Formel E

M-TEC Mugen meldet Interesse an Formel E

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

M-TEC Mugen, ein japanischer Hersteller und weltweiter Vertreiber von sportlichem Zubehör für Honda-Fahrzeuge, gilt im Fahrerlager schon länger als potenzieller Konstrukteur für Antriebsstränge in der Formel E. Die Japaner, die sich insbesondere in der WTCC und Formel 3 engagieren, kamen bereits im vergangenen Oktober beim ersten Treffen der Beratergruppe für Formel-E-Hersteller einen Schritt auf die Elektroserie zu. Nun bestätigte ein Sprecher von M-TEC auch offiziell, dass man die Formel E ins Auge gefasst habe.

"Wir folgen den Entwicklungen der Formel E mit großem Interesse", verrät Colin Whittamore, der Europa-Beauftragte von M-TEC, gegenüber 'Omnicorse.it'. Noch habe man aber, so Whittamore, keine direkte Beteiligung an der Formel E.

Neben der Konstruktion von Motoren für das Honda-Team in der WTCC und für den HDFP-Rennstall in der japanischen Formel 3 könnte bald auch die Formel E eine größere Rolle spielen. Man wolle sich in einer FIA-Serie engagieren, in der es um die Entwicklung von Elektro- oder Hybridmotoren geht. "Für den Moment", so Whittamore, "gibt es aber noch nichts anzukündigen."

Der Mugen-Konzern wurde 1973 von Hirotoshi Honda, dem ältesten Sohn von Honda-Gründer Soichiro Honda, ins Leben gerufen. Zwischen 1991 und 2000 stellte man in der Mugen-Motorsportabteilung in Milton Keynes (unweit der Werke vom Red-Bull-F1-Team) Formel-1-Motoren auf Basis von Honda-Triebwerken her, ehe man sich in der japanischen GT-Meisterschaft engagierte und 2012 in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC einstieg.

M-TEC entwickelte bereits ein elektrisches Antriebssystem für das "Mugen Shinden"-E-Motorrad, welches erfolgreich bei der jährlichen "Isle of Man TT" eingesetzt wird. Nun könnte es Planungen für einen elektrischen Motor geben, der in der Formel E eingesetzt werden kann.

Ob und wann M-TEC Handlungen folgen lässt, bleibt ungewiss. Mit einer eigenen Antriebseinheit würde Mugen eine Option für Teams wie die japanische Aguri-Mannschaft, die in der laufenden Saison noch mit der Technik aus Saison eins fahren. Für die dritte Saison will Aguri, wie Teamchef Mark Preston bereits ankündigte, ein Aggregat bei einem Hersteller kaufen. M-TEC könnte früher oder später eine Option werden.

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