Formel E

"Konnte die Hand nach dem Unfall nicht bewegen" - Günther erleidet Prellung im Formel-E-Sonntagsrennen von Berlin

Timo Pape

Timo Pape

Max-Günther-Unfall-Berlin-2024

Es war nicht das Wochenende von Maximilian Günther: Nach seinem Rennunfall am Samstag crashte der deutsche Maserati-Fahrer auch im zweiten Formel-E-Rennen von Berlin. Nach einer Untersuchung im Medical-Centre an der Strecke gab Günther Entwarnung: Sein Unterarm sei nur geprellt, nicht gebrochen. Sein Tempelhof-Resümee: Es sei ein buchstäblich schmerzhaftes Wochenende gewesen.

In Runde 11 wurde Lokalmatador Günther wie schon am Vortag in einen Unfall verwickelt - sogar beinahe an derselben Stelle: "Ich bin in Kurve 2 hineingefahren und habe gesehen, dass ein DS versucht hat, mich innen zu überholen", beschreibt Günther gegenüber e-Formel.de. "Ich dem Moment, als ich in den Rückspiegel geschaut habe, habe ich schon in dem Andretti dringestanden."

So krachte er selbstverschuldet ins Heck von Norman Nato und beschädigte sich dabei die Frontpartie, bevor er Richtung Mauer rollte und vorerst dort stehenblieb. "Ich bin extrem am Monocoque angeschlagen, darum hat es sehr wehgetan", beschreibt Günther den Aufprall. "Ich konnte die Hand nach dem Unfall nicht bewegen."

Noch während des Rennens beobachteten wir, dass Günther im Medical-Centre an der Strecke untersucht wurde - mit dem Verdacht auf einen Knochenbruch in der Hand. Dem war jedoch nicht so. Glücklicherweise zog sich der 24-Jährige beim Einschlag "nur" eine stärkere Prellung zu.

"Ich hatte glaube ich viel Glück heute"

"Zum Glück ist alles okay - nur ein großer blauer Fleck. Es ist nichts gebrochen", bestätigt Günther. "Wir haben mit dem Gen3-Auto schon einige Handverletzungen gesehen. Wenn du die Hände beim Einschlag am Lenkrad hast, haut es dir sehr aggressiv ins Handgelenk. Da kann man sich schnell mal die Hand brechen. Ich hatte glaube ich viel Glück heute."

Von Glück kann mit Blick auf Günthers Rennbeginn jedoch keine Rede sein. "Ich habe in den ersten Runden immer mal wieder an Leistung verloren, darum habe ich einige Plätze verloren. Dann war ich relativ weit hinten, also haben wir unsere Strategie geändert. Ich habe versucht, möglichst viel Energie zu sparen."

Tatsächlich ging es anschließend wieder nach vorn für den Deutschen - bis zum Crash. "Es war ein extrem schmerzhaftes Wochenende - im wahrsten Sinne des Wortes", kann Günther bereits wieder scherzen. "Von der Pace her war ich sehr gut. Es gibt viele positive Dinge von diesem Wochenende, aber natürlich bin ich überhaupt nicht zufrieden mit den zwei Rennen."

Günther verlässt die deutsche Hauptstadt somit punktlos, liegt in der WM aber immer noch auf dem siebten Gesamtplatz. Die nächste Chance auf Punkte bekommt er bereits in zwei Wochen. Dann gastiert die Formel E erstmals in Shanghai.

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