Formel E

Formel E: "Indien-Magie" verhilft Oliver Rowland beim Mahindra-Heimspiel zu Platz 6 und ersten WM-Punkten

Svenja König

Svenja König

Oliver-Rowland-Mahindra-Dust-Drive-Hyderabad

Das indische Team Mahindra Racing - seit der ersten Saison Teil der Formel E - erlebte am vergangenen Wochenende nach neun Jahren sein erstes Heimspiel. Die Begeisterung der Fans rund um das Team war groß. Oliver Rowland belohnte das Team mit einem sechsten Platz, während Lucas di Grassi nach einer Strafe keine Punkte holte.

Nachdem di Grassi mit einer Pole-Position und einem Podium direkt zum Saisonstart in Mexiko aufgezeigt hatte, war es für Teamkollege Rowland bisher ein ungewöhnlich ruhiges erstes Saisonviertel. Sein bestes Ergebnis vor dem Mahindra-Heimspiel in Indien war Platz 13 zum Saisonauftakt. In Hyderabad konnte er teamintern das Blatt wenden.

Entscheidend dafür waren vor allem eine konstante Weiterentwicklung über das Wochenende hinweg und eine gute Performance im Rennen. Denn in den Trainings war für den Briten nicht viel zusammengelaufen: Mit Platz 17 und Rang 21 startete er ins Wochenende. Im Qualifying ging es für Rowland auf die zwölfte Position. Er profitierte zusätzlich von Strafen gegen Pascal Wehrlein und Jake Hughes - somit unter dem Strich Startplatz 10.

Im Rennen konnte der Mahindra-Pilot zunächst seine Position halten und wurde dann als Profiteur der Kollision zwischen den Jaguar-Piloten in die Top 6 gespült. Kurz nach der Safety-Car-Phase setzte er zu einem Manöver gegen Rene Rast in Kurve 3 an. Dies musste er aber gar nicht vollenden, weil der Deutsche auf Jake Dennis auffuhr und somit beide Fahrzeuge zurückfielen. Somit hatte sich Rowland zwischenzeitlich bis auf die vierte Position nach vorn gearbeitet.

"Ein bisschen Indien-Magie" - verbessertes Energiemanagement bei Mahindra

Kurz vor Schluss versuchte Rowland sogar noch einen Move gegen Sebastien Buemi, der ihn aufs Podium gebracht hätte. Abseits der Ideallinie wurde er allerdings nach außen gedrängt und verlor so sogar noch die Position gegen Antonio Felix da Costa.

"Ich wusste, dass ich noch eine 5-Sekunden-Strafe hatte, also habe ich riskiert zu überholen", sagt Rowland bei 'Motorsport.com' über das Manöver in der Schlussphase. "Ich wusste, dass es wohl die falsche Entscheidung war, weil die Strecke so schmutzig war, aber irgendwas musste ich versuchen." Durch die 5-Sekunden-Strafe wegen Missachtung der Track-Limits fiel er in der letzten Runde noch auf den sechste Rang zurück.

Nichtsdestotrotz sammelte er mit seinem ersten Top-10-Ergebnis des Jahres die ersten acht Punkte in der WM-Wertung und hob vor allem das verbesserte Energiemanagement und die Effizienz des Autos positiv hervor: "Ich habe mich zehn Runden vor Schluss gefragt, ob wir etwas falsch gemacht haben und vielleicht für eine Runde weniger Energie haben."

Great supporters for @MahindraRacing @MahindraRise @ Hyderabad ePrix pic.twitter.com/2IR1wcNY5W

"Denn die ersten drei Rennen waren extrem schwierig für mich. Ich hatte sehr wenig Gefühl für das Auto, und unser Energiemanagement war nicht gut", so Rowland weiter. "Heute war daher unglaublich. Vielleicht ist das ein bisschen Indien-Magie." Auf Instagram ergänzte der 30-Jährige, dass er viel Spaß gehabt habe, um die Topplatzierungen zu kämpfen.

Di Grassi: "Falsche Reifenstrategie im Qualifying war großer Fehler"

Für Lucas di Grassi lief es in Indien weniger erfolgreich. Mit sieben Zehntelsekunden Rückstand auf den Schnellsten in seiner Gruppe, Mitch Evans, reichte es für den Brasilianer nur zu Startplatz 19. Auf Twitter schrieb er nach der Session, dass man sich bei der Reifenstrategie für die Qualifikation vertan habe.

Doch auch di Grassi konnte die verbesserte Performance seines Mahindra im Rennen ausnutzen und in die Punkte fahren. Von Platz 19 ging es zwischenzeitlich bis auf die siebte Position nach vorn. Ihm ging allerdings in der letzten Runde der Strom aus, und so rollte er nur als 15. über die Linie. Nach eigener 5-Sekunden-Strafe und der Durchfahrtsstrafe gegen Sebastien Buemi wurde es am Ende Platz 14. Seit seinem Podium in Diriyya holte er damit keine weiteren Punkte mehr.

Mahindra liegt nach dem Hyderabad E-Prix auf Platz 7 der Teamwertung. Die nächste Chance, Punkte für das Team mitzunehmen, haben beide Fahrer in anderthalb Wochen in Südafrika (25. Februar).

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