Formel E

Medienbericht: Norisring könnte Berlin schon 2027 im Formel-E-Rennkalender ersetzen

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

Seit ihrer ersten Saison trägt die Formel E ihre Deutschland ausschließlich in der Hauptstadt Berlin aus. Für 2027 könnte sich das aber möglicherweise ändern: Im Gespräch befindet sich der Norisring in Nürnberg, der seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des DTM-Rennkalenders ist.

Die Formel E und Berlin gehören seit der ersten Saison 2014/15 zusammen. Die deutsche Hauptstadt trägt seitdem ausschließlich die Rennen der Elektro-Rennserie in Deutschland aus.

In zehn der ersten elf Saisons wurden die Rennen dabei auf verschiedenen Streckenvarianten auf dem Flughafen Tempelhof ausgetragen. So auch im kommenden Mai, wenn der zwölfte Berlin E-Prix ansteht.

Laut der Kolleg:innen von The Race könnte sich das zum Start der Gen4-Ära, die Ende 2026 beginnen wird, ändern. Die Formel E soll sich schon seit 2025 mit der Stadt Nürnberg in Gesprächen befinden. Ein möglicher Termin für den ersten Nürnberg E-Prix wäre das Wochenende von 26. bis 27. Juni 2027.

Eine mögliche Überlegung seien hierbei Synergien und die gegenseitige Werbung mit der DTM, die ihre Rennen auf dem Kurs vorraussichtlich eine Woche später austragen würde.

Von einem Deal sei man aber noch weit entfernt. Oli McCrudden, Vizepräsident für Gastgeberstädte der Formel E, äußerte sich gegenüber The Race zu dem Thema: "Der Austragungsort muss in maximaler Kooperation mit der Stadt und den Zulieferern, die für den Aufbau der Strecke zuständig sind, berücksichtigt werden. Die Auswirkungen des Baus müssen für die Stadt möglichst gering gehalten werden."

Deutscher Markt sehr wichtig für die Formel E

Der deutsche Markt ist für die Formel E weiterhin extrem wichtig. Nicht zuletzt wegen dem Engagement von Porsche, die ab Saison 13 mit zwei Teams an den Start gehen werden. "Deutschland ist in diesem Sinne wie Großbritannien und muss im Kalender bleiben", so McCrudden weiter.

"Berlin war cool, aber nach zehn, elf Jahren im Kalender wird es vielleicht mal Zeit, etwas anderes zu machen und es etwas aufzufrischen. Die Option nach Tempelhof zurückzukehren, existiert aber weiterhin", sagte er abschließend.

Dodds: "Berlin ist eine ikonische Elektro-Rennstrecke"

Formel-E-CEO Jeff Dodds scheint vom Norisring als Rennstrecke jedenfalls überzeugt: "Als Straßenkurs ist er fantastisch!" Gleichzeitig wiegt er aber auch ab: "An die Strecke kommen massig Leute. Für Rennen ist das ein großartiger Veranstaltungsort. Andererseits gibt es viele Leute innerhalb der Formel E, die Berlin stark bevorzugen. Es ist Fakt, dass es mittlerweile eine ikonische Elektro-Rennstrecke ist, die wir zu unser Eigen gemacht haben."

Bereits 2016 war der Norisring für die Formel E im Gespräch. Damals musste man vom Flughafen Tempelhof abweichen. Zustande kam das jedoch nie. Ausgetragen wurde das Rennen letztendlich in Berlins Stadtmitte.

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