Formel E

LGT-Chef Roland Schubert im Formel-E-Interview: "Das ist nicht alltäglich"

Timo Pape

Timo Pape

Anzeige | Mit ihrem Auftritt in Rom beginnt die Formel E am kommenden Samstag, dem 13. April, ihre Europareise. Für die Liechtensteiner Privatbank LGT sind die Läufe in Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern die wichtigsten Rennen der Saison. Warum die Privatbank, die sich schon seit Jahren als Partner von Audi Sport ABT Schaeffler betätigt, das Formel-E-Fieber gepackt hat, erklärt LGT-Bank-CEO Roland Schubert im Interview.

Herr Schubert, die Formel E beweist in ihrer mittlerweile fünften Saison, dass sie keine Eintagsfliege ist. Haben Sie so eine positive Entwicklung erwartet?

Für uns ist es mittlerweile die vierte Saison als Partner des Teams Audi Sport ABT Schaeffler, und wir haben immer an das Potenzial der Rennserie geglaubt. Dass sie aber in so kurzer Zeit so erfolgreich werden würde, damit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Das freut sicher auch Sie als Team-Sponsor?

Auf jeden Fall. Unsere Visibilität erhöht sich dadurch natürlich, und wir können unseren Kunden bei den Rennen vor Ort ein großartiges Erlebnis bieten. Auch unternehmensintern nutzen wir die Formel E als kommunikativen Aufhänger in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel bei Weiterbildungsmaßnahmen.

Sie waren auch schon bei Rennen. Was ist das Besondere?

Autorennen mitten in der Stadt sind einfach nicht alltäglich. Alles ist enger als auf einer großen Rennstrecke, die Runden sind kürzer, dadurch wirkt alles wesentlicher schneller - das erhöht die Spannung bei den Rennen zusätzlich. Außerdem sind die Rahmenbedingungen praktisch: Die Anreise ist einfach, das Renngeschehen findet an einem Tag statt, und man kann sich mit seinem Gegenüber durch den geringeren Lärmpegel gut unterhalten.

Sehen wir bei der Formel E die Mobilität der Zukunft?

Ich bin natürlich kein Ingenieur, aber rein aus Verbrauchersicht muss sich schon noch einiges tun, bis sich die E-Mobilität im Alltag durchsetzt. Ich denke dabei zum Beispiel an die je nach Region noch sehr spärliche Infrastruktur oder die eingeschränkte Reichweite der Autos. Aber es geht voran. Das zeigen die technischen Fortschritte in der Formel E. Wichtig ist ohnehin, dass wir endlich nach Alternativen zu fossilen Energiequellen suchen. Die Formel E stellt eine mögliche Lösung ins Rampenlicht.

Sponsern Sie die Formel E deshalb?

Auch. Wir setzen uns für eine sauberere Zukunft ein. Durch unser Sponsoring des Teams Audi Sport ABT Schaeffler können wir die Weiterentwicklung innovativer Technologien unterstützen.

Warum gerade dieses Team?

Es passt gut zu uns. Die Firma ABT hat sehr früh Weitblick bewiesen und ist als eine der ersten in die Formel E eingestiegen - lange bevor absehbar war, ob die Serie überhaupt Erfolg haben würde. ABT hat viel gewagt und ganz bewusst langfristig in die Zukunft investiert. Dieser Philosophie fühlen wir uns sehr nahe, denn wir gehen ähnlich vor.

Wie kann man sich das vorstellen?

Unsere Anlagetätigkeit ist ein gutes Beispiel. Hier sind wir generell langfristig und konservativ ausgerichtet. Aber wir verschließen uns nicht vor neuen, innovativen Anlagemöglichkeiten - im Gegenteil. Wir haben schon sehr früh auf alternative Anlagen wie Private Equity, versicherungsbasierte Anlagen oder Hedge-Fonds gesetzt und gehören heute zu den führenden Anbietern in diesem Bereich. Bei neuen Anlageformen investieren wir zunächst Gelder unserer Eigentümerin, der Fürstenfamilie von Liechtenstein, bevor wir sie unseren Kunden zugänglich machen.

Dann haben sich zwei Unternehmerfamilien gefunden?

Ja, zwei recht alte. Das Fürstenhaus Liechtenstein gibt es schon seit mehr als 900 Jahren, die LGT hat sie seit über 80 Jahren in ihrem Besitz. Und die Familie Abt führt ihr Unternehmen seit über 120 Jahren äußerst erfolgreich.

Und sie fährt Rennen.

Genau. Daniel Abt ist erfolgreicher Fahrer bei Audi Sport ABT Schaeffler. Er trägt die Tradition seiner Familie weiter, und er bringt sich und das Unternehmen auch in neuen Bereichen voran - sein YouTube-Kanal hat mittlerweile über 250.000 Abonnenten. Letztes Jahr um diese Zeit waren es noch 100.000 weniger. Das ist absolut bemerkenswert.

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LGT ist eine führende internationale Private Banking und Asset Management Gruppe, die sich seit über 80 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindet. Das Unternehmen beschäftigt über 3.400 Mitarbeitende an mehr als 20 Standorten weltweit. Die LGT bietet maßgeschneiderte Anlageberatung und strategische Vermögensplanung für vermögende Privatpersonen, Unternehmen, Privatstiftungen und institutionelle Kunden. Als Family Office des Fürstenhauses verfügt die Bank über langjährige Erfahrung in der Strukturierung und Verwaltung großer Vermögen. www.lgt.com

Fotos: LGT

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