Formel E

Kamui Kobayashi erwägt Formel E bei attraktiver Option

Timo Pape

Timo Pape

Kamui Kobayashi zählt zu den stärksten japanischen Rennfahrern der Neuzeit. Nach mehreren Jahren in der Formel 1 - unter anderem bei Sauber - startet der 30-Jährige aktuell in der WEC für das Werksteam von Toyota. Seine Teamkollegen Sebastien Buemi und Stephane Sarrazin dürften recht positiv über die Formel E gesprochen haben, denn nun bekundet auch Kobayashi sein Interesse an der Elektroserie.

"Ich finde, die Formel E sieht wirklich vielversprechend aus", sagt Kobayashi gegenüber 'Motorsport.com'. Das hängt in seinen Augen mit zwei wichtigen Faktoren zusammen: "Viele Hersteller steigen nach und nach in die Serie ein, und das Fahrerfeld ist sehr stark. Wenn sich eine attraktive Option ergeben würde, würde ich auch dorthin gehen."

Seinen WEC-Job müsste er dafür nicht zwingend aufgeben, ist sich Kobayashi sicher. Ihm nach würde ein duales Programm mit WEC und Formel E durchaus funktionieren: "Ja, warum nicht? Viele Fahrer tun das." Tatsächlich treten nach wie vor viele Formel-E-Fahrer gleichzeitig in der Langstreckenmeisterschaft an - eben auch Buemi und Sarrazin.

Lucas di Grassi hatte sich erst kürzlich zum Spagat zwischen beiden Rennserien ausgesprochen. In den Augen des Brasilianers wird es durch die Professionalisierung der Formel E immer schwieriger, sich voll auf beide Serien zu konzentrieren. Nicht zuletzt Buemi hatte ihm vehement widersprochen.

Wie dem auch sei - für Kobayashi sind die Prioritäten auf absehbare Zeit klar definiert: "Auf lange Sicht bin ich für alles offen, aber mein oberstes Ziel für nächstes Jahr ist, die Meisterschaft und Le Mans zu gewinnen", so der Japaner. Besonders nach dem Le-Mans-Drama 2016, als der Toyota wenige Minuten vor Schluss ausfiel, hat Kobayashi noch eine Rechnung mit dem Langstreckenklassiker offen.

Foto: Toyota

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