Formel E

Mehr Synergien & Infrastruktur: Nissan zieht mit Formel-E-Team in neues Hauptquartier nahe Paris

Timo Pape

Timo Pape

Fenestraz-Nissan-Formula-E

Das Formel-E-Team von Nissan zieht um. Von seinem nagelneuen Hauptquartier vor den Toren von Paris erhofft sich der Rennstall mehr Synergien mit dem eigenen Konzern und eine bessere Infrastruktur. Das gab Teamchef Tommaso Volpe erstmals im Rahmen einer Veranstaltung in Le Mans bekannt, bei der auch e-Formel.de zugegen war.

"Wir haben uns entschieden, in ein brandneues Hauptquartier zu ziehen", erklärt Volpe. "Es ist komplett neu, sogar das Gebäude an sich. Es liegt vor Paris, wo auch das Unternehmen Nissan sitzt. Der Umzug ist ein weiteres wichtiges Investment in dieses Projekt."

Nissan war zum Beginn der Gen2-Ära in die Formel E eingestiegen und zunächst vier Jahre lang als Partner und Hersteller von e.dams aufgetreten. Mitte 2022 kauften die Japaner dem französischen Privatteam die Startlizenz für die Formel E ab und treten seit Beginn der Gen3-Ära Anfang dieses Jahres als eigenständiges Werksteam in der Elektroserie an (wenngleich Teile des Personals übernommen wurden).

"Wir hatten das Team zwar von einem anderen Besitzer (e.dams) übernommen, blieben aber noch für eine Saison in derselben Fabrik, weil wir nicht noch mehr Unruhe in der Organisation schaffen wollten", erklärt Volpe. "Das sollte aber nicht auf Dauer sein, denn die Location des (e.dams-) Teams ist in Le Mans."

Volpe: "Mussten einfach näher dran ans Geschehen"

"Weil dies jedoch ein Unternehmensprojekt ist, mussten wir einfach näher dran ans Geschehen - näher an unsere Geschäftsführung, an unsere Techniker und Ingenieure. Das ist sehr wichtig", stellt der Nissan-Teamchef klar.

Wie wir in weiteren Gesprächen erfahren haben, spielte nicht nur die angedeutete Nähe zum Nissan-Sitz in Paris eine Rolle, sondern auch die ständigen Transfers zwischen Paris und Le Mans (2,5 Stunden mit dem Auto). Außerdem hat Nissan so die Möglichkeit, internationale Gäste und potenzielle Partner leichter mit dem Formel-E-Team in Kontakt zu bringen.

Nissan erlebte in den vergangenen Monaten einen regelrechten Aufschwung in der Formel E. Nach einem schwierigen Start in die Gen3-Ära zog der Hersteller letztlich sogar noch am eigenen Kundenteam McLaren vorbei - als Mercedes-Nachfolger immerhin amtierender Weltmeister - und sicherte sich somit den siebten Platz in der Team-WM. Neben Sacha Fenestraz greift im kommenden Jahr Rückkehrer Oliver Rowland für Nissan ins Lenkrad.

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