Formel E

Paddock-Geflüster: Newsticker zu allen wichtigen Fahrerlager-Themen der Formel E in Mexiko

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Formula-E-Trophy-Gen3-2023

Die Winterpause ist vorbei! Die Formel E trägt an diesem Wochenende das erste Rennen ihrer Gen3-Ära aus. Was das Fahrerlager im Autodromo Hermanos Rodriguez neben dem Streckengeschehen sonst noch so beschäftigt, erfährst du in der aktuellen Ausgabe unserer Serie Paddock-Geflüster, die wir aufgrund ihrer großen Beliebtheit auch in diesem Jahr fortführen. Wir aktualisieren diesen Nachrichtenticker regelmäßig im Laufe des Wochenendes.

>>> ABT-Fahrer geben Autogramme an "mexikanische Füchse"

[14.01. | 19:01] Die mexikanischen Fans gelten in der Formel E als besonders enthusiastisch und kreativ. Das bewahrheitete sich auch bei der Autogrammstunde, die nach dem Qualifying in der Boxengasse des Autodromo Hermanos Rodriguez stattfand. Auf dem Twitter-Account von ABT Cupra sind zwei "Füchse" zu sehen, die sich gerade Autogramme von Robin Frijns und Nico Müller holen. Wirklich kurios!

>>> Jaguar & Envision brechen die Sperrstunde

[14.01. | 18:13] Wie die Rennleitung bekannt gegeben hat, wurde bei den Teams von Jaguar und Envision die Sperrstunde am Freitagabend gebrochen. Nach dem Unfall von Mitch Evans im Anschluss an das 1. Freie Training hatte das Team nicht mehr genug Zeit, das Fahrzeug zu reparieren, bevor die Garagen eigentlich abgeschlossen werden mussten. Die Rennkommissare sahen von einer Bestrafung ab - mutmaßlich mit Blick auf die Sicherheit der Fahrer.

Ähnlich war der Fall beim Envision-Jaguar von Sebastien Buemi: Auch hier war in Folge einer Beschädigung des Fahrzeugs im 1. Freien Training ein Wechsel des hinteren Endes notwendig, was innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich war. Es wurde ebenfalls keine Strafe ausgesprochen. Wie genau es zu der Beschädigung von Buemis Rennwagen gekommen war, ist unklar.

>>> Gen3-Fahrzeuge im 1. Freien Training langsamer als Gen2

[14.01. | 14:07] Die Gen3-Fahrzeuge haben nach Berechnungen von 'e-Formel.de' im 1. Freien Training von Mexiko nicht die Rundenzeiten der Gen2-Boliden erreicht. Trotz höherer Leistung und geringerem Gewicht waren die Fahrzeuge des vergangenen Jahres insbesondere in der Stadion-Sektion schneller.

Zwar lassen sich die Rundenzeiten aufgrund der neuen Schikane nicht direkt miteinander vergleichen, die Sektoren 1 und 3 blieben jedoch bis auf eine minimale Längenanpassung unverändert. Unsere Analyse der Sektorbestzeiten von 2022 und 2023 ergab, dass die Gen3-Fahrzeuge im ersten Sektor - mutmaßlich durch die lange Vollstrom-Passage auf der Start-Ziel-Geraden, fast 0,2 Sekunden schneller sind. Im finalen Streckenabschnitt verlieren sie jedoch wieder rund 0,3 Sekunden.

Zu Bedenken ist allerdings, dass die Bestzeit in Sektor 3 von Jake Hughes gefahren wurde, der zu diesem Zeitpunkt lediglich 300 kW nutzte. Hier ist auf jeden Fall noch Potenzial vorhanden. Auch die Tatsache, dass das 1. Freie Training 2022 am Samstagmorgen bei niedrigeren Temperaturen stattfand, erschwert einen direkten Vergleich. Hier wäre ein Vergleich mit dem 2. Freien Training in diesem Jahr aussagekräftiger. Es bestätigt sich jedoch, was sich bereits in Valencia angedeutet hatte: Ein großer Sprung nach vorne im Bereich der Rundenzeiten bleibt mit den Gen3-Boliden aus.

>>> Rennlänge trifft auf Zustimmung, Safety-Car-Auswirkungen ungewiss

[14.01. | 13:21] Die Wiedereinführung von Rundenrennen stellt die FIA vor dem Rennen vor die Herausforderung, die richtige Rennlänge zu finden. Beim Mexico City E-Prix müssen die Fahrer 36 Runden zurücklegen. Eine gute Wahl, findet Andretti-Pilot Jake Dennis. "Das erfordert eine vernünftige Menge an Energiesparen", so der Brite bei den Kollegen von 'The Race'. "Es ist nicht wie das Testrennen in Valencia, wo man Vollstrom fahren konnte. 37 Runden wären wohl zu extrem gewesen, bei 35 hätten wir wieder fast Vollstrom-Runden gehabt. Ich denke, das war die korrekte Entscheidung."

