Formel E

Italien im Lockdown: Formel-E-Rennen in Rom in Gefahr, doch Streckenaufbau hat begonnen

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Audi-Car-Rome-from-behind

Durch einen Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen steht das öffentliche Leben in fast allen Regionen Italiens seit dem 15. März still. Für die Formel E, die trotz der Coronavirus-Pandemie auf einen planmäßigen Ablauf ihrer Saison 2021 gehofft hatte, und die Organisatoren des Rom E-Prix werden die neuen Maßnahmen zu einem "Drahtseilakt": Obwohl am Wochenende mit dem Aufbau der Rennstrecke begonnen wurde, kann eine kurzfristige Absage des dritten Saisonlaufs am 10. April nicht ausgeschlossen werden.

Die Corona-Eindämmungsmaßnahmen begründete die Regierung um Ministerpräsident Mario Draghi mit einem rasanten Anstieg der Fallzahlen seit Ende Februar. Zu Beginn des Lockdowns am 15. März lag die 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen binnen sieben Tagen) in Italien bei 257,4. Zum Vergleich: In Deutschland lag sie am selben Tag bei 88.

Die Einschränkungen in der sogenannten roten Zone, zu der auch die Hauptstadt Rom samt ihrer Region Latium zählen, sollen die Osterfeiertage umfassen und gelten zunächst bis zum 6. April. Das Formel-E-Event soll nur vier Tage später als "Geisterrennen" ohne Fans auf den Tribünen stattfinden. Sollten die Maßnahmen verlängert werden, könnte das Rennen womöglich kurzfristig abgesagt werden - ähnlich wie im vergangenen Jahr.

Formel E will "Optimismus verbreiten" & unterhalten

Der stellvertretende Formel-E-Geschäftsführer, Alberto Longo, bleibt dennoch hoffnungsvoll: "Wir arbeiten mit den lokalen Behörden daran, Optimismus zu verbreiten und für Unterhaltung zu sorgen", erklärt er bei 'The Race'. Und selbst im Fall, dass der Lockdown verlängert wird, schließt Longo eine Austragung des Rennens nicht aus: "Wir wollen betonen, welche Vorteile ein Formel-E-Rennen hat, wenn die Serie in Stadtzentren fährt. Wir kooperieren in diesen wirtschaftlich enorm herausfordernden Zeiten mit 54 lokalen Zulieferern. Das ist etwas, das wir nicht täten, wenn wir auf permanenten Kursen oder gar nicht fahren würden."

"Hinzu kommen Einnahmen für lokale Firmen durch rund 4.000 Übernachtungen in Hotels (selbst ohne Zuschauer) sowie für Transport- und Gastronomie-Unternehmen. Wir schauen auf das große Ganze, um den Städten zurück zur Normalität zu helfen", so der Spanier.

Streckenaufbau läuft seit dem Wochenende

Unabhängig von der Ungewissheit über eine mögliche Lockdown-Verlängerung wurde am vergangenen Wochenende in Rom mit dem Aufbau der Strecke begonnen. Seit dem 20. März gelten die ersten Parkverbotszonen im EUR-Bezirk, um unter anderem die Boxengasse und die Infrastruktur im Innenbereich der Strecke zu errichten. In den kommenden Tagen und Wochen soll in weiteren Bauabschnitten der Aufbau von Streckenbarrieren und Fangzäunen folgen.

Ob der Formel E weiterhin der klassische Rennkurs in Vallelunga, rund 30 Kilometer nördlich von Rom, als "Ausweichoption" zur Verfügung steht, ist ungewiss. Nach unseren Informationen ist ein Rennen in Vallelunga jedoch "vom Tisch". Entweder die Formel E fährt im Stadtzentrum Roms - oder gar nicht. Erst im Februar hatte die Elektroserie eine neue Streckenführung für den Circuito Cittadino dell'EUR veröffentlicht. Die Strecke soll in diesem Jahr rund 500 Meter länger sein als zuvor und nun auch das Gelände des Ninfeo-Parks umfassen.

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2 Kommentare

Ricardo ·

"In Deutschland lag sie am selben Tag bei 88."
Natürlich lag sie in DE genau bei 88 ??

Ricardo ·

Smileys gehen wohl nicht:

*oh je & xD

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