Offiziell: DS Automobiles verlässt nach 11 Jahren die Formel E
Tobias Wirtz
DS Automobiles
Erneute Umstrukturierung bei Stellantis in der Formel E: Ein Jahr nach dem Ausstieg von Maserati wird auch DS Automobiles am Saisonende die elektrische Rennserie verlassen. Damit geht eine Ära zu Ende: Die französische Marke hat von allen aktuell noch aktiven Herstellern die längste Historie in der Formel-E-Weltmeisterschaft.
DS Automobiles begann sein Formel-E-Engagement in Saison 2, damals als technischer Partner des Teams Virgin Racing (heute Envision). Zur Gen2-Ära wechselte man als Antriebslieferant zu Techeetah und hatte die erfolgreichste Zeit in der Formel E.
Jean-Eric Vergne (2019) und Antonio Felix da Costa (2020) gewannen mit dem Team DS Techeetah jeweils den Fahrertitel der Formel E. Gleichzeitig erzielte Techeetah auch in beiden Jahren die Teammeisterschaft. In der Gen3-Ära wurde DS Automobiles dann Partner von Penske. Gemeinsam gewann das Team drei Rennen: Vergne siegte in Hyderabad 2023, Max Günther war 2025 in Jeddah und Shanghai siegreich.
DS Automobiles wird mit Ablauf von Saison 12 seine sportliche und technologische Strategie neu ausrichten und sich zukünftig auf die Sportarten Golf und die Partnerschaft mit dem SailGP-Team Frankreich konzentrieren.
"Nach elf Jahren wegweisendem Engagement in der Formel E, 18 Siegen, zwei Fahrertiteln und zwei Konstrukteurstiteln hat DS Automobiles seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Wettbewerb in technologische Realität zu überführen", sagt Xavier Peugeot, CEO von DS Automobiles.
"Dies wird durch unsere neuesten Modelle DS N°4, DS N°7 und DS N°8 veranschaulicht. Um die französische Exzellenz weiter voranzutreiben, gehen wir nun den nächsten Schritt. Wir richten unsere Partnerschaftsstrategie auf SailGP aus – ein einzigartiges Innovationslabor, in dem technologische Leistung und Emotion aufeinandertreffen."
Eine Nachfolgemarke für das Formel-E-Engagement hat der Stellantis-Konzern bislang nicht bekannt gegeben. Am morgigen Freitag ist jedoch eine große Pressekonferenz in Madrid geplant.
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