"Mit der begrenzten Erfahrung, die wir haben, ist es schwer zu sagen", ist sich Sebastien Buemi hingegen nicht ganz so sicher. "Ich denke aber, dass es vielleicht etwas mehr Runden hätten sein können, das ist mein persönliches Gefühl. Es wird vielleicht zwei oder drei Rennen dauern, bis wir das richtige Maß gefunden haben."

Porsche-Pilot Antonio Felix da Costa gibt zu bedenken: "Es ist so, dass das Rennen schneller wird, wenn wir eine bestimmte Anzahl von Minuten unter Full-Course-Yellow oder hinter dem Safety-Car haben. Wenn diese nicht ganz ausreichen, um eine zusätzliche Runde auszulösen, dann wird das Rennen wieder zu schnell. Dann wird es sehr schwierig, einander zu überholen." In Mexiko-Stadt wird je eine zusätzliche Runde zur Rennzeit addiert, wenn das Feld mehr als 3:30 Minuten (210 Sekunden) hinter dem Safety-Car oder unter Full-Course-Yellow gefahren ist.

>>> Anpassung der Rookie-Regel

[13.01. | 23:09] Der vor Saisonbeginn in das Sportliche Reglement der Formel E aufgenommene Paragraf 32.6, der besagt, dass jedes Team bei zwei Gelegenheiten innerhalb der Saison einen Fahrer einsetzen muss, der weder Stammfahrer ist, noch in der Vergangenheit einen E-Prix bestritten hat, wurde angepasst. Nach einer elektronischen Abstimmung unter den Teams, die in der vergangenen Woche durchgeführt wurde, ist jedes Team nur noch einmal pro Saison dazu verpflichtet, einen Rookie ins Auto zu setzen.

>>> Shakedown ohne Vorkommnisse

[13.01. | 21:49] Der obligatorische Shakedown am Tag vor dem E-Prix lief am Freitagabend deutscher Zeit ohne nennenswerte Vorkommnisse ab. Hier dürfen die Piloten drei Runden mit stark reduzierter Leistung von 110 kW drehen.

Co-Kommentator Oliver Askew wagte dabei jedoch eine Prognose für die Freien Trainings: Er erwarte, dass die Fahrer mehr Runden drehen können, da die Hankook-Reifen keine thermischen Beschränkungen haben. Die Michelin-Reifen in den vergangenen Saisons überhitzten schnell, sodass sie nach einer schnellen Runde immer heruntergekühlt werden mussten.

>>> Oliver Askew als Co-Kommentator in Mexiko

[13.01. | 21:23] Der ehemalige Andretti-Pilot Oliver Askew ist in Mexiko-Stadt erstmals in einer neuen Rolle zu sehen bzw. hören: Der US-Amerikaner unterstützt Jack Nicholls beim Saisonauftakt als Co-Kommentator für das TV-Weltsignal. Außerdem durfte Askew vor dem 1. Freien Training einige Runden mit dem Demo-Fahrzeug der Rennserie drehen.

>>> David Beckmann erstmals als Porsche-Ersatzfahrer vor Ort

[13.01. | 20:07] Porsche-Ersatzpilot David Beckmann ist erstmals im Rahmens seines neuen Jobs an der Strecke. Der 22-Jährige nahm am Vormittag mexikanischer Zeit gemeinsam mit den Porsche-Stammfahrern Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein am obligatorischen Trackwalk teil, um sich die Strecke vor Ort genau anzusehen. Planmäßig kommt der Deutsche in Mexiko aber nicht zum Einsatz.

>>> Pleiten, Pech & Pannen bei der PK

[13.01. | 20:03] Wie gewohnt hat die Formel E am Freitag ihre offizielle Pressekonferenz abgehalten, die für Medienvertreter:innen auch im Internet live gestreamt wird. Was darin erzählt wurde, können wir jedoch leider nur sehr begrenzt wiedergeben. Denn nach der ersten Hälfte der Teamchef-PK fiel der Ton aus, begleitet von einem starken Wackeln des Bildes. Die Fahrer blieben in der Folge gänzlich stumm. Unsere Vermutung: Jemand im Media-Center könnte über ein Kabel gestolpert sein und hat dies dabei womöglich aus der Kamera gezogen. Warum das vor Ort offensichtlich niemandem auffiel, ist uns ein Rätsel.

