Formel E

"In den letzten 3 Rennen hat es geklickt" - Nick Cassidy bei New York E-Prix in Formel-E-Spitze angekommen

Svenja König

Svenja König

Nick-Cassidy-Podium-New-York

Formel-E-Rookie Nick Cassidy ist nach zwei starken Rennen in New York und ohne jeden Zweifel in der Formel E angekommen. Schlussendlich sicherte sich der Neuseeländer nach seinem ersten Podium in Puebla einen vierten und einen zweiten Platz am "Big Apple". Ausschlaggebend war die Verbesserung im Energiemanagement von Samstag auf Sonntag. Virgin-Teamkollege Robin Frijns belegte die Plätze 5 und 8. Insgesamt sammelte Envision Virgin Racing in New York die meisten Punkte führt seitdem die Teamwertung an.

"In den letzten drei Rennen hat es geklickt, und ich fühle mich auch so, als würde ich einen konstanteren Job machen", sagt Cassidy nach seiner dritten Top-4-Platzierung in Serie. "Aber auch das Team lernt dazu und gibt mir ein Gesamtpaket, das immer besser zu mir passt, und aus dem ich mehr rausholen kann. Das ist der große Unterschied."

"Dabei war ich schon am Anfang der Saison sehr glücklich darüber, wie ich mich ans Auto und die Formel E gewöhnt habe und dass ich die Veränderung sehr schnell geschafft habe", so Cassidy weiter. "Aber hier sind 23 andere Weltklasse-Fahrer am Start, und ich habe es einfach nicht immer zusammengebracht. Wir waren sehr schnell, aber dann kamen Kleinigkeiten - mal Fehler von mir, mal die Umstände - dazu."

"Waren am Samstag nicht schnell genug"

Das erste Rennen von New York begann der Virgin-Pilot von der Pole-Position, verbrauchte jedoch im Rennen mehr Energie als die Konkurrenz und musste sich daher den Angriffen von Jean-Eric Vergne erwehren. Der Franzose versuchte, in der Haarnadel innen am Neuseeländer vorbeizugehen, doch der eigentliche Profiteur war Maximilian Günther, der dadurch beide überholen konnte. Letztlich beendete Cassidy das Rennen auf Position 4.

"Das war ein fantastisches Rennen, und wir waren super schnell", sagt Cassidy. "Aber wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, waren wir nicht schnell genug. Daher haben wir unsere Hausaufgaben am Abend noch gemacht und versucht, uns zu verbessern."

Dieser Vorsatz ging auch auf, denn das zweite Rennen beendete Cassidy nach Kampf mit Landsmann Mitch Evans auf Position 2. Positiv fiel auf, dass Cassidy am Sonntag in der Schlussphase gleich viel Energie wie die Fahrer um ihn herum hatte, also im Rennverlauf ein besseres Energiemanagement betrieben hatte.

Attack-Mode-Strategie: "Ich lerne, wie andere Fahrer ticken"

Den entscheidenden Unterschied machte am Sonntag die Attack-Mode-Strategie. "Als Mitch das erste Mal im Attack-Mode war, habe ich ihn in der ersten Kurve vorbeigelassen, weil ich keine Rennzeit verlieren wollte", erklärt er seine Strategie nach dem Rennen. "Als ich später selbst im Attack-Mode war, wurde mir schnell klar, dass er nicht dieselbe Strategie anwenden würde. Stattdessen versuchte er, den anderen Jaguar zu beschützen."

"Das war für mich eine gute Erfahrung, um zu lernen, wie andere Fahrer ticken, und wie man zusammenarbeitet. Ich habe in diesem Rennen viel gelernt, denke aber nicht, dass ich (beim nächsten Mal) irgendetwas anders machen würde." In der Schlussphase konnte Cassidy doch noch Platz 2 ergattern, da Evans mit dem Heck an der Mauer anschlug und mit einer gebrochenen Aufhängung ausrollte.

In der Fahrermeisterschaft ist Cassidy auf Position 5 vorgerückt und liegt nur noch zwei Positionen hinter Teamkollege Frijns, der mit den Positionen 5 und 8 ebenfalls ein gutes Wochenende gezeigt hat. Die Teammeisterschaft führt Virgin nun mit 146 Punkten an - das sind 25 Punkte mehr, als das Team in der gesamten letzten Saison sammelte. Das nächste Rennen findet am 24. Juli in London statt - Heimspiel für das britische Team.

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