Formel E

Nach Elektro-Debüt in Berlin: Sette Camara liebäugelt mit "sehr interessanter" Formel E

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nach seinem Formel-E-Debüt beim Saisonfinale in Berlin könnte sich Sergio Sette Camara auch ein längerfristiges Engagement in der Elektroserie vorstellen. Der Brasilianer ersetzte in der Hauptstadt bei Dragon den ehemaligen Formel-1-Fahrer Brendon Hartley und konnte vor allem im Qualifying mehrere Ausrufezeichen setzen. Ob er bereits 2021 wieder in der Formel E startet, ist derzeit allerdings ungewiss.

"Im Moment gehört die Formel E zu den attraktivsten Serien der Welt", sagte Sette Camara auf Nachfrage von 'e-Formel.de' während der letzten Pressekonferenz in Berlin. "Ich weiß noch, wie klein sie vor sechs, sieben Jahren war und wie schnell sie gewachsen ist. Die Organisation macht einen guten Job, und die Hersteller sind sehr interessiert. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich im nächsten Jahr will. Aber es macht für jeden Fahrer Sinn, hier zu fahren."

Bei seinem Debüt in Berlin konnte der 22-Jährige zwar keine Punkte sammeln und verbuchte als bestes Ergebnis einen 15. Platz. Im Qualifying konnte er dennoch für einige Überraschungen sorgen: Bei drei von sechs Rennen startete er vor seinem Teamkollegen Nico Müller, sein bester Startplatz war zweimal Rang 9.

"In der Formel E ist es sehr wichtig, Erfahrung zu haben. Deshalb ist es so schwer für die Teams, einen Fahrer 'von außerhalb' aufzunehmen. Die Fahrzeuge sind komplett anders", weiß Sette Camara. Trotzdem hofft er: "Wenn man zeigen kann, dass man ein guter Fahrer ist und das Energiemanagement beherrscht, dann bekommt man vielleicht so etwas wie eine Einladung für einen späteren Zeitpunkt."

Nach dem Berlin E-Prix plante der Brasilianer ursprünglich nach Japan zu reisen, um dort beim Saisonauftakt der Super Formula an den Start zu gehen. Aufgrund von Reisebeschränkungen wurde ihm jedoch die Ausstellung eines Visums verwehrt, weshalb er am vergangenen Wochenende stattdessen das Alpha-Tauri-Formel-1-Team beim Großen Preis von Belgien begleitete. In diesem Jahr ist er der offizielle Reservefahrer für den italienische Rennstall sowie dessen Schwester-Team Red Bull Racing.

Über zu wenig Beschäftigung kann Sette Camara also nicht klagen. Ob er im nächsten Jahr zusätzlich in der Formel E antreten kann, steht nicht zuletzt deshalb weiterhin "in den Sternen". Trotzdem betont er: "Auch wenn ich noch nicht weiß, was im nächsten Jahr passiert, ist die Formel E sicherlich eine sehr interessante Serie."

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

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