Formel E

Künftiger Audi-Antrieb basiert auf LMP1-Hybrid-Motor von 2014

Timo Pape

Timo Pape

Der Formel-E-Antriebsstrang des künftigen Audi-Werksteams wird auf den Erkenntnissen aus der WEC basieren. Das berichtet 'Motorsport-Total.com'. In der Langstreckenmeisterschaft fährt Audi seit Jahren mit Hybridtechnologie. Deshalb soll der Antrieb des R18 e-tron - und zwar der des Jahres 2014 - als Grundlage für den reinen Elektromotor der Formel-E-Saison 2017/18 dienen. Die Pläne zum neuen Antriebsstrang wurden bereits an Entwicklungspartner Schaeffler übergeben.

Audis Erfahrungen aus der Langstreckenszene haben sogar den Ausschlag für das Formel-E-Engagement der Ingolstädter gegeben, schließlich ist die dort zum Einsatz gebrachte Technologie bereits sehr ausgereift und weit entwickelt. "Genau das hat uns eine gute Basis geliefert. Somit war es ein Faktor bei der Konzernentscheidung, welche Marke es (den Formel-E-Einstieg) machen soll", sagt Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Nach Informationen von 'e-Formel.de' hat sich Audi Volkswagen-intern gegen Porsche durchgesetzt. Für Porsche dürfte das Thema Formel E damit erst mal vom Tisch sein.

Das Unternehmen Schaeffler, das den aktuellen Elektroantrieb MGU01+ für das Team ABT Schaeffler Audi Sport entwickelt hat, soll langfristig Entwicklungspartner von Audi bleiben. "Ich freue mich sehr, dass wir die Antriebsstrang-Entwicklung jetzt gemeinsam mit Audi Sport fortführen können", sagt Peter Gutzmer, Technikvorstand und Leiter der Antriebsstrangentwicklung bei Schaeffler. Audi werde nichtsdestotrotz in Zukunft die Gesamtentwicklung übernehmen.

Batterie-Entwicklung interessant für Audi

In Sachen Chassis muss Audi keine eigene Entwicklung anstoßen, denn auch in den kommenden Jahren wird die Formel E auf ein Einheitschassis setzen, das allen Teams zur Verfügung gestellt wird. "Das ist uns klar", sagt Ullrich. "Es wird ein Standardauto sein. Ein Hersteller kann sich aber über den Antriebsstrang identifizieren. E-Mobilität ist in unserem Haus eines der großen Strategieziele."

Auch die Batterie der Formel E wird weiterhin von einem Einheitshersteller geliefert, um die Kosten zu deckeln. Eine eigene Batterie wäre möglicherweise auch für Audi interessant. "Das ist das, was man im Reglement zukünftig genau ausarbeiten muss", erinnert sich Ullrich an Gespräche mit der Formel E. "Vielleicht kommt es mal so wie beim Antriebsstrang: Man entwickelt eine eigene Batterie, die man auf Wunsch anderen Teams zur Verfügung stellen muss."

Auch wenn der Werkseinstieg erst in der vierten Saison passieren wird - auf dem Schirm hatte Audi die Formel E schon vor dem Start der Elektroserie im Jahr 2014: "Wir hatten von Beginn an den Eindruck, dass die Formel E etwas sein könnte, das in Zukunft interessant wird", erklärt Ullrich. "Deswegen trägt das Team seit jeher den Namen Audi Sport mit im Titel."

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