Formel E

Nyck de Vries nach Sieg an dramatischem Formel-E-Sonntag in Tokio: "Möchte den Göttern danken"

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

Nyck-de-Vries-Mahindra-Racing-Tokyo-Podium-spraying-champagne

Mahindra-Pilot Nyck de Vries triumphiert am Sonntag in Tokio! Das zweite Rennen des "Double-Headers" sorgte einmal mehr für eine Menge Dramatik und stellte die Fahrer-Weltmeisterschaft erneut auf den Kopf. Bei wechselnden Bedingungen behielt de Vries die Nerven und sicherte sich seinen zweiten Sieg der Saison.

Eigentlich war es Teamkollege Edoardo Mortara, der die besten Vorraussetzungen für den Sieg hatte. Während de Vries von Platz 5 aus ins Rennen startete, ging Mortara das Rennen von der Pole-Position aus an. Bei nasser Strecke ließ Mortara zunächst nur Antonio Felix da Costa passieren. Lange Zeit sah es so aus, als würden der Jaguar-Pilot und der Schweizer den Sieg unter sich ausmachen.

Reifendruck macht erneut den Unterschied

Rund um Runde 20 fielen sowohl Mortara als auch Felix da Costa zurück und spielten im Kampf um den Sieg in der Folge gar keine Rolle mehr. De Vries hingegen hielt sich lange zurück, blieb aber stetig innerhalb der Top 10. Seine Seite der Garage entschied sich nämlich für den Reifendruck für trockene Bedingungen.

Kurz vor Rennende spielte ihm der strategische Kniff sichtbar in die Karten. Bei nun trockener Strecke arbeitete sich der Weltmeister der siebten Saison schnell nach vorne und fand sich vier Runden vor Rennende plötzlich im Kopf um den Sieg wieder. Er konnte Nick Cassidy und einen starken Jake Dennis, der das Feld von hinten aufräumte, hinter sich halten. Dabei half eine Rennunterbrechung zwei Runden vor Schluss, die Mortara ausgelöst hatte.

Der Schweizer war vor Rennende ins hintere Mittelfeld zurückgefallen und mit Joel Eriksson aneinandergeraten, sodass die Strecke blockiert war. Auch nach dem Neustart behielt de Vries die Nerven und bescherte sich und Mahindra den zweiten Sieg der Saison. Insgesamt war es sein sechster Sieg in der Formel E.

"Wir hatten heute viel Glück"

Sein Rennen fasste de Vries im Nachgang im Interview wie folgt zusammen: "Ich möchte den Göttern danken. Wir hatten heute viel Glück. Der Start war zunächst schwach. Wir tendierten zur trockenen Stecke, was uns im Nachhinein in die Karten spielte. Zu Beginn war es sehr wichtig, Energie zu sparen, damit man diese nutzen konnte, wenn die Strecke abgetrocknet ist."

"Wir hatten auch mit der roten Flagge ein wenig Glück", ergänzte er. "Jake war im Attack-Mode sehr stark unterwegs. In der letzten Runde ging es einfach nur darum, keine Fehler zu machen. Alles in Allem bin ich sehr stolz auf das Team. Wir haben ein gutes Rennen gefahren und den den zweiten Saisonsieg geholt."

In drei Wochen dürfte sich in London ein hochspannendes Finale bieten, nachdem der Kampf um die Fahrer-WM nach Tokio eine neue Wendung genommen hat. Das Saisonfinale findet am 15. und 16. August bekanntlich zum letzten Mal an der Strecke im ExCeL London statt, bevor man im kommenden Jahr nach Brands Hatch zieht.

Du nutzt Google und willst Inhalte von e-Formel.de besser finden? Dann kannst du die neue Google-Funktion "bevorzugte Quellen" aktivieren. Um e-Formel.de als "bevorzugte Quelle" zu hinterlegen, klicke einfach auf diesen Button und setze einen Haken. Fertig!

e-Formel.de als "bevorzugte Quelle" bei Google festlegen

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 8 und 4?