Formel E

Robert Kubica nach Geheimtest: Formel E "für mich nicht perfekt"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Nach seinem Aus als Stammpilot beim derzeitigen Formel-1-Hinterbänklerteam Williams Ende 2019 wechselte Robert Kubica zur neuen Saison als Test- und Ersatzfahrer zu Alfa Romeo. Außerdem tritt er in der DTM in einem privat eingesetzten BMW an. Zuvor testete er jedoch auch einen Formel-E-Rennwagen - wohl zum letzten Mal.

"Ich bin ehrlich", verrät Kubica bei 'wrc.net.pl'. "Ich hatte einen privaten Test in einem Formel-E-Auto. Ich bin einige Runden gefahren." Für welches Team - oder besser gesagt: für welchen Hersteller der Pole in einen Elektroboliden stieg -, erwähnte er jedoch nicht. Auch der genaue Zeitpunkt und die Strecke, auf der die Testfahrt stattfand, blieben geheim.

Das Ergebnis des Tests: Die Formel E ist für Kubica offenbar nichts. "Einerseits finden die Rennen auf Straßenkursen statt, auf denen ich immer gut abgeschnitten habe", so der Pole weiter. "Andererseits ist die Kombination, dieses Auto auf den engen Strecken zu fahren, für mich nicht perfekt." Ein potenzieller Formel-E-Einsatz für Kubica und wohl auch weitere Tests dürften somit endgültig vom Tisch sein.

Schon im Mai 2017 hatte Kubica bei einem Test im britischen Donington Park in einem Fahrzeug der Elektrorennserie gesessen. Dies war jedoch noch in einem Wagen der ersten Generation. Zu dieser Zeit wurde er als möglicher Ersatzpilot für den New York City E-Prix gehandelt, weil mehrere Fahrer ausfielen, die gleichzeitig in der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring antreten mussten. Zu einem Einsatz kam es jedoch nie. Stattdessen sprangen Pierre Gasly bei Renault e.dams und Alex Lynn bei Virgin Racing ein.

Der inzwischen 35-Jährige galt Anfang der 2000er-Jahre als eines der größten Nachwuchstalente im Motorsport. Unter anderem stand er gemeinsam mit Lucas di Grassi und Sebastian Vettel auf dem Podium des Macau Grand Prix 2005. Er debütierte 2006 für BMW Sauber in der Formel 1 und gewann 2008 den Großen Preis von Kanada. Im Februar 2011 verunfallte er bei einer Rallye in Italien: Eine Leitplanke durchbohrte seinen Skoda Fabia. Kubica erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen an der rechten Hand, die ihn seitdem behindern und erst 2019 eine Rückkehr in den Monoposto-Sport zuließen. In der Formel E wird Kubica aber wohl nie antreten.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

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