Formel E

Nach Formel-E-Topspeed-Rekord: Sebastien Buemi gewinnt 1. Freies Training in Sao Paulo

Timo Pape

Timo Pape

Sebastien-Buemi-Close-up-Envision-Formula-E

Sebastien Buemi hat das 1. Freie Training der Formel E in Sao Paulo für sich entschieden. Der Schweizer im Envision setzte sich dabei gegen Sacha Fenestraz (Nissan) und Dan Ticktum (Nio 333) durch. In einer weitgehend ereignisarmen ersten Session in Brasilien wurden die schnellsten Höchstgeschwindigkeiten der bisherigen Formel-E-Geschichte gemessen. Den Bestwert erzielte Buemi mit 266,5 km/h.

Das 1. Freie Training in Brasilien begann pünktlich um 20:30 Uhr deutscher Zeit bei strahlendem Sonnenschein und mit der üblichen Full-Course-Yellow-Übung. Nach gut fünf Minuten sprang Pascal Wehrlein mit seinem Porsche auf die erste Position. Die Rundenzeiten lagen zum Auftakt des Rennwochenendes bei rund 1:14 Minuten.

Für den ersten kleinen Aufreger sorgte Stoffel Vandoorne: Der amtierende Meister verschätzte sich beim Einlenken in Kurve 1 und rutschte frontal gegen die TecPro-Barriere in der Schikane. Der Einschlag war jedoch sanft, sodass sein DS Penske nur minimalen Schaden nahm.

Auch Lokalmatador Sergio Sette Camara verbremste sich am Ende der langen Start-Ziel-Geraden. Der Nio-333-Pilot fuhr im Gegensatz zu Vandoorne jedoch außen um die TecPro-Bande herum und kehrte so auf die Strecke zurück. Wehrlein tat es ihm gleich. An der Spitze des Feldes lag nach dem ersten Drittel der 30-minütigen Session Jake Hughes im McLaren, der eine gute Frühform zeigte.

Formel E schnell wie noch nie

Gegen Halbzeit wurden die bis dahin schnellsten Topspeeds der Formel-E-Geschichte gemessen: Mit 257 km/h führte Jean-Eric Vergne diese Wertung zunächst an. Später verbesserte Buemi diesen Wert auf 266,5 km/h. Dann passierte einige Minuten nichts Nennenswertes. Hinter Hughes folgte Mitch Evans im Jaguar vor Norman Nato, Antonio Felix da Costa und Sacha Fenestraz - drei Nissan-Fahrzeuge in den Top 5! Gut zehn Minuten vor Schluss erschienen schließlich wieder Rundenzeitverbesserungen auf dem Monitor.

Hughes purzelte binnen weniger Minuten ans Ende der Top 10, weil sich zahlreiche Piloten verbesserten. Vandoorne führte das Feld zwischenzeitlich vor Jake Dennis und Rene Rast an. Dann konterte Hughes allerdings und übernahm wieder die Spitze. Lang sollte er jedoch nicht dort verweilen, denn Sebastien Buemi setzte mit zwei "pinken" Sektorenzeiten eine neue Bestmarke. Auch die Mahindra-Fahrer Oliver Rowland und Lucas di Grassi versuchten sich mit Vollstrom, verbremsten sich aber beide heftig vor Kurve 1 und mussten abkürzen.

In den letzten Minuten wurde es noch einmal sehr voll auf der Strecke. Verbesserungen gab es - wohl auch deshalb - jedoch kaum noch. Abgesehen von Sacha Fenestraz, der noch auf Platz 2 vorrückte und das Potenzial des Nissan unterstrich. Die Session ging jedoch an Sebastien Buemi mit einer Rundenzeit von 1:12.341 Minuten. Die Top 5 komplettierten Ticktum, Vandoorne und Evans. Das 2. Freie Training der Formel E beim Sao Paulo E-Prix findet am Samstag um 11:30 Uhr (MEZ) statt - zu verfolgen im Livestream und Liveticker auf e-Formel.de.

Ergebnisse & Zeiten

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