Formel E

Jetzt Mehrheitseigner: Liberty Global erwirbt Formel-E-Anteile von Warner Bros. Discovery

Timo Pape

Timo Pape

Formula-E-Cars-Shanghai-Blurry

Liberty Global übernimmt die von Warner Bros. Discovery gehaltenen Anteile an der Formel E. Mit insgesamt 65 Prozent hält der US-amerikanische Medienkonzern somit künftig eine Mehrheitsbeteiligung an der Elektrorennserie. Das gab die Formel E am Donnerstag offiziell bekannt.

"Wir freuen uns, eine Mehrheitsbeteiligung an der Formel E zu übernehmen - einem Unternehmen, in das wir bereits vor fast zehn Jahren investiert haben", sagt Mike Fries, CEO von Liberty Global. Die Formel E habe enormes Potenzial für weiteres Wachstum und setze gleichzeitig die fortschrittlichsten Nachhaltigkeitsstandards im Sport.

"Die Investition setzt unseren Ansatz der disziplinierten Kapitalrotation in unserem Ventures-Portfolio und unsere Strategie fort, langfristige Investitionen in hochattraktive Unternehmen zu tätigen", erklärt Fries weiter. Liberty ist neben der Formel E auch im Besitz der Formel 1, die sich künftig ebenfalls nachhaltiger aufstellen wird.

Jeff Dodds, CEO der Formel E, kommentiert die Übernahme wie folgt: "Zunächst möchte ich mich bei Warner Bros. Discovery für die Unterstützung und Beratung bedanken, die sie der Formel E in den letzten neun Jahren gegeben haben."

Es ist wahrscheinlich, dass der Anteilsverkauf von Discovery auch Auswirkungen auf die internationalen Übertragungen der Formel E haben wird. Schließlich zählt auch Eurosport zum Discovery-Konzern und übertrug die Elektroserie viele Jahre lang in mehreren Ländern im TV und Livestream.

Formel-E-CEO Dodds: "Planen eine Periode exponentiellen Wachstums"

Nach den Abschiedsworten an Discovery richtet Dodds den Blick nach vorn: "Liberty Global hat eine nachgewiesene Erfolgsbilanz beim Aufbau und Wachstum von Unternehmen, und ihre Investition in uns kommt zum perfekten Zeitpunkt, da wir eine Periode exponentiellen Wachstums planen", so der Brite.

Der Glaube Libertys an die Formel E sei eine eindrucksvolle Bestätigung für das enorme Potenzial der Serie, findet Dodds und ergänzt: "Da ich das Führungsteam von Liberty seit über einem Jahrzehnt persönlich kenne und mit ihm zusammengearbeitet habe, freue ich mich darauf, dass wir weiter von seiner Expertise und seinen Ressourcen profitieren können."

Liberty investierte bereits frühzeitig in die Formel E und vergrößerte seine Anteile in den vergangenen Jahren mehrfach. 2016 kaufte das Unternehmen von Medienmogul John Malone außerdem die Formel 1. Inwiefern der Konzern langfristig beide Serien parallel betreiben will, steht in den Sternen - erhöht sich doch der Elektroanteil in der "Königsklasse" ab 2026 abermals...

Zurück

1 Kommentare

Peter ·

Der letzte Satz trifft auch meine Befürchtungen. Aktuell hat die Formel E noch die Exklusivrechte für elektrischen Formelsport. Das dürfte nun nichts mehr wert sein. Sollte die Formel 1 in den 2030ern vollelektrisch werden wollen, wird Liberty nicht bis nach 2039 warten.
Hoffen wir trotzdem das bis dahin Liberty die Formel E voranbringt und sie vielleicht in ihrer Einzigartigkeit auch länger erhalten bleibt.

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 9 plus 9.