Formel E

Nio bleibt auch in Puebla punktlos: "Definitiv nicht der Tag, den wir uns erhofft hatten"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Enttäuschendes Wochenende für das Nio 333 Formula E Team: Wie bereits in Monaco blieben beide Fahrer in Puebla ohne Punkte, im zweiten Rennen sah sogar keiner der Piloten das Ziel. Insbesondere die Aufholjagd von Tom Blomqvist am Samstag und seine Qualifying-Pace am Sonntag machen dem Team jedoch Hoffnung.

Während sich Oliver Turvey im Qualifying am Samstag die 15. Startposition sicherte, leistete sich Blomqvist einen Fahrfehler auf seiner Runde, sodass es am Ende, nachdem beide Dragon-Piloten rückversetzt wurden, nur zu Startplatz 22 reichte. Sowohl Turvey als auch Blomqvist konnten sich im Rennen jedoch nach vorne arbeiten. Im Ziel verpassten sie mit den Plätzen 11 und 13 die Punkteränge nur um wenige Sekunden. allein Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne machte mehr Positionen gut als Blomqvist.

"Der Start zum Rennen war stark, und ich konnte in der ersten Runde ein paar Positionen gutmachen", so Turvey nach dem E-Prix. "Danach haben wir das Rennen gut gemeistert. Ich habe das Gefühl, dass wir mit Platz 11 das Maximum herausgeholt haben. Es war frustrierend, eine Top-10-Platzierung knapp zu verpassen, aber ich bin froh, dass wir dank der harten Arbeit des Teams einige Verbesserungen erzielt haben."

Blomqvist analysiert sein Rennen am Samstag ähnlich: "Wir haben im Rennen das Beste gegeben und eine riskante Strategie gewählt", findet er. "Im Qualifying hatten wir das Potenzial, im Mittelfeld zu liegen, aber ich habe in einer der Kurven etwas zu hart gepusht. Das Team hat super hart gearbeitet und in einigen Bereichen Fortschritte gemacht. Wir müssen weiter arbeiten, denn uns fehlt noch ein bisschen Pace."

Startposition 9 das Highlight am Sonntag

Am Sonntag deutete Blomqvist mit dem zwölften Platz im einzigen Freien Training an, dass er angreifen und sein Ergebnis vom Vortag noch toppen könnte. Turvey hatte jedoch mit Bremsproblemen zu kämpfen, die ihn auch im Qualifying behinderten. So rutschte er einmal leicht gegen die Streckenbegrenzung und qualifizierte sich für den 20. Platz. Blomqvist konnte die Pace des Nio-Antriebs auf eine Runde unter Beweis stellen und ging von Position 9 ins Rennen.

Dort lief es dann alles andere als optimal für die beiden Fahrer: Turvey wurde in der Anfangsphase des Rennens von Sergio Sette Camara (Dragon) getroffen und fiel gegen Rennhalbzeit mit einem technischen Defekt aus. "Der Rennstart verlief gut, und ich konnte mich in den ersten Runden nach vorne arbeiten", so Turvey über sein Rennen am Sonntag.

"Dann hatten wir leider ein technisches Problem, und ich verlor Leistung. Eine rote Warnleuchte ging an, sodass wir das Auto abstellen mussten. Ich bin sicher, dass das Team das Problem untersuchen wird und wir beim nächsten Mal in New York stärker zurückkommen werden."

Auch Blomqvist hatte Feindkontakt und verlor in der Folge viele Positionen. In der vorletzten Runde brach die Radaufhängung seines Boliden, sodass er in die TecPro-Barriere prallte und das Rennen aufgeben musste. "Wir wussten, dass das Rennen eine Herausforderung für uns werden würde, und es war von Anfang an ein totales Chaos", fasst er sein Rennen zusammen. "Ich hatte in den ersten paar Runden einige Berührungen, und mein Auto wurde stark beschädigt. Leider hatte ich keine gute Pace und fiel dadurch zurück. Wir entschieden uns dazu, an die Box zu kommen, um ein paar beschädigte Teile zu wechseln - zum Beispiel den Frontflügel."

"Wir gingen danach noch einmal raus, um zu versuchen, noch ein paar Runden zu fahren", ergänzt er. "Aber dann hatten wir leider ein Problem, das mich zum Anhalten zwang. Es war ein enttäuschendes Rennen, aber es gibt auch Positives zu berichten, denn wir haben in einigen Bereichen Schritte nach vorne gemacht."

Teamchef Silk lobt Fahrer: "Haben sich perfekt an den Plan gehalten"

"Ich muss sagen, dass sowohl Oliver als auch Tom super Rennen gefahren sind", findet Nio-333-Teamchef Christian Silk. "Sie haben sich perfekt an den Plan gehalten, hart gepusht und sich aus Schwierigkeiten herausgehalten. Dass Oliver sich auf Platz 17 qualifizierte und das Rennen auf Platz 11 beendete, ist ein Beweis für seine Fahrweise und den guten Job, den das Team gemacht hat. Tom fuhr ein ebenso beeindruckendes Rennen. Nachdem er sich auf Platz 24 qualifiziert hatte, kam er auf Platz 13 ins Ziel."

"Toms Auto wurde schon sehr früh im Rennen am Sonntag beschädigt", erklärt Silk das Performanceproblem von Blomqvist. "Ein Zwischenfall mit mehreren Autos hat die Balance seines Autos dramatisch durcheinandergebracht und sein Rennen ruiniert. Gegen Ende des Rennens brachten wir das Auto in die Box, um den beschädigten Frontflügel zu wechseln und das Auto zu überprüfen. Wir schickten Tom noch einmal raus, um immerhin das Ziel zu erreichen. Aber leider gab es einen Defekt, und das Auto blieb auf der Strecke stehen."

"Olivers Rennen begann zumindest besser, er fuhr nach Plan mit einem konkurrenzfähigen Tempo", so Silk über Turvey. "Doch dann hatten wir ein technisches Problem und mussten das Auto abstellen. Es war definitiv nicht der Tag, den wir uns erhofft hatten, aber so ist der Rennsport. Es ist sehr offensichtlich, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben, was die Leistung angeht. Beide Fahrer haben positive Kommentare zur Rennpace abgegeben."

Nio 333 liegt damit immer noch mit 18 Punkten auf dem zwölften und letzten Platz der Teamwertung. Der Rückstand des chinesisch-britischen Teams auf Platz 11, den Dragon Penske Autosport belegt, beträgt 24 Zähler. Die nächste Chance für Nio 333, Punkte zu holen, gibt es am 10. und 11. Juli beim "Double-Header" in New York City.

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