Eine lustige Szene konnten wir dennoch beobachten: Nissan-Teamchef Tommaso Volpe bückte sich nach Abschluss des PK-Abschnitts nach einer der neuen Formel-E-Trophäen, die auf der Bühne platziert worden waren. Als er gerade danach greifen wollte, bemerkte er seinen Fauxpas, zog schnell die Hände wieder zurück und lachte verschämt. Nissan geht erfolgshungrig in die Saison 2023!

>>> Porsche auch 2023 mit witzigen Halo-Sprüchen unterwegs

[13.01. | 19:27] Porsche hält auch in der neuen Saison an einer liebgewonnenen Tradition fest: Beide Fahrzeuge des Teams fahren mit unterschiedlichen Sprüchen auf dem Halo-System, das den Kopf des Fahrers im Falle eines Unfalls schützt. In Mexiko ist bei Pascal Wehrlein "Pascal la vista, baby" zu lesen, während an gleicher Stelle beim Fahrzeugt von Antonio Felix da Costa "Antoni-Olé" prangt.

>>> McLaren startet bis 2027 mit Nissan-Antrieben

[13.01. | 15:45] Wie aus einem Fan-Guide von Formel-E-Neueinsteiger McLaren hervorgeht, werden die Briten die kommenden vier Saisons mit Elektromotoren von Nissan bestreiten. "Wir haben uns mit Nissan zusammengetan, die uns ihre E-Antriebstechnologie für die gesamte Gen-3-Ära zur Verfügung stellen werden", heißt es dort. Diese Information ist neu. Viele Fans waren bislang davon ausgegangen, dass sich McLaren womöglich ab 2025 als eigener Formel-E-Hersteller einschreiben könnte. Die Papaya-Farbenen aus Woking bleiben jedoch vier Jahre lang Kundenteam.

>>> Hughes & Rast stellen neue Helme vor

[13.01. | 12:10] Wie schon einige andere Piloten in Valencia haben nun auch die beiden McLaren-Fahrer Jake Hughes und Rene Rast in Mexiko-Stadt in einem Video ihre Helmdesigns für die Debütsaison von McLaren in der Formel E vorgestellt. Dabei haben sie einige Gemeinsamkeiten festgestellt... Ob die TV-Zuschauer:innen die beiden wohl gut auseinanderhalten können?

>>> Geburtstagskuchen für Edo Mortara

[13.01. | 11:38] Edoardo feierte am Donnerstag seinen 36. Geburtstag. Sein Teamkollege Maximilian Günther ließ es sich nicht nehmen, ihm anlässlich seines Ehrentages einen Kuchen zu überreichen, den der Schweizer auch gleich anschneiden durfte. Mortara gelang es dabei mit viel Vorsicht, zu verhindern, dass ein Teil der Torte in seinem Gesicht landete :)

 
 
 
 
 
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>>> Hankook bringt Farbe in die schwarze Welt der Reifen

[13.01. | 09:07] Für die Rennen in Mexiko-Stadt, Rom und London hat sich Hankook, der neue Reifenlieferant der Formel E, etwas Besonderes ausgedacht. Bei diesen drei E-Prix werden die Allwetterreifen der Gen3-Boliden deutlich bunter erscheinen als sonst. So war bereits auf den ersten Fotos aus Mexiko zu erkennen, dass Teile der Lauffläche in Orange und Blau gefärbt sind.

"Wir haben zu den Events, bei denen wir Titelsponsor sind, farbige Profilrillen als Designelement auf dem Hankook iON Race", bestätigte eine Sprecherin des Reifenherstellers auf Nachfrage von 'e-Formel.de'. Auf dem "Klassenfoto des Jahrgangs 2023" kann man bereits erkennen, dass alle Teams die farbigen Reifen aufgezogen haben.

>>> Formel E präsentiert neue Sieger-Trophäen

[13.01. | 08:20] Die Formel E hat kurz vor dem Saisonauftakt in Mexiko die neuen Pokale für die Gen3-Ära vorgestellt. Die Trophäen bestehen aus 44 Aluminium-Finnen: 22 für die Anzahl der Fahrer in der Elektroserie und 22 für die Autos, die sie fahren. Die Optik der neuen Pokale ist angelehnt an die Speichen von Rädern, Kühlkörper und die Adern in Stromkabeln.

 
 
 
 
 
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>>> Aston Martin F1 sichert sich die Dienste des Formel-E-Champions

[12.01. | 19:36] Das Formel-1-Team Aston Martin wird in der kommenden Saison einen neuen Test- und Ersatzfahrer haben: Formel-E-Champion Stoffel Vandoorne wird neben seinem Hauptjob bