt ist jedoch, dass der Rennsamstag "ein wenig stärker" besucht war, was auch mit der erhöhten Anzahl an Gästen im Hospitality-Bereich zu tun gehabt haben dürfte.

Erstaunlich: Fast ein Viertel aller Besucher entschloss sich kurzfristig zum Formel-E-Besuch. Somit wandten sich knapp 6.000 Fans an die Tageskasse vor Ort, um auf den letzten Drücker noch ein Ticket für den Berlin ePrix zu ergattern. Das Ergebnis: geschäftiges Treiben im angebotsreichen eVillage, gut gefüllte Tribünen in der gleißenden Sonne von Berlin und eine beeindruckende Menschentraube bei der Siegerehrung (siehe Bild).

Der lokale Veranstalter des Berlin ePrix, die Agentur Gil und Weingärtner, ist mit dem Zuschauerinteresse "absolut" zufrieden: "Eine Veranstaltungsfläche dieser Größe will erst einmal gefüllt werden - und das gleich an zwei Tagen", sagt Geschäftsführer Ulrich Weingärtner gegenüber 'e-Formel.de'. "Daher waren wir natürlich besonders gespannt, was den Vorverkauf angeht."

"Aber der Berliner und Brandenburger entscheidet gerne spontan - das wussten wir bereits aus den beiden vorherigen Saisons", fährt Weingärtner fort. "So kamen in diesem Jahr knapp 25 Prozent der Besucher kurzentschlossen zum Berlin ePrix. Das tolle Wetter hat uns zudem gut in die Karten gespielt:  24.000 Zuschauer vor Ort - wir sind sehr zufrieden."

Positive Entwicklung der Formel E festzustellen

In den vergangenen Jahren waren die Formel-E-Wochenenden in Berlin nicht ganz so zahlreich besucht wie 2017. Allerdings erstreckte sich das Event in diesem Jahr auch erstmals über zwei vollständige Renntage. Im Frühjahr 2015 (Tempelhof) kamen rund 20.000 Fans, 2016 auf der Karl-Marx-Allee waren es gut 14.000.

Für alle drei ePrix war die Agentur organisatorisch verantwortlich. Die Entwicklung der Formel E bewertet Weingärtner nach drei Rennen durchaus positiv: "Wir merken schon sehr, dass die Formel E anders als noch vor zwei Jahren wahrgenommen wird. Die Konsequenz, mit der das Konzept umgesetzt und das Thema Elektromobilität vorangetrieben wird, macht Eindruck."

Beweise dafür seien etwa die steigende Anzahl der teilnehmenden Hersteller sowie "weitaus mehr Kooperationsanfragen aus der Wirtschaft" als in den vergangenen Jahren. "Das Allianz eVillage beispielsweise wäre mit seinem diesjährigen Umfang gar nicht auf der Eventfläche der Karl-Marx-Allee umsetzbar gewesen", erklärt Weingärtner. "In Tempelhof aber steht der Platz zur Verfügung, und wir haben ihn für diese Saison gerne genutzt - das kam auch bei den Besuchern gut an."

Für die Event-Agentur, die tatsächlich im stillgelegten Flughafenkomplex ansässig ist, sei Tempelhof "ein wenig wie Nachhausekommen" gewesen, meint Weingärtner. "Wir kennen das Gelände und seine Möglichkeiten sehr gut, das hat es uns leichter gemacht, den Doubleheader in der kurzen Zeit auf die Beine zu stellen. Wir gehen davon aus, dass die Formel E weiterhin an Relevanz gewinnt und freuen uns, als lokaler Partner Teil dieser Entwicklung zu sein."

Wo genau in Deutschland die Formel E im kommenden Jahr 2018 fahren wird, ist aktuell noch nicht entschieden.

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