Formel E

Lucas di Grassi: Neue Formel-E-Autos "aggressiv & spektakulär"

Timo Pape

Timo Pape

Die Formel E bekommt ab ihrer fünften Saison, also im Herbst 2018, ein nagelneues Einheitschassis. Zwar sind bisher keine Bilder an die Öffentlichkeit geraten, doch fest steht, dass das Auto deutlich anders und futuristischer aussehen soll. "Die Gespräche mit der FIA, die letztlich entscheiden wird, wie Auto und Chassis aussehen werden, sind weit fortgeschritten", sagt Formel-E-Boss Alejandro Agag.

Der Spanier rechnet damit, dass das Auto schon bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann: "Ich denke, die Entscheidung steht unmittelbar bevor. Deshalb hoffen wir, schon sehr bald das neue Chassis-Design präsentieren zu können", so Agag.

Inzwischen durften auch die Fahrer erstmals einen Blick auf das voraussichtliche Fahrzeugdesign werden. So auch ABT-Fahrer Lucas di Grassi, der sich begeistert zeigt: "Wir haben an den Tagen in Las Vegas die ersten Skizzen von dem neuen Auto gesehen, das ab der fünften Saison zum Einsatz kommen wird. Es sieht aggressiv und spektakulär aus."

Für di Grassi schlägt die Formel E einmal mehr genau den richtigen Weg ein. "Herstellern, Fans und Fahrern gefällt die Formel E schon jetzt sehr gut – und das wird sich in der Zukunft bestimmt noch steigern. Die Formel E entwickelt sich schneller und besser als jede andere Serie in der Welt. Ich bin überzeugt davon, dass sie schon bald zu den bedeutendsten Kategorien gehört."

Halo-Cockpit für die Formel E?

Möglicherweise hängt das Chassisdesign derzeit noch an einer Variable fest: Halo. Die Testarbeiten des potenziellen Sicherheitssystems für die Formel 1 wurden kürzlich fertiggestellt. Nun muss die FIA entscheiden, ob das Gestänge ab 2018 in der "Königsklasse" zum Einsatz kommen wird. Davon hängt womöglich auch das künftige Design der Formel E ab, denn sollte die Formel 1 Halo tatsächlich einsetzen, müssten alle anderen Formelserien der FIA nachziehen.

"Wenn die Formel 1 den Knopf drückt und Halo einführt, dann werden es alle FIA-Formelsport-Meisterschaften bei der Einführung des nächsten Autos auch bekommen", wird Laurent Mekies, Sicherheitsdirektor der FIA, von 'Motorsport-Total.com' zitiert. Betroffen wären beispielsweise die Serien GP2, GP3, die Formel-3-Europameisterschaft, nationale Formel-4-Klassen und eben die Formel E.

Allerdings dürfte Halo für jede Rennserie etwas anders ausfallen. Die Fahrzeuge sollen speziell für das jeweilige Halo designt werden, "weil man ein starkes Chassis und Cockpit braucht, um Halo einzusetzen", erklärt Mekies. Möglicherweise könnten die Arbeiten am neuen Formel-E-Fahrzeug bereits zu weit fortgeschritten sein, um das Auto noch auf Halo anzupassen. In diesem Fall würde das Sicherheitssystem wohl erst 2021 zur achten Saison kommen, wenn abermals ein neues Chassis eingeführt werden soll. Realistischer scheint jedoch eine Halo-Vorrichtung im nächsten Jahr.

Schon im August 2016 waren erste Gespräche über eine Schutzvorrichtung in der Formel E aufgekommen. Agag sagte damals über Schutzvorrichtungen wie Halo zu 'Autosport': "Wenn es sicher genug ist, werden wir wohl eine Art Cockpit-Schutz (in der Formel 1) sehen. Wahrscheinlich gilt das dann genauso für uns. Wir freuen uns, die Früchte der Formel-1-Testarbeit ernten zu können." Wir dürfen gespannt sein, mit welchem Design die Formel E nächstes Jahr an den Start gehen wird.

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