Formel E

Jake Dennis übernimmt in Tokio WM-Führung: "Hätte mir das jemand gesagt, hätte ich das jederzeit genommen"

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

Für Jake Dennis hätten die beiden Rennen in Tokio kaum besser verlaufen können: Der Andretti-Pilot erzielte während beim "Double-Header" zwei Podien und übernahm am Sonntag die Führung der Fahrer-Weltmeisterschaft. Damit löste Dennis Jaguar-Fahrer Mitch Evans an der Spitze ab. Evans hatte erst am Tag zuvor die WM-Führung von Porsche-Fahrer Pascal Wehrlein übernommen.

Noch am Freitag hatte sich Porsche-Pilot Pascal Wehrlein an der Spitze der Fahrer-Wertung befunden. Im Rennen kam es jedoch zu einer Kollision mit Ex-Teamkollege Antonio Felix da Costa, woraufhin der Deutsche seinen Wagen abstellen musste. Mitch Evans, zuvor WM-Zweiter, wurde unterdessen Vierter und sicherte sich 12 Zähler auf seinem Punktekonto. Der Neuseeländer übernahm damit die Führung in der Fahrerwertung. Jake Dennis fand sich zu dem Zeitpunkt auf Platz drei. Allerdings hielt dies nur für einen Tag an.

Sonntag: Dennis übernimmt die WM-Führung

Während des Qualifyings am Sonntag sah es für Dennis erst einmal gar nicht so gut aus: er sicherte sich nur Startplatz 17. Während des Rennens schien das Glück aber auf seiner Seite zu sein. Er arbeitete sich erfolgreich nach und nach vorwärts. Als nach einer Kollision mehrerer Wagen das Rennen unterbrochen wurde, lag Dennis auf Platz drei. "Ich habe mir gesagt: 'Lass uns das Ding nach dem Neustart hinter dem Safety-Car einfach über die Ziellinie bringen'", verriet er in der Pressekonferenz nach dem Rennen.

Bei seinen zwei Kontrahenten Wehrlein und Evans sah das Rennen am Sonntag jedoch ganz anders aus. Evans konnte das Rennen mit einem Schaden nicht beenden, auch Wehrlein blieb mit einem 14. Platz punktlos. Mit den 16 Punkten von Sonntag liegt der Weltmeister von Formel-E-Saison 9 jetzt zwei Punkte vor Evans und fünf vor Wehrlein.

Dennis: "Hätte ich jederzeit genommen"

Dennis gab zu, dass er nicht damit gerechnet hatte ein solches Ergebnis zu erzielen: "Hätte mir jemand gesagt, dass ich Dritter werde und alle meine Hauptkonkurrenten keine Punkte holen, hätte ich das jederzeit genommen. Ich bin sehr froh über die 16 Punkte. Das Auto war mega." Die Vorfreude auf das entscheidende Rennen in London, das Heimrennen von Dennis, ist groß. Der Engländer prophezeit ein spannendes Rennen: "Ich glaube, es wird ein sehr knappes Rennen werden. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Herausforderung. Ich bin zuversichtlich."

Damit fällt die Entscheidung im Kampf um den WM-Titel erst in London, wo Dennis sich bereits vor drei Jahren seinen Titel holen konnte. Der "Double-Header" findet am 15. und 16. August im ExCeL in London statt.

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