Formel E

Mit Video: Mortara & Evans reagieren auf spektakuläres Überholmanöver bei Formel-E-Saisonauftakt in Diriyya

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Nyck de Vries und Mercedes-EQ erlebten in Diriyya einen Saisonauftakt nach Maß. Der Niederländer gewann alle Sessions der ersten Rennveranstaltung des Jahres und sicherte sich am Freitagabend einen souveränen Start-Ziel-Sieg in Diriyya. Im Kampf um die verbleibenden Podestplätze ging es jedoch heiß her: Mit einem Doppel-Überholmanöver sorgte Edoardo Mortara für die wohl spektakulärste Szene des Rennens.

Bereits früh im Diriyya E-Prix konnte der Schweizer das Potenzial seines Mercedes-Antriebsstrangs unter Beweis stellen und den Anschluss an die Spitzengruppe um de Vries, Rene Rast (Audi) und Pascal Wehrlein (Porsche) halten.

Kurzzeitig fiel Mortara hinter den Jaguar von Mitch Evans zurück, setzte in Runde 15 jedoch zu einem waghalsigen Konter gegen den Neuseeländer an. Mit Hilfe seines Attack-Modes setzte er sich auf der Startgeraden neben Evans und konnte dank Geschwindigkeitsüberschuss sogar Wehrlein angreifen. In der Bremszone vor Kurve 18 schob er sich am Deutschen vorbei, der deutlich früher vom Strompedal gehen musste, um Energie zu sparen.

Mortara: "Zwischen uns lag weniger als 1 Millimeter"

"Das Überholmanöver gegen Pascal war heute sehr wichtig. Er hat einfach zu viel Energie verbraucht", analysiert Mortara seinen Angriff. "Aber ich muss auch ehrlich sein: Da war sehr viel Glück im Spiel. Zwischen uns lag weniger als ein Millimeter. Ich muss mich auch bei Mitch (Evans) bedanken, weil er mir gerade genug Platz gelassen hat."

Mortara beendete den Diriyya E-Prix rund vier Sekunden hinter de Vries auf Platz 2. Es ist sein erstes Podiumsergebnis seit seinem Sieg in Hongkong 2019. "Es ist toll, zurück auf dem Podest zu stehen. Wir sind wohl das kleinste Team im Fahrerlager, solche Erfolge sind also wie Siege für uns!"

Evans beweist Weitsicht: "Wusste genau, was er vorhatte!"

Auch Evans profitierte von Mortaras Überholversuch und konnte Wehrlein passieren. Wehrlein beendete den Lauf auf Platz 5, Evans wurde Dritter. "Ich wusste zum Glück genau, was er vorhatte", sagt der Neuseeländer über das spektakuläre Manöver.

"Vielleicht hätte ich ihm sogar noch mehr Platz lassen können, weil mir klar war, dass ich keine Chance gegen ihn haben würde. Pascal hat uns etwas aufgehalten, weil er einen Energienachteil hatte. Es war gut, dass wir zusammengearbeitet haben, um ihn zu überholen."

"Wir hatten abgesehen davon heute einen guten Rhythmus. Die Pace war stark, auch wenn ich das ganze Rennen hinter Edoardo geblieben bin", führt Evans aus. "Das erste Safety-Car hat uns etwas Potenzial gekostet, weil wir dadurch unplanmäßig einen Attack-Mode 'verloren' haben. Ohne die Unterbrechungen wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. Aber ich bin auch so sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben!"

Für die Teams der Formel E bleibt nur wenig Zeit zur Vorbereitung auf das nächste Rennen. Bereits am Samstagabend findet in Diriyya der zweite Lauf der Saison 2021 statt. Rennbeginn ist erneut um 18 Uhr. Sat.1 überträgt den E-Prix erstmals live im Free-TV. e-Formel.de bietet zudem wie gewohnt einen Live-Ticker sowie Livestreams zu allen weiteren Sessions an.

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