Joel Erikssons Strategie hinter seinem besten Formel-E-Ergebnis: "Ellenbogen raus"
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Für Joel Eriksson, seit Saisonbeginn Stammfahrer bei Envision Racing, war das Rennen im Sunshine State Florida auf dem Miami International Autodrome ein ganz besonderes. Eriksson schaffte es erstmals in die Duellphase des Qualifyings, startete von Platz 6 ins Rennen, und beendete dieses auf Platz 4. Damit stellte er gleich mehrere persönliche Bestmarken auf: Sein bislang bestes Qualifying- und bestes Rennergebnis in der Formel E. Eriksson führt das Ergebnis auf seine Strategie zurück, im Rennen seine Ellenbogen auszufahren.
Joel Eriksson konnte während des Miami E-Prix am 31. Januar 2026 mit einer beeindruckenden Leistung glänzen: In der Gruppenphase sicherte er sich das Weiterkommen mit der drittschnellsten Zeit. Zum ersten Mal überhaupt schaffte er es in die Duellphase des Qualifyings. Trotz Niederlage im Viertelfinale bedeutete das Startplatz 6 für den schwedischen Rennfahrer.
Gleich zu Beginn des Rennens kam es jedoch zu einem leichten Kontakt mit dem DS Penske von Taylor Barnard. "Er ist in mich reingefahren", hörte man Eriksson anschließend per Funk an sein Team melden. Sein Fahrzeug blieb jedoch unbeschädigt, sodass er das Rennen ohne Einschränkungen fortsetzen konnte. Er hielt sich konstant in der vorderen Gruppe des Feldes und profitierte in Runde 27 von einer Kollision zweier Mitstreiter: Felipe Drugovich im Andretti und Antonio Felix da Costa im Jaguar kollidierten. Den Moment konnte Eriksson ausnutzen und die beiden Autos an der Unfallstelle entspannt passieren. Dadurch machte er sich zwei Positionen gut.
"Mir zu beweisen, dass ich auch bei Nässe schnell kann, ist ein gutes Gefühl"
Die Konditionen auf der Strecke waren durch Regen vor dem Rennen und leichten Regen während des Rennens alles andere als einfach, gab Eriksson im Gespräch mit der Formel E zu. "Mir selbst zu beweisen, dass ich auch bei Nässe schnell sein und das Auto auf einer Runde sehr schnell kontrollieren kann, ist natürlich sehr, sehr positiv und ein gutes Gefühl für mich", beschreibt er.
Teamwork makes the dream work 🤝
— Envision Racing (@Envision_Racing) February 5, 2026
Listen to Joel's radio as he crossed the line in a career best P4! 🏁 pic.twitter.com/huinqZ62k1
Mit seinem starken Ergebnis unterstreicht Eriksson zudem den Aufwärtstrend, in dem sich Envision Racing aktuell zu befinden scheint. In den vergangenen beiden Saisons hatte das britische Team häufig damit zu kämpfen, überhaupt regelmäßig zu punkten. Teamkollege Buemi beendete das Rennen drei Positionen hinter Eriksson auf Platz 7.
Nach dem Rennen in Miami findet sich Eriksson in der Meisterschaftstabelle auf dem achten Platz, direkt gefolgt von Buemi auf Platz 9. In der Teamwertung belegt Envision Racing derzeit den Platz 6. Am 13. und 14. Februar 2026 geht es in Jeddah mit den nächsten beiden Formel-E Rennen weiter.
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