Mortara übernimmt Formel-E-WM-Führung, aber verliert Podium an Cassidy & Rowland: "Hier ist es immer ein wenig chaotisch"
Thomas Grüssmer
FIA Formula E
Abermals kann Edoardo Martara einen Start von der Pole-Position nicht in einen Rennsieg ummünzen. Für ihn reichte es am Formel-E-Samstag in Berlin nur für Platz 4. Nick Cassidy und Oliver Rowland sicherten sich vor ihm das Podium. Mortara kann sich dennoch freuen, da er nun die Führung in der Fahrer-WM-Wertung inne hat. Daran verschwendet er aber keinen Gedanken und nennt sein Ergebnis trotz allem positiv. Auch Cassidy und Rowland freuten sich im Nachgang über ihre Resultate.
Für Mortara begann das Rennwochenende erneut positiv. Sein Mahindra zeigte, wie so oft in dieser Saison, auf Anhieb eine starke Pace. Am Samstag sicherte er sich erneut die Pole-Position, konnte im Rennen die Pace aber nicht ganz halten und beendete den Tag schließlich auf Platz 4.
"Das Rennen war ein bisschen schwierig", so Mortara auf Nachfrage von e-Formel.de. "Hier ist es immer ein bisschen chaotisch. Das wissen wir auch. Wir waren vielleicht nicht so effizient wie die anderen, aber am Ende waren wir vom ersten Platz auch nicht so weit weg. Ich denke, wir haben das Beste rausgeholt und gute Punkte gemacht. Ich bin mit dem Tag zufrieden."
Mortara übernimmt WM-Führung
Apropos gute Punkte: Mit der heutigen Ausbeute von 15 Punkten hat Mortara nun die Führung in der Fahrer-WM übernommen. Rivale Pascal Wehrlein hatte während des Rennens ins Pech und musste nach einem Reifenschaden an die Box und fiel so bis ans Ende des Feldes zurück. Das Rennen beendete er punktlos. Mortara möchte sich aber noch keine Gedanken über die Weltmeisterschaft machen: "Dafür ist es noch zu früh."
Cassidy, der sich Platz 2 sichern konnte, sprach bei e-Formel.de über den Kampf üm das Podium: "Das war ein wirklich gutes Rennen. Am Ende kam es auf die Strategie an, denke ich. Bei uns dreien sah es bezüglich Speed und Energie sehr ähnlich aus. Das war ein guter Kampf."
Auch Rowland äußerte sich im Nachgang: "Das war gut. Wir haben versucht, es bestmöglich zu managen. Ich kämpfte während des ganzen Rennens mit der Banane des Autos. Ich denke, das war eines meiner stärken Rennen. Wir haben viel Positives, aber auch Bereiche gefunden, in denen wir uns für morgen verbessern müssen."
Am morgigen Sonntag wartet schon der zweite Teil des "Double-Headers" in Berlin-Tempelhof. Die Fahrer haben somit eine neue Gelegenheit, um Punkte zu kämpfen.
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