Formel E

Nach 60 Strafplätzen in die Punkte: Marti wird Siebter beim Formel-E-Rennen in Mexiko-Stadt

Tim Neuhaus

Tim Neuhaus

Pepe-Marti-Mexiko

Pepe Marti hatte einen brisanten Einstieg in seine Formel-E-Karriere. Im ersten Rennen fuhr der Spanier, der zuvor in der Formel 2 erfolgreich unterwegs war, um ein Top-5-Ergebnis, ehe ein schwerwiegender Fehler zu einem großen Unfall führte, welcher ihm eine heftige Strafe für den Mexico City E-Prix einbrachte. Umso sensationeller war es, dass der Spanier in Mexiko dennoch seine ersten Punkte in der Formel-E-Weltmeisterschaft sammeln konnte!

Vor dem großen Erfolg gab es aber zunächst einen weiteren Rückschlag. Im 2. Freien Training fand das Cupra-Kiro-Team ein technisches Problem an seinem Auto. Aufgrund eines defekter Inverters musste dieser ausgetauscht werden, außerdem wechselte das Team noch den Elektromotor und das Getriebe. Die Folge waren 60 Strafplätze für den E-Prix. Da diese Anzahl an Strafplätzen natürlich nicht mit seiner Startposition verrechnet werden konnte, musste Marti in der ersten Runde des Rennens eine 10-Sekunden Stop-and-Go-Strafe antreten und verlor so rund 40 Sekunden auf das gesamte Feld.

Safety-Car ermöglicht Aufholjagd

Dem Spanier blieb nach dem Verbüßen der Strafe nichts anderes übrig, als Energie zu sparen, sich nicht überrunden zu lassen und auf ein Safety-Car zu hoffen. Nyck de Vries' Ausfall kurz nach Rennmitte brachte die ersehnte Neutralisierung, Marti konnte zumindest wieder an das Feld anschließen. Für die restliche Renndistanz hatte man sich so perfekt in Position gebracht. Der junge Spanier hatte noch beide Attack-Modes und rund sieben Prozent mehr Energie zur Verfügung als die Konkurrenten vor ihm.

Es folgte eine Aufholjagd, die man so von einem Routinier erwarten würde. Mithilfe seines ersten Attack-Modes schaffte er es bis auf Platz 9. Die zweite Phase mit der Extraleistung brachte ihn einen weiteren Platz nach vorne. Schlussendlich konnte er in der letzten Runde noch Nico Müller überholen und fuhr als Siebter über die Ziellinie - sechs WM-Punkte für den Rookie von Cupra Kiro!

Marti überaus zufrieden mit seinem Team

Mit diesem Ergebnis steht er nun weit über seinem Teamkollegen Dan Ticktum in der Weltmeisterschaft, der im Gegensatz dazu allerdings auch vom Pech verfolgt schien. Marti fasst das Rennen in einem Satz zusammen: "Alles in allem ist das ein großartiges Ergebnis!"

Der Dank an sein Team fiel wesentlich ausführlicher aus: "Zuallererst hätten wir ohne das Team nicht um Punkte kämpfen können, da sie nach Sao Paulo ein neues Auto aufgebaut hatten, das gut funktionierte. Wir haben die Stop-and-Go-Strafe korrekt ausgeführt, was nicht immer reibungslos verläuft, und das Team hat strategisch hervorragende Arbeit geleistet", lobt er.

Marti hat sich bereits nach seinem zweiten Rennen als vielversprechendes Talent der Elektrorennserie etabliert und hat bereits deutlich mehr Punkte erzielt, als sein Vorgänger David Beckmann in der gesamten Saison 2024/25. Ob seine Performance in Miami wieder ähnlich gut wird, erfahren wir am 31. Januar, wenn die Formel E in den USA ihren dritten Saisonlauf austrägt.

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