Formel E

Nissan enthüllt Formel-E-Auto in Genf, Fahrer-Line-up bleibt unkommentiert

Timo Pape

Timo Pape

Dienstagmorgen, 8:45 Uhr: Nissan hat sein erstes Formel-E-Auto für die kommende fünfte Saison vorgestellt. Die Japaner präsentieren sich bei ihrer Konzept-Lackierung hauptsächlich in Silber und Schwarz. Zudem verzieren rote Aktzente an ausgewählten Stellen den Elektrorennwagen. Entgegen der Erwartungen hat sich Nissan nicht zum Fahrer-Line-up für die kommende Saison geäußert, die Ende des Jahres starten wird. Die gesamte Präsentation kannst du dir im unten stehenden Video in der Wiederholung ansehen.

Während der Präsentation sprach Nissan in erster Linie über seine Fortschritte in der Elektromobilität und nannte diverse Modelle. Zum Abschluss wurde ein Video eingespielt und das Tuch vom Formel-E-Auto genommen. Mehr Infos gab es nicht. Dann wurde Formel-E-Boss Alejandro Agag auf die Bühne gebeten. Offenbar aber nur für eine Fotosession - eine Rede hielt der Spanier nicht.

Während die Lackierung des Nissan-Formel-E-Rennwagens heute zum ersten Mal präsentiert wurde, läuft die Entwicklungsarbeit an der Fahrzeugtechnik seit Monaten. Nissan arbeitet dabei mit dem Allianzpartner Renault zusammen, um bereits bestehendes Know-how und Entwicklungen zu nutzen, Synergien zu maximieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

"Auf unser Design-Team wirkte das Formel-E-Auto für die fünfte Saison auf den ersten Blick wie ein elektrischer Überschallvogel im Tiefflug", erzählt Alfonso Albaisa, Senior Vice President Global Design bei Nissan Motor Co. "Also nahmen wir diese erste Reaktion als Ausgangspunkt, um eine Form zu finden, die Widerstände und Schwerkraft überwindet. Formel-E-Rennwagen beschleunigen zwar explosiv, sind dabei aber praktisch geräuschlos. Uns kam daher der Doppler-Effekt in den Sinn: Die Kombination eines Schallimpulses mit der entfesselten Kraft eines Ultraschallknalls hat uns beim Design dieses EV-Renners inspiriert."

"Wir freuen uns sehr auf diese einzigartige technische Herausforderung, die vor uns liegt", sagt Nissan-Motorsport-Direktor Michael Carcamo. "Wir steigen auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb in die Meisterschaft ein. Denn jeder Hersteller tritt in der neuen Saison mit einem neuen Auto und einer neuen Batterie- und Antriebskombination an."

"Wir sind stolz auf unsere Innovationsführerschaft bei Elektroautos für die Straße. Bis heute hat der Nissan Leaf mehr als vier Milliarden emissionsfreie Kilometer rund um die Welt zurückgelegt", sagt Jose Munoz, Chief Performance Officer von Nissan. "Jetzt wollen wir unsere Elektroauto-Expertise in den Motorsport einbringen und die Meisterschaft als Entwicklungsplattform für unsere EV-Technologien nutzen. Die Formel E mit ihren Rennen in den großen Stadtzentren ist eine perfekte Bühne für unsere Zukunftsstrategie Nissan Intelligent Mobility."

Details zu den Nissan Fahrern sowie zu weiteren technischen und Marketing-Partnern für das Nissan-Formel-E-Debüt werden im weiteren Jahresverlauf bekannt gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine gemeinsame Zukunft mit Sebastien Buemi gilt trotz seiner Verbindungen zum Toyota-WEC-Team als wahrscheinlich. Nico Prost wackelt hingegen. Es wird gemutmaßt, Nissan könnte einen eigenen Fahrer - gegebenenfalls auch einen Japaner - ins Auto setzen. Potenzielle Kandidaten sind Mitsunori Takaboshi und Werksfahrer Jann Mardenborough.

Der Formel-E-Launch von Nissan im Video

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