Formel E

Offizieller Startschuss: Formel E fährt auch 2016 in Berlin

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nach langen Diskussionen ist der Berlin ePrix endlich beschlossene Sache. Am Freitagvormittag launchten die Veranstalter der Serie das Rennen bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus der deutschen Hauptstadt. Der Berlin ePrix findet wie geplant auf der Karl-Marx-Allee unweit des Alexanderplatzes am 21. Mai 2016 statt.

Im vergangenen November wurde bekannt, dass der Flughafen Tempelhof nicht länger für die Formel E verfügbar sei. Die Serie zieht daher gezwungenermaßen in die Stadtmitte und konnte sich anscheinend mit den bislang kritischen Bezirksbürgermeistern von Berlin-Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg auf das Rennen einigen. Die Beschwerden drohten das Rennen in den vergangenen Wochen noch einmal umzustürzen.

Der neue Straßenkurs umfasst insgesamt elf Kurven und eine Schikane. Gerade einmal 2,030 Kilometer wird eine Runde auf der Karl-Marx-Allee lang sein, was das Event auf eine Rundenzahl von ungefähr 43 Umrundungen bringen dürfte. Die Fangzäune, Streckenbegrenzungen und Randsteine sind aus dem Vorjahr noch in der Stadt gelagert.

"Die neue Strecke liegt an einem tollen Ort", freut sich Formel-E-CEO Alejandro Agag. "Die vielen historischen Gebäude und der Fernsehturm im Hintergrund werden uns viele großartige Fernsehbilder bringen. Ich kann versichern, dass sich jeder, der in der Serie engagiert ist, um ein fantastisches Event bemühen wird. Berlin bedeutet uns viel."

Auch der deutsche Formel-E-Pilot Daniel Abt ist vom Rennen begeistert: "Ich habe mir die Strecke schon heute früh angesehen und kann sagen, dass dieser Ort einzigartig ist. Im Herzen von Berlin zu fahren, ist wie ein Traum, der wahr wird. Die Fans werden das Rennen und die Formel E lieben."

Der Ticketverkauf für das Rennen hat bereits begonnen. Zwischen 12.000 und 14.000 Zuschauer sollen letztendlich auf den Tribünen entlang der Strecke Platz finden.

Absperrung erst am Freitag vor dem Rennen

Aus organisatorischen Gründen wird die Strecke erst nach dem Feierabendverkehr am Freitagabend abgesperrt werden können. Was mit dem obligatorischen Shakedown passiert, der eigentlich immer um 15 Uhr am Tag vor dem Rennen abgehalten wird, ist noch unklar. Ähnliches passierte schon in Saison eins in Miami: Damals verzichtete man auf die Session.

Eine Alternative zur Karl-Marx-Allee ist übrigens ein Rundkurs um die Mercedes-Benz-Arena in der Nähe des Ostbahnhofs gewesen. Die Arena ist Heimat der Sportvereine Alba Berlin (Basketball) und Eisbären Berlin (Eishockey) und zudem eine der größten Konzertlocations der Stadt. Der Kurs hätte direkt an der ehemaligen Berliner Mauer an der Spree gelegen. Wie 'e-Formel.de' weiß, war auch der sich im Bau befindliche Flughafen BER in Berlin-Schönefeld an einem Rennen interessiert gewesen, bekam den Zuschlag letztendlich aber nicht.

Das Layout der Formel-E-Strecke in Berlin

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