Formel E

Mercedes will trotz Formel-E-Debakel 2021 in New York zurück an die WM-Spitze: "Sind bereit für den Kampf"

Timo Pape

Timo Pape

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Die Saisonläufe 11 und 12 der Formel-E-Weltmeisterschaft 2022 führen das Mercedes-EQ-Team am kommenden Wochenende (16./17. Juli) nach New York City. Nach zwei eher enttäuschenden Rennergebnissen wollen die "Silberpfeile" zurück an die Spitze der Meisterschaftswertungen.

Seit dem Debüt in Saison 3 (2016/17) haben bislang vier "Double-Header" in New York stattgefunden. Bei den insgesamt acht ausgetragenen Formel-E-Rennen gab es sechs verschiedene Sieger - nur Sam Bird konnte den E-Prix mehr als einmal gewinnen. Mercedes erlebte bei seinem US-Debüt vor einem Jahr hingegen ein Debakel: Sowohl der spätere Meister Nyck de Vries als auch Stoffel Vandoorne gingen in beiden Rennen leer aus.

"Für uns war New York bisher kein gutes Pflaster, aber hoffentlich können wir das dieses Jahr ändern und mit einem guten Ergebnis nach Hause kommen", sagt Vandoorne, der zwar zuletzt die WM-Führung abgeben musste, aber als Gesamtdritter weiter mitten im Titelkampf steckt. "Vor uns liegt ein sehr intensiver Monat mit den letzten sechs Rennen der Saison. Es ist jetzt wichtig, einen sehr guten Schlussspurt hinzulegen und einfach alles zu geben, (…) keine Fehler zu machen, und dann werden wir sehen, wie es läuft."

Für Teamkollege de Vries ist die Titelverteidigung eigentlich kein Thema mehr. Dennoch will der Niederländer an seine Erfolge zu Saisonbeginn anknüpfen: "Marrakesch hat vielleicht nicht die Ergebnisse gebracht, die wir uns erhofft haben, aber (…) es gab definitiv einige positive Aspekte, die wir aus diesem Wochenende mitgenommen haben. Ich hoffe, dass wir den positiven Schwung in das kommende Rennwochenende in New York mitnehmen können."

Teamchef Ian James weiß, wo er ansetzen muss

Der 2,32 Kilometer lange Stadtkurs weist 14 Kurven auf und verläuft durch das Brooklyner Stadtviertel Red Hook. Die Attack-Zone liegt auf der Außenseite in Kurve 10, der Zeitverlust beträgt etwa 1,1 Sekunden. Die besten Überholmöglichkeiten bieten sich in den Kurven 1 und 6. Auf der Start-/Zielgeraden erreichen die E-Rennwagen vor Kurve 1 einen Topspeed von 219 km/h.

Teamchef Ian James ist zuversichtlich, die Leistungsfähigkeit seines Teams in New York abrufen zu können: "Obwohl wir zu Beginn der Saison einige großartige Ergebnisse erzielt haben, konnten wir unser Potenzial in Marrakesch nicht ausschöpfen. Wir kennen jedoch die Gründe dafür und wollen bei dieser Veranstaltung wieder konkurrenzfähig sein. Der 'Double-Header' wird für viel Spannung auf den Straßen von New York City sorgen - und wir sind bereit für den Kampf!"

Nach 10 von 16 Saisonrennen führt Edoardo Mortara (139 Punkte) die Fahrerwertung mit elf Zählern Vorsprung vor Jean-Eric Vergne (128) an. Stoffel Vandoorne (125) belegt knapp dahinter Platz 3, Nyck de Vries reiht sich mit 73 Zählern auf Rang 7 ein. Mercedes-EQ belegt mit 198 Punkte hinter dem eigenen Kundenteam Venturi (205) und DS Techeetah (203) den dritten Platz in der Team-Weltmeisterschaft.

Das Rennwochenende in New York beginnt mit einem halbstündigen Freien Training am Freitagabend (22 Uhr - zu sehen im Livestream auf e-Formel.de). Danach folgen am Samstag und Sonntag jeweils ein weiteres Training, ein Qualifying und um 19 Uhr deutscher Zeit ein Rennen.

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