Formel E

Nach F1-Karriereende: Formel-E-Fahrer verabschieden Sebastian Vettel und laden ihn ein, "um dich zumindest einmal zu schlagen"

Timo Pape

Timo Pape

Vettel-Aston-Martin

Diese Nachricht erschütterte am Donnerstag die Motorsportwelt wie ein Erdbeben: Sebastian Vettel beendet nach der aktuellen Saison 2022 seine Formel-1-Karriere. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, so die Begründung. Ob der Deutsche dem Rennsport in anderer Form treu bleibt, ist ungewiss. DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne würde jedenfalls gern in der Formel E gegen ihn antreten.

"Danke, Seb! Für alles, was du zu unserem Sport beigetragen hast. Das Erbe, das du hinterlässt, ist immens", leitet Vergne mit einem Tweet ein. "Es war ein Privileg, (als Toro-Rosso-Pilot in der Formel 1) gegen dich fahren zu dürfen. Wir werden dich sehr vermissen. Wenn du das Rennfahren je vermissen solltest, komm bitte in die Formel E, um mir die Chance zu geben, dich zumindest einmal zu schlagen."

Erst im Mai hatte Vergnes Teamchef, Thomas Chevaucher, ähnliches im Sinn. Der Franzose lud den viermaligen F1-Weltmeister Vettel zu einer Formel-E-Testfahrt ein. Ganz unverbindlich, nur um den Elektrorennwagen von DS einmal zu testen. Eine öffentliche Reaktion Vettels blieb aus.

Der dreifache Vater begründete seinen Formel-1-Rücktritt im Alter von 35 Jahren mit seinem Privatleben. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und seine Kinder aufwachsen sehen. Bei derzeit 22 Grands Prix im Rennkalender der Formel 1 nachvollziehbar.

Ob er den Helm endgültig an den Nagel hängen wolle, ließ der Heppenheimer allerdings offen. Fakt ist: Die Formel E würde seinen Terminkalender mit voraussichtlich 13 Rennwochenenden im kommenden Jahr deutlich entspannen. Zudem setzt sich Vettel in den vergangenen Jahren vermehrt im Kampf gegen den Klimawandel ein. Die Formel E dürfte besser zu seinen werten passen als alle anderen Rennserien.

Weitere Formel-E-Fahrer salutieren Vettel

Nicht nur Vergne äußerte sich öffentlich zum F1-Aus Vettels. So schrieb etwa sein Teamkollege Antonio Felix da Costa, der während Vettels Red-Bull-Zeit Test- und Ersatzfahrer des Teams war: "Danke Seb, genieß deinen Ruhestand. Und danke, dass du mich hin und wieder dein Auto hast fahren lassen."

Auch Dragon-Pilot Antonio Giovinazzi, seines Zeichens Test- und Ersatzfahrer bei Ferrari, als Vettel für die Italiener fuhr, setzte einen Post ab. Er nutzte für seinen Ex-Teamkollegen jenen italienischen Spruch, mit dem sich Vettel in Abu Dhabi 2020 am Funk von seinem Ferrari Team verabschiedet hatte: "Ihr seid das Rote Team, leidenschaftlich, ihr werdet niemals aufgeben. Mein nächster Stopp naht, ich war gerne bei euch. Ich habe eure Magie gespürt, was für ein außergewöhnliches Gefühl." Giovinazzi schließt mit einem simplen: "Danke für alles, Seb."

Von den Formel-E-Teams äußerste sich ROKiT Venturi Racing zum Vettel-Abschied: "Legende. Danke, dass du so viele inspiriert hast." Ob und in welcher Form Vettel dem Motorsport treu bleiben wird, bleibt abzuwarten. Die Formel E würde ihn in jedem Fall mit offenen Armen begrüßen.

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