Formel E

Mercedes vor 2. Formel-E-Saison mit neuem Antrieb: "Werden sehen, ob sich das Risiko lohnt"

Svenja König

Svenja König

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Das Formel-E-Team des deutschen Autoherstellers Mercedes-Benz geht mit neuem Antriebsstrang und neuem Namen - Mercedes-EQ Formula E Team - in seine zweite Elektro-Saison. Dabei ist das Team noch bis kurz vor dem Jahreswechsel davon ausgegangen, mit dem Antriebsstrang aus der vorherigen Saison in Diriyya zu starten. Erst die Verlegung des Saisonauftaktes nach Diriyya habe es möglich gemacht, mit dem neuen Antrieb zu fahren.

Mercedes-EQ konnte während des ersten Lockdowns nicht am Formel-E-Antrieb arbeiten und sei so in Entwicklungsrückstand geraten. "Die Fabrik in Brixworth wurde nie geschlossen, aber das Formel-E-Projekt wurde komplett pausiert", berichtet Mercedes-Teamchef Ian James bei 'Motorsport.com'. "Wir haben uns stattdessen darauf fokussiert, Beatmungsgeräte herzustellen." Deshalb wollte Mercedes zunächst mit dem alten Antrieb in die neue Saison starten, um die Zeit, die man im Frühjahr verloren hatte, aufzuholen.

"Als es dann die Verschiebungen im Rennkalender gab, haben wir uns in die Augen geschaut und uns gefragt: 'Mit welchem Antrieb wollen wir in die Saison starten?' Durch die Verzögerung haben wir die Möglichkeit gesehen, den neuen Antriebsstrang nutzen zu können."

Aufgrund der Verschiebung des Santiago E-Prix hatte das Team sechs Wochen mehr Zeit, um den neuen Antriebsstrang weiterzuentwickeln und zu produzieren. Konzeptionell sei der Antriebsstrang vollkommen neu. Das hänge allerdings auch damit zusammen, dass Mercedes mit der Entwicklung dieses Antriebsstrangs schon begonnen hatte, als das Team noch kein einziges Formel-E-Rennen bestritten hat. "Es ist ein großes Risiko, und wir werden sehen, ob es sich lohnt oder nicht", sagt James weiter.

Vandoorne: "Nachtrennen ist etwas ganz Neues"

Zum Auftakt der ersten Weltmeisterschaftssaison der Formel E geht Mercedes auch mit einem leicht veränderten Namen an den Start. So strich das Team im Rahmen einer neuen Markenausrichtung den Nachnamen des Gründers Carl Benz und nennt sich fortan nur noch "Mercedes-EQ Formula E Team".

Der Diriyya E-Prix stellt in diesem Jahr nicht nur den Saisonauftakt dar, sondern ist auch das erste Nachtrennen der Formel-E-Geschichte. "Ein Nachtrennen ist etwas ganz Neues", sagt Stoffel Vandoorne. "Ich freue mich darauf herauszufinden, wie sich die Strecke unter Flutlicht fahren lässt und wie die Lichtverhältnisse sein werden."

An die Rennen im Vorjahr haben beide Mercedes-Piloten gute Erinnerungen. Stoffel Vandoorne schaffte es in beiden Rennen aufs Podest, Nyck de Vries bei seinem ersten Formel-E-Wochenende in die Top 10.

Nyck de Vries: "Wir versuchen, uns in jeder Hinsicht und in allen Details zu verbessern"

"Auf diesen Moment haben wir lange warten müssen", freut sich de Vries. "Seit dem Saisonfinale in Berlin ist einige Zeit vergangen. Wir wären zu Beginn dieses Jahr gerne in Santiago gefahren, aber dann musste der Saisonauftakt aus den bekannten Gründen verschoben werden. Umso mehr freuen wir uns jetzt darauf, endlich wieder auf die Strecke zu gehen und Rennen zu fahren."

"Wir hatten viel Zeit, um die Daten aus der vergangenen Saison zu analysieren und zu versuchen, uns in jeder Hinsicht und in allen Details zu verbessern", so der Niederländer weiter. "Hoffentlich bringt uns das ein bisschen mehr Performance ein. Wir sind alle heiß darauf, uns in dieser Woche in Diriyya zum ersten Mal in dieser Saison mit der Konkurrenz zu messen." Das erste Rennen der neuen Formel-E-Saison startet am Freitag um 18 Uhr deutscher Zeit.

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