Formel E

Nick Heidfeld: Kampf mit dem Batteriemanagement

Timo Pape

Timo Pape

Nick Heidfeld belegte nach der Disqualifikation von Abt-Pilot Lucas di Grassi beim Mexico City ePrix Platz acht und holte erneut wichtige Punkte für das Mahindra-Team. Der achte Platz war allerdings hart erkämpft, denn der Mönchengladbacher hatte mit physischen Schwierigkeiten und Batterieproblemen zu kämpfen.

"Es war ein sehr hartes Rennen, bis ich schließlich die vier Punkte erreichte. Natürlich habe ich gehofft, dass ich zum Rennende weiter nach vorne kommen würde, und so geschah es auch", sagt Heidfeld. "Die Strecke war sehr wellig und für alle Fahrer eine Herausforderung. Es gab so viele Zwischenfälle und Fehler während des Rennens."

Nach seiner Handoperation musste Heidfeld auch körperlich ans Limit gehen: "Es ist physisch ein anstrengendes Rennen für die Arme gewesen, da man permanent am Korrigieren des Fahrzeugs war." Die Schwierigkeit sei aber vor allem das Energiemanagement gewesen: "Die Pace des Autos war gut, aber im ersten Stint musste ich oft pushen und meine Position verteidigen. Ich musste mich mehr als die anderen Fahrer zurückhalten. Die Ursache dafür versuchen wir noch herauszufinden."

"Normalerweise sind wir beim Energieverbrauch im Rennen immer sehr gut unterwegs gewesen. Ich musste daher sehr vorsichtig mit meinem Energiehaushalt in den letzten Runden umgehen, es war aber ein angenehmer Kampf", sagt Heidfeld.

Teamkollege Bruno Senna kam letztlich auf Platz zehn, beide Mahindra-Piloten schafften also den Sprung in die Top 10. Allerdings herrschte im Lager der Inder keinesfalls Zufriedenheit, denn Teamchef Dilbagh Gill hatte sich von der Mexiko-Premiere mehr erhofft: "Für uns war es ein enttäuschendes Rennen. Wir gingen davon aus, mit der Spitze noch besser mithalten zu können", sagt Gill.

Zumindest mit dem Boxenstopp zeigte sich der Inder zufrieden: "Es freut mich, dass wir die Boxenstopps wesentlich schneller hinbekommen haben. Wir hatten auch schwer daran gearbeitet. Der Stopp kam uns zugute, sodass wir einige Positionen gewinnen konnten. Unser Ziel wird nun sein, unsere Qualifying-Runden zu verbessern und für die zweite Saisonhälfte Boden gut zu machen."

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