Formel E

Offiziell: Deutsches Nachwuchstalent Maximilian Günther wird Formel-E-Fahrer bei Dragon

Timo Pape

Timo Pape

Seit einiger Zeit pfeifen es die Spatzen von den Dächern, nun hat Dragon Racing endgültig bestätigt: Maximilian Günther fährt in der kommenden Saison 2018/19 als Stammpilot in der Formel E. Das 21-jährige deutsche Nachwuchstalent übernimmt den zweiten Elektrorennwagen des US-Teams an der Seite von Teamkollege Jose Maria Lopez und wird am 15. Dezember beim Auftaktrennen in Diriyya (Saudi-Arabien) sein Formel-E-Debüt als Stammfahrer geben.

"Ich bin sehr glücklich darüber, in der nächsten Formel-E-Saison für Dragon starten zu drüfen", sagt Günther. "Wir haben in der Entwicklung des leistungsstärkeren und komplexeren Gen2-Autos gute Fortschritte gemacht. Das Fahrzeug ist sowohl für die Ingenieure als auch für die Fahrer eine echte Herausforderung, und ich genieße jede Sekunde in ihm."

"Die Arbeitsatmosphäre im Team ist hervorragend", führt Günther weiter aus. "Ich fühle mich sehr wohl und kann es kaum erwarten, in die neue Saison zu starten. Natürlich werde ich mein Bestes geben, um die bestmöglichen Ergebnisse für das Team herauszuholen. Ich möchte Jay Penske (Teamchef) und dem gesamten Dragon-Team danken - für das Vertrauen in mich und für die Chance, an dieser erstklassigen Meisterschaft teilzunehmen."

Teamchef Penske ergänzt: "Ich freue mich, Max die Gelegenheit geben zu können, unser Auto mit der Nummer 6 zu fahren. Maximilian hat einen großartigen Job bei der Entwicklung des neuen Penske EV-3 gemacht und gezeigt, dass er ein echter Kämpfertyp ist. Ich freue mich darauf, die Resultate seiner Arbeit in der kommenden Saison zu sehen."

Rookie mit Erfahrung

Am 14. Januar 2018 bekam Günther beim Rookie-Test von Marrakesch von Dragon erstmals die Gelegenheit, ein Formel-E-Auto zu testen. Er überzeugte schon damals mit der drittschnellsten Zeit des Testtages. Anschließend nahm ihn Dragon als Test- und Ersatzfahrer unter Vertrag. In dieser Funktion besuchte der Allgäuer bereits zahlreiche Rennen der vierten Saison.

Nachdem Günther im Sommer einen Großteil der Testarbeit im neuen Gen2-Auto für Dragon übernommen hatte, kam er auch bei den offiziellen Pre-Season-Testfahrten von Valencia zum Einsatz und konnte die US-Amerikaner um Teamchef Jay Penske abermals überzeugen. Letztlich setzte er sich gegen Antonio Fuoco durch, der beim Test ebenfalls Einsatzzeit bekommen hatte. Fuoco könnte bei Dragon fortan die Rolle des Entwicklungs- und Ersatzfahrers übernehmen, die bislang Günther innehatte. Eine Bestätigung diesbezüglich steht jedoch noch aus.

Über die Formel 2 in die Formel E

Im Alter von sechs Jahren drehte Maximilian Günther seine ersten Runden im Kart. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: 2006 gewann er als Neunjähriger die Südbayerische ADAC Kartmeisterschaft, im Jahr darauf wurde er Westdeutscher ADAC-Kartmeister. Nach dem Gesamtsieg im ADAC Kart Masters 2010 stieg er als jüngster Teilnehmer in den Formel BMW Talent Cup ein und sicherte sich auf Anhieb den zweiten Gesamtplatz.

In den Saisons 2013 und 2014 gewann Günther im ADAC Formel Masters jeweils die Vize-Meisterschaft. 2015 erzielte er in seiner Debütsaison in der FIA Formel-3-Europameisterschaft den achten Gesamtplatz. Im Folgejahr gewann er die Vize-Europameisterschaft in der wohl stärksten Formel-Nachwuchsserie der Welt. 2017 wurde er Gesamtdritter, dann stieg er in die Formel 2 auf, die Nachwuchskategorie direkt unterhalb der Formel 1.

Für BWT Arden holte Günther 2018 in der Formel 2 einen Rennsieg in Silverstone sowie ein weiteres Podium in Bahrain. Zwei Rennen vor Saisonschluss belegt er mit 41 Punkten den 14. Gesamtrang.

Im Jahr 2016 wurde der Oberstdorfer zudem zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres gewählt. Zudem gelang ihm in den Jahren 2014 und 2016 der Gesamtsieg in der Deutsche Post Speed Academy, Deutschlands erfolgreichstem Nachwuchsförderprogramm.

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