Jake Dennis nach Reifenschaden in Jeddah ohne Punkte: “Es war ein Rennunfall, keiner ist Schuld!”
Theresa König
FIA Formula E
Jake Dennis und das Andretti Formula E Team erwischten einen starken Start in die zwölfte Saison der Formel E. Beim Saisonauftakt in Sao Paulo sicherte sich der Brite direkt den Rennsieg und unterstrich damit die Ambitionen des Teams. In den darauffolgenden Veranstaltungen gelang es jedoch zunächst nicht, dieses Leistungsniveau konstant abzurufen – bis zum Rennwochenende in Jeddah.
Am zweiten Renntag in Saudi-Arabien zeigte Dennis eindrucksvoll, welches Potenzial in ihm und seinem Fahrzeug steckt. Schon im 3. Freien Training setzte er die Bestzeit und dominierte die Session mit einer kontrollierten und zugleich aggressiven Runde. Diese starke Form nahm er direkt mit ins Qualifying, wo er erneut zu den Schnellsten gehörte. Lediglich Mahindra-Fahrer Edoardo Mortara konnte ihn im Finalduell knapp bezwingen. Damit sicherte sich Dennis Startplatz zwei für das Nachtrennen am Samstag, eine hervorragende Ausgangslage auf dem Stadtkurs.
"Es war ein sehr guter Start in den Tag, Platz eins im Training und Platz zwei im Qualifying", erklärt Dennis anschließend auf Nachfrage von e-Formel.de. Entsprechend optimistisch ging das Team ins Rennen, zumal sich bereits früh zeigte, dass das Setup besonders im Longrun konkurrenzfähig war.
Im Rennen selbst bestätigte Dennis den positiven Eindruck. Er hielt sich konstant in der Spitzengruppe, vermied unnötige Zweikämpfe und überzeugte vor allem durch effizientes Energiemanagement. Er verfügte mit über die beste Energiebilanz im Führungsfeld, zeitweise rund vier Prozent mehr als einige seiner direkten Konkurrenten. Damit wäre er für die entscheidende Schlussphase strategisch hervorragend positioniert gewesen.
Dennis: "Wir waren das ganze Wochenende sehr schnell"
Doch in Runde 17 folgte der Rückschlag: Dennis musste nach einer Berührung an die Box. "Ich hatte einen Reifenschaden, das ist natürlich schade. Trotzdem können wir viel Positives aus diesem Wochenende mitnehmen", sagt er nach dem Lauf. Auslöser war laut Dennis ein Zwischenfall mit Zane Maloney im Fahrzeug von Lola Yamaha ABT, der Kontakt führte wenig später zum schleichenden Druckverlust. "Den Schaden habe ich mir nach dem Kontakt mit Zane in der letzten Kurve eingefangen. Es war ein klassischer Rennunfall. Keiner war Schuld."
Trotz des vorzeitigen Ausfalls überwiegen für Dennis die positiven Erkenntnisse. Die Pace über eine Runde, die Rennspeed sowie die Energieeffizienz stimmen ihn zuversichtlich für die kommenden Rennen. "Wir waren das ganze Wochenende sehr schnell, abgesehen vom ersten Qualifying. Der Rest war echt nicht schlecht, bis darauf, dass ich diesen Schaden eingefahren habe. Aber wir machen weiter!"
Wie es für Jake Dennis und Andretti weitergeht, wird sich erst in etwas mehr als einem Monat zeigen. Am 21. März startet die FIA Formel-E-Weltmeisterschaft auf dem Circuito def Jarama in Madrid in die nächste Runde.
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