Formel E

Mit Ladestopps & Hersteller-Teams: FIA plant elektrische GT-Rennserie ab 2023

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

In rund zwei Jahren könnte die FIA mit einer neuen Elektro-Rennserie an den Start gehen. Laut einem Bericht von 'Sportscar365' plant der internationale Automobil-Dachverband derzeit eine Kategorie für elektrisch angetriebene GT-Fahrzeuge, in der ab 2023 bis zu sieben Teams teilnehmen sollen. Die ersten Details zur Meisterschaft wurden kürzlich bei einem Treffen des Weltmotorsport-Rates (WMSC) beschlossen.

Der WMSC verabschiedete in der vergangenen Woche unter anderem das Technische Regelwerk für die GT-Kategorie, zu der Anfang 2021 unter dem Arbeitstitel "FIA Electric GT" weitere Entscheidungen gefällt werden sollen. Die eingesetzten Fahrzeuge sollen ähnlich leistungsstark wie aktuelle Boliden aus dem GT3-Reglement sein, das im kommenden Jahr auch in der DTM zum Einsatz kommt. Die Namensgleichheit mit den Veranstaltern der Electric Production Car Series (EPCS) ist dabei rein zufällig: Mit der seit Jahren geplanten Tesla-Serie soll die "neue" Electric GT nicht verwandt sein.

Laut dem Bericht sucht die FIA derzeit nach einem Promoter für ihre geplante GT-Serie. Bereits ab 2023 sollen in der internationalen Meisterschaft rund 40-minütige Rennen ausgetragen werden. Bei jedem Lauf soll offenbar ein Ladeboxenstopp verpflichtend sein, bei dem die Fahrzeuge dank Schnelllade-Technologie binnen drei bis vier Minuten circa 60 Prozent ihrer Akkukapazität nachladen könnten. Ein ähnlicher Plan besteht derzeit auch für die Formel E, für die ab der Saison 2022/23 ebenfalls Ladestopps geplant sind.

Auch elektrische TCR-Meisterschaft geplant

In der ersten Saison der elektrischen GT-Meisterschaft sollen mindestens 14 Fahrzeuge aus sieben Teams zum Einsatz kommen, anfänglich mit wenigstens zwei Hersteller-Einsätzen. Ab der dritten Saison (2025) könnte das Feld schließlich auf bis zu 20 Boliden aufgestockt werden. Mehrere Konstrukteure hätten bereits ihr Interesse angemeldet, darunter auch Audi und Porsche, heißt es. Die deutschen Automobilhersteller könnten die Serie nutzen, um ihre elektrischen Straßenfahrzeuge wie den RS e-tron GT oder den Taycan weiterzuentwickeln und zu bewerben.

Am Rande des WMSC-Treffens in Genf diskutierte die FIA zudem über die ersten Details für die Gründung einer elektrischen Tourenwagen-Meisterschaft, die als Pendant zur Pure ETCR aufgebaut werden könnte. Die ersten Entscheidungen aus der Tourenwagen-Kommission der FIA werden ebenfalls Anfang 2021 erwartet.

Foto: Porsche Newsroom

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