Formel E

Paddock-Geflüster: Die Fahrerlager-Themen beim Formel-E-Rennen in London

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Mit dem vorletzten "Double-Header" biegt die Formel-E-Saison 2021 an diesem Samstag und Sonntag beim London E-Prix endgültig auf die Zielgerade ein. Im ExCeL-Messezentrum stehen die Saisonrennen 12 und 13 auf dem Plan. Was das Fahrerlager abseits der großen sportlichen Themen in der britischen Hauptstadt sonst noch so beschäftigt, erfährst du in der aktuellen Ausgabe unserer Serie "Paddock-Geflüster".

Die Nebengeschichten vom Formel-E-Freitag in London

>>> Heimrennen sind für viele Fahrer ein willkommener Anlass, Anpassungen am Helmdesign vorzunehmen. Auch Jake Dennis (BMW) wird an diesem Wochenende mit einem angepassten Kopfschutz an den Start gehen. Neben der Londoner Skyline und dem britischen "Union Jack" sind auch zwei Britische Bulldoggen auf Dennis' Helm lackiert - laut Eigenaussage seine liebste Hunderasse.

>>> Virgin-Sponsor Genpact veranstaltete ein Ratespiel, bei dem Fans Tickets für ein Formel-E-Rennen ihrer Wahl in der Saison 2022 gewinnen konnten. Sie mussten auf zwei Nachkommastellen schätzen, wieviel Prozent einer aus 2.700 Liter Eis gefertigten Figur in Form eines Formel-E-Autos innerhalb von 24 Stunden schmelzen würden. Das Eisauto wurde dazu auf einem Sockel auf einer Grünfläche unmittelbar am Ufer der Themse platziert. Am Ende waren 66,01 Prozent des Eises geschmolzen.

>>> Das Wetter dürfte eine entscheidende Rolle in London spielen. Bereits am Mittwoch veröffentlichte der britische Wetterdienst eine amtliche Warnung vor Starkregen und Gewitterschauern in London und dem Südosten Englands. Dort könnte es "am Wochenende mancherorts zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen kommen", heißt es. Am Donnerstagabend lag die Regenwahrscheinlichkeit für Samstag und Sonntag mehreren Wetter-Apps zufolge bei 90 Prozent.

>>> Aufgrund von "höherer Gewalt" kommen auch in London die biometrischen Handschuhe, welche die Fahrer seit der Saison 2018/19 tragen müssen, erneut nicht zum Einsatz. Dies war schon in New York der Fall.

>>> Am Donnerstag testete die Formel E die Lichttechnik in der ExCeL-Messehalle, die unter anderem über der Start-/Zielgerade installiert ist. Gut möglich, dass die Serie eine ähnliche Lichtshow wie vor dem Start des Nachtrennens in Diriyya plant.

>>> Motorsport-Prominenz im Fahrerlager: Unter anderem sind beim London E-Prix die ehemaligen Formel-1-Fahrer Nico Rosberg (2006-2016), David Coulthard (1994-2008) und Sir Jackie Stewart (1965-1973) als VIP-Gäste vor Ort. Bereits am Donnerstagabend besuchten die Ex-Rennpiloten eine Veranstaltung des Titelsponsors Heineken.

>>> Vor dem London E-Prix veröffentlichte Jaguar Racing ein Video, das in Zusammenarbeit mit den RAF Falcons entstand. Die Spezialeinheit der britischen Luftwaffe ist für spektakuläre Fallschirm-Shows bekannt und "jagte" im Promotion-Clip den Jaguar-Renner von Sam Bird über einen Flugplatz in England.

>>> Sehprobleme für Jean-Eric Vergne im Shakedown: Der DS-Techeetah-Pilot gestand bei einer Pressekonferenz am Freitag, sich mit der falschen Ausrüstung ins Fahrzeug gesetzt zu haben. "Ich hatte ein getöntes Visier und ehrlich gesagt habe ich damit drinnen überhaupt nichts gesehen. Heute Nachmittag nehme ich ein klares Visier."

>>> Auch in der Formel-E-Schwesterserie Extreme E tut sich etwas: Am 15. Juli verließ das "schwimmende Fahrerlager" der Serie, das ehemalige Postschiff St. Helena, den Hafen von Lissabon. Während die Formel E in London fährt, passiert das Schiff den Nordatlantik und steuert den Hafen von Nuuk (Grönland) an. Dort wird es am 29. Juli erwartet, also rund einen Monat vor dem Arctic X Prix am Russell-Gletscher.

Die Nebengeschichten vom Formel-E-Samstag in London

>>> Wie bereits beim Nachtrennen in Diriyya nutzte die Formel E die Deckenbeleuchtung der Messehalle in London für eine Lichtshow in der Startaufstellung unmittelbar vor dem Rennstart.

>>> Prominenz in der Venturi-Box: Neben dem sechsfachen Snooker-Weltmeister Ronnie O'Sullivan war auch Nicolas Hamilton, Rennfahrer und Halbbruder von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, beim monegassischen Team zu Gast. Beide Sportler werden von Venturis Titelsponsor ROKiT unterstützt.

>>> Auch Cara Delevigne war am Samstag beim London E-Prix zu Gast. Das britische Model, das auch seit einigen Jahren als Schauspielerin aktiv ist, durfte das Demo-Auto der Formel E um den Kurs bewegen und bei der Siegerehrung den Pokal für den Rennsieger überreichen. Sie machte sich jedoch vor der Champagner-Brause schnell wieder aus dem Staub.

>>> Wie bereits vor dem Rennwochenende angekündigt, hatte sich die Formel E etwas Besonderes für den Attack-Mode überlegt: Wie in den meisten Rennen musste er zwar zweimal aktiviert werden, dieses Mal gab es die Zusatzleistung jedoch für acht Minuten! Die Rennserie änderte eigens dafür ihre Grafiken. Anstelle von "Chevrons" (ein Balken pro Minute) wurde die verbleibende Zeit nach der Aktivierung immer in Minuten angezeigt.

>>> Prominenz, die Dritte: In der Mercedes-Garage waren Nico Rosberg und Toto Wolff zu Gast. Wolff schien sich jedoch noch nicht so ganz mit der Formel E angefreundet zu haben und in Gedanken bei der Formel 1 zu sein. Auf die Frage, welcher Fahrer Weltmeister werde, antwortete er vor dem Rennen bei Sat.1: "Hamilton".

>>> Robin Frijns erhielt im Rennen eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da die Rennkommissare entschieden, er habe Joel Eriksson in die Mauer gedrängt. Bei den Kollegen von 'Downforce Radio UK' schimpfte er jedoch anschließend: "Absolut lächerlich. Ich wollte nach rechts fahren, da fährt er mir ins Auto und schlägt mir das Lenkrad aus der Hand. Im Fernsehen sah das so aus, als hätte ich nach links gelenkt, aber ich hatte meine Hände nicht mehr am Lenkrad."

zusätzliche Berichterstattung von Tobias Bluhm

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