Formel E

“Mit 0,01 % ins Ziel” – Die Fahrerstimmen aus Peking

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Sebastien Buemi ist der erste Sieger der Formel-E-Meisterschaft 2015/2016. Der Schweizer dominierte das Rennen nach Belieben und beeindruckte die Konkurrenz. Lucas di Grassi wurde Zweiter, Nick Heidfeld rettete einen dritten Platz über die Linie. Die Formel E macht da weiter, wo sie im Juni in London aufgehört hat: Mit spannenden, unvorhersehbaren Rennen. Wir haben die Fahrerstimmen zum Peking ePrix für euch gesammelt.

Sebastien Buemi (e.dams, 1.): “Es hat sich ein wenig komisch angefühlt, so konkurrenzlos vor dem Feld zu fahren. Renault hat einen tollen Motor gebaut, und das Team hat fehlerfrei gearbeitet. Es war ein tolles Rennen. Ich freue mich schon auf Malaysia. Dann wird Nicolas (Prost) hoffentlich auch gute Punkte sammeln können.”

Lucas di Grassi (Abt, 2.): “Wir sind vor dem Rennen von Platz drei ausgegangen, deshalb ist es umso erfreulicher, dass wir eine Stufe weiter oben auf dem Podium stehen. Noch sind wir am Anfang der Saison und haben einige Dinge zu erledigen. Dass wir direkt im ersten Rennen auf dem Podest stehen können, motiviert das Team ungemein. Gratulation auch an Renault, die mit der Konstruktion ihrer Fahrzeuge einen großartigen Job gemacht haben.”

Nick Heidfeld (Mahindra, 3.): “Es war eine Überraschung. Im Test haben wir schon gesehen, dass die e.dams- und Abt-Fahrer gut dabei sein werden. Dass wir aber so viele Autos hinter uns lassen würden, hätte ich nicht gedacht. Das Team hat einen tollen Job über den Sommer gemacht. Die anderen hatten eine andere Strategie als ich, weshalb es am Ende mit der Energie knapp wurde. Wie auch immer: Dieses Mal ging das Rennen ohne Unfall vonstatten, ich bin glücklich.”

Loic Duval (Dragon, 4.): “Ich hatte meinen Spaß. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir auf dem Podest abgeschlossen hätten, aber so ist der Motorsport halt. Nick (Heidfeld) hatte ein Setup mit weniger Abtrieb als wir, weshalb er auf den Geraden schneller war. Ich konnte allerdings in den Kurven aufschließen. Es war ein enger und guter Kampf, nach e.dams sind wir vielleicht die zweitstärkste Kraft. Jetzt müssen wir daran arbeiten und uns in den kommenden Rennen auf den Sieg konzentrieren. Wir sind nämlich – wie auch im letzten Jahr – sehr gut im Energiemanagement.”

Oliver Turvey (NextEV, 6.): “Der Start war chaotisch, deshalb bin ich direkt in den Energiesparmodus gewechselt. Gegen Ende des ersten Stints konnte ich deshalb aufholen und Villeneuve überholen, die Full-Course-Yellow-Phase danach hat mir zusätzlich geholfen. Nach unserer schwachen Qualifikation ist der sechste Rang wohl die bestmögliche Position für mich gewesen.”

Robin Frijns (Andretti, 10.): “Dass ich am Ende langsamer geworden bin, lag nicht an meinem Team, sondern am Display auf meinem Lenkrad. Es zeigte mir an, dass ich noch 0,01 Prozent an Energie übrig hatte. Wenn ich diese aufgebraucht hätte, wäre ich disqualifiziert worden. Deshalb machte es keinen Sinn, das Auto über die Linie zu prügeln. Für Malaysia müssen wir außerdem ein wenig am Topspeed arbeiten. Da wir aber das gleiche Auto wie im letzten Jahr nutzen, wird das kein großes Problem werden.”

Nelson Piquet jr. (NextEV, 15.): “Das Wochenende war eine herbe Enttäuschung für uns. Als Sieger der letzten Meisterschaft herzukommen ist immer schwer, aber ganz besonders mit einem Auto, das Probleme macht. Heute war es die Software, auf die ich keinen Einfluss habe. Diese Aufgabe muss ich nun den Experten überlassen, die bereits wissen, wo sie ansetzen müssen. Wir müssen nun hart und eng zusammenarbeiten, um in den nächsten Rennen am Leben zu bleiben und nicht auf Safety-Car-Phasen zu vertrauen, die uns heute geholfen haben. Ich tue mein Bestes, und mein Team ebenso.”

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