Formel E

Nach F1-Rangelei: Max Verstappen muss gemeinnützige Arbeit bei Formel E in Marrakesch ableisten

Timo Pape

Timo Pape

Was für eine kuriose Meldung kurz vor dem zweiten Formel-E-Rennen der Saison: Wie unsere Kollegen von 'e-racing365' herausfanden, wird Max Verstappen den Marrakesch E-Prix besuchen. Jedoch nicht als Zuschauer, sondern um den ersten Teil einer viel diskutierten Strafe abzusitzen: Der Red-Bull-Formel-1-Fahrer hatte sich vor genau zwei Monaten beim Grand Prix von Brasilien zu einem Handgemenge mit Esteban Ocon hinreißen lassen und eine entsprechende Disziplinarstrafe von der FIA erhalten.

Auf Anweisung des Automobil-Weltverbands hin soll Verstappen den Rennsamstag der Formel E an der Seite der Rennkommissare verbringen, um deren Arbeit im Detail kennenzulernen und am eigenen Leib zu erfahren, was alles zu den Aufgaben einer Rennleitung bei einem FIA-Rennen gehört. Der ehemalige Formel-1- und Formel-E-Fahrer Vitantonio Liuzzi, der an diesem Wochenende zum wiederholten Male als Fahrer-Berater der Stewards auftritt, wird Verstappen dabei an die Hand nehmen.

Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' erklärte die FIA: "Max Verstappen besucht den E-Prix in Marrakesch als Folge der Entscheidung der Rennkommissare beim Grand Prix von Brasilien 2018. Verstappen wird (einen) Tag als Beobachter bei den Rennkommissaren verbringen und deren Arbeit bei einer internationalen Großveranstaltung auf höchstem Niveau genau verfolgen. Das ist Teil der erzieherischen und aufklärenden Maßnahme, die die FIA in diesem Fall ergriffen hat."

Beim Großen Preis von Brasilien war Verstappen auf dem Weg zum Rennsieg zunächst mit Esteban Ocon kollidiert. Nach dem Rennen beim obligatorischen Wiegen stellte er den Force-India-Fahrer zur Rede, beleidigte und schubste ihn vor laufenden Kameras. Es folgte die besagte Disziplinarstrafe der FIA.

Dass sich die FIA ausgerechnet das Formel-E-Rennen in Marrakesch für die Strafvollstreckung ausgesucht hat, könnte schlichtweg mit Verstappens Terminkalender zusammenhängen, zumal Marokko nicht allzu weit von Europa entfernt liegt. Ob Verstappen allerdings gleich beide Tage seiner gemeinnützigen Arbeit mit dem Marrakesch E-Prix abgelten wird, ist noch unklar.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

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