Formel E

McLaren: Entscheidung über Formel-E-Einstieg nicht vor Frühjahr 2022

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Lando-Norris-Kimi-Räikkönen-Styria-F1

Bereits im Januar dieses Jahres sicherte sich McLaren eine Option zum Formel-E-Einstieg zum Beginn der Gen3-Ära in der Saison 2022/23. Seither ist es still um das potenzielle Engagement des Rennstalls aus Woking geworden. Im Rahmen des Großen Preises von Abu Dhabi hat sich McLaren-CEO Zack Brown nun zum aktuellen Stand geäußert.

Mit einem möglichen Einstieg in die Elektrorennserie könnte die britische Marke ihre Präsenz in Serien außerhalb der Formel 1 ergänzen: Neben der IndyCar-Series bestreitet McLaren im kommenden Jahr auch die Extreme E. Im vergangenen Monat stellte das Team neben seiner Folierung auch das Fahrer:innen-Duo für seine Debütsaison vor, das aus Emma Gilmour und Tanner Foust bestehen wird.

Eine Entscheidung über einen möglichen Formel-E-Einstieg steht aber weiterhin aus. "Realistisch gesehen wird die Entscheidung wahrscheinlich in das erste Quartal des nächsten Jahres rutschen, womit wir aus technischer Sicht zufrieden sind", so Brown in Abu Dhabi, wo an diesem Wochenende das Saisonfinale der Formel-1-Weltmeisterschaft 2021 stattfindet, zu den Kollegen von 'Autosport'.

Damit ist auch klar, dass McLaren auf keinen Fall einen eigenen Antrieb entwickeln wird, sondern - wenn überhaupt - nur als Kundenteam eines anderen Herstellers antritt. Immerhin arbeitet beispielsweise Jaguar bereits seit einigen Monaten an seinem Gen3-Motor. Im April sollen die ersten Testfahrten mit den neuen 350 kW starken Antrieben stattfinden.

"Das, was unseren Zeitplan bestimmt, sind die technischen Vorbereitungen, die getroffen werden müssen, wenn wir einsteigen wollen", erklärt Brown weiter. Er sieht sich dennoch gut vorbereitet, sollte sich McLaren für einen Einstieg entscheiden. "Wir haben genug Vorarbeit geleistet, um eine Verschiebung des Zeitplans in Kauf nehmen zu können."

Zak Brown: "Müssen mit Status quo unserer Teams zufrieden sein"

Ursache für eine weitere Verschiebung der Entscheidung sei die Tatsache, dass sich ein Einstieg nicht negativ auf die bereits bestehenden Rennsportaktivitäten auswirken solle. "Wir sind derzeit einfach noch nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Wir müssen mit dem Status quo unserer IndyCar-, Formel-1- und Extreme-E-Teams zufrieden sein. Wir haben gerade unsere ersten Testtage in der Extreme E abgeschlossen und bereiten uns auf ein drittes Auto für die IndyCar-Serie im Jahr 2023 vor. Daher denke ich, dass es zu Beginn von Q1 sein wird, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen."

McLarens Option auf einen Formel-E-Einstieg läuft offiziell am Ende des Jahres aus. Eine Verlängerung der Frist gilt jedoch angesichts des verkleinerten Starterfeldes der Elektrorennserie nach dem Ausstieg von Audi nicht als ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil - der McLaren-Einstieg wäre für die nach den Ausstiegsankündigungen von Audi, BMW und Mercedes etwas gebeutelte Formel E ein deutliches Aufwärtssignal. Es ist nicht anzunehmen, dass dies am starren Festhalten an einer Frist scheitert.

Neben dem Einstieg in die Formel E steht auch die Möglichkeit einer Rückkehr von McLaren zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zur Diskussion, deren Reglement Brown zuvor als "sehr attraktiv" bezeichnet hatte. McLaren holte zuletzt 1995 den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Durch die Einführung eines neuen Reglements erfreut sich die Serie bei vielen Herstellern an Beliebtheit. Neben den Hypercars in der LMH-Kategorie können dort auch Boliden der LMdH-Kategorie um den Gesamtsieg kämpfen.

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2 Kommentare

Ricardo L. ·

"Eine Entscheidung über einen möglichen Formel-E-Ausstieg steht aber weiterhin aus."

Noch nicht mal drin und schon denken die über einen Ausstieg nach? ??

Ricardo L. ·

* :O ;P

(Emojis gehen hier nicht)

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