Formel E

"Nach 25 Rennen wurde es auch Zeit!" - Jake Hughes überglücklich nach erstem Karrierepodium in Formel E

Tim Neuhaus

Tim Neuhaus

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Im zweiten Shanghai E-Prix regnete es endlich wieder Punkte für McLaren - für Pole-Position und Podium. Eingefahren wurde dieser Erfolg von Jake Hughes, der sich gleichzeitig über sein erstes Formel-E-Podium überhaupt freuen durfte. Sein frisch auskurierter Sam Bird auf der anderen Seite der Garage patzte und schied aus. Die Laune des Papaya-farbenden Teams trübte dies aber nur wenig.

Zwar stand Hughes vor dem Shanghai E-Prix noch nie auf dem Podium, beeindruckte aber immer wieder mit seiner Qualifying-Pace. So auch an diesem Sonntag. Der Brite mit der Startnummer 5 arbeitete sich vor bis ins Finale der Duellphase gegen Stoffel Vandoorne. Jenen schlug er mit gerade einmal einer Tausendstelsekunde Vorsprung und sicherte sich damit die zweite Poleposition der Saison und seine vierte überhaupt.

Hughes verteidigt Podestplatz mit allem, was er hat

Den besten Rennstart erwischte er nicht: Noch vor der Schneckenkurve wurde Hughes von Vandoorne überholt. Von dort an hielt er sich die allermeiste Zeit in den Top 3 auf und beobachtete das Renngeschehen, ohne nach der Führung zu greifen. Diese Position war für ihn strategisch clever, und er konnte die nötige Energie sparen, um keinen weiteren Boden zu verlieren. Mit Jaguar-Pilot Nick Cassidy im Heck wurde die Schlussphase eine Herausforderung.

Der heikelste Moment zwischen den beiden ereignete sich in Runde 19. Cassidy wagte einen Angriff innen von Hughes in die Schneckenkurve hinein. Der Brite in McLaren-Diensten gab dem Tabellenführer aber nur den allernötigsten Platz. Zu wenig für Cassidy, der das Heck leicht verlor und in Hughes hineinrutschte. Die Kollision war minimal, jedoch wurde Cassidys Frontflügel von Hughes Hinterreifen beschädigt.

Podiumsfeier besser als kommende Geburtstagsfeier

Noch in derselben Runde gelang es Hughes, Norman Nato für den zweiten Platz zu überholen. An Porsche-Fahrer Antonio Felix da Costa fand der Brite dann aber keinen Weg mehr vorbei und blieb bis zur Zieldurchfahrt Zweiter. "Ich bin überglücklich! Nach 25 Rennen wurde es aber auch Zeit!", meinte er kurz nach Rennschluss.

Der Podestplatz bedeutete nicht nur Hughes viel, sondern ist auch eine echte Erleichterung fürs ganze Team: "Das Team hat es verdient, weil die letzten drei Monate für uns alle schwer waren. Es gab lange keine Punkte, und das in einem so vollen Kalender - ich bin froh, heute für etwas Erfolg gesorgt zu haben."

Tatsächlich war der Shanghai E-Prix die letzte Chance für den noch 29-Jährigen, ein Podest vor seinen 30ern zu erzielen. Für ihn ein Grund, gehörig zu feiern: "Mein Geburtstag wird sicher ein guter Tag, aber heute Nacht wird definitiv noch besser."

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1 Kommentare

Willi061 D ·

HALLO..Deine Darstellung der Situation ist dir wieder gelungen..Ich bin schon auf deinen nächsten Beitrag gespannt..Ich bleibe bestimmt dein Fan..ahoi Willi

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