Lola Yamaha ABT punktet in Monaco erstmals doppelt: "Das Team hat hart gearbeitet"
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Für Lola Yamaha ABT wurde der "Double-Header" in Monaco zum bislang erfolgreichsten Wochenende ihrer Formel-E-Geschichte. Lucas di Grassi holte am Samstag seine ersten Punkte der Saison für das Team, ehe beide Fahrer am Sonntag erstmals in die Top 10 fuhren.
Das Rennwochenende in Monaco hatte für Lola Yamaha ABT alles andere als gut angefangen: di Grassi konnte sich im Samstag-Qualifying nur Startplatz 18 sichern, während Teamkollege Zane Maloney gar nicht erst am Qualifying teilnehmen konnte und von Platz 20 ins Rennen ging. Der Barbadier hatte während des 2. Freien Trainings Probleme mit seinen Bremsen und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Die anschließenden Reparaturen dauerten zu lange, weshalb eine Teilnahme am Qualifying, das nur eine Stunde später begann, nicht möglich war.
Während des Rennens konzentrierten sich beide Fahrer zunächst darauf, Energie zu sparen. Di Grassi aktivierte den Attack-Mode im ersten Renndrittel, bevor er für den Pit-Boost an die Box fuhr. Der Brasilianer überquerte die Ziellinie als Elfter, profitierte jedoch von Zeitstrafen für Maximilian Günther und Nico Müller. Dadurch wurde er schließlich auf Platz 8 gewertet und holte seine ersten Punkte der Saison.
Maloney nach Unfall mit schwieriger Ausgangsposition
Maloney absolvierte seinen Pit-Boost bereits früh im Rennen. Dies stellte sich jedoch als zu früh heraus, da der Barbadier anschließend von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen bekam, weil sein Batteriestand zu Beginn des Ladevorgangs noch zu hoch war. Er arbeitete sich während des Rennens zwar noch weiter nach vorne, am Ende reichte es aber nur für Platz 13 für den 22-Jährigen.
Di Grassi zog mit seinen vier erzielten Punkten nach dem Samstag-Rennen in der Fahrerwertung an Maloney vorbei und übernahm Platz 19 in der Weltmeisterschaft. Zuvor war Maloneys Punktgewinn beim Saisonauftakt in Sao Paulo der einzige Zähler für Lola Yamaha ABT gewesen.
Sonntag: Team schrieb Geschichte in Monaco
Auch am Sonntag tat sich das Team im Qualifying schwer. Maloney startete erneut von Platz 20, di Grassi direkt davor von Position 19. Bereits in Runde 8 aktivierte di Grassi erstmals den Attack-Mode und machte vier Plätze gut. Bei Maloney lag der Fokus zunächst darauf, Energie zu sparen, bevor er in Runde 17 von Platz 19 aus den Attack-Mode einsetzte. Di Grassi folgte kurz darauf mit seiner zweiten Attack-Mode-Aktivierung.
Maloney schob sich auf Platz 12 vor, di Grassi hinter ihm auf Platz 13, bevor eine Gelbphase den beiden Fahrern die Möglichkeit nahm, mehr von der zusätzlichen Leistung zu profitieren. In Runde 22 entschied sich Maloney für seine letzten Attack-Mode-Minuten, konnte sich im Feld jedoch nicht mehr stark nach vorne arbeiten und beendete das Rennen auf Position 12.
Nach dem Rennen profitierten jedoch beide Fahrer von nachträglichen Strafen gegen Jake Dennis und Max Günther. Dadurch wurde di Grassi schließlich als Neunter gewertet, Maloney rückte auf Platz 10 vor. Damit war Monaco für Lola Yamaha ABT das erste Wochenende, wo das Team in beiden Rennen eines "Double-Headers" punkten konnte. Das Rennen am Sonntag war auch das erste Mal, dass beide Lola-Yamaha-ABT-Fahrer in die Top 10 fuhren.
Preston: "Das Team hat hart gearbeitet"
Zwar profitierten beide Fahrer von nachträglichen Strafen, um dieses Ergebnis zu erzielen, dennoch zeigte sich erneut der Aufwärtstrend des Teams. Maloney erreichte beim Rennwochenende zuvor in Berlin bereits an beiden Tagen die Duellphase des Qualifyings - zum ersten Mal in seiner zweiten Formel-E-Saison. Die beiden Lola-Wagen führten in Berlin zwischenzeitlich sogar das Feld an, beendeten das Rennen dann jedoch außerhalb der Punkte.
"Das Team hat extrem hart gearbeitet, damit wir unseren ersten doppelten Punktegewinn in der Formel E erzielen konnten", sagte Lola-Yamaha-ABT Teamchef Mark Preston nach dem Rennen am Sonntag. Von einem einzigen Zähler auf dem Konto konnte sich Lola Yamaha ABT mit dem Wochenende in Monaco auf acht Punkte verbessern. Der Rückstand auf das neuntplatzierte Team DS Penske beträgt damit nur noch 26 Zähler.
Nach dem bislang erfolgreichsten Wochenende der Teamgeschichte richtet sich der Blick nun bereits auf Sanya, wo am 20. Juni 2026 das nächste Formel-E-Rennen stattfinden wird.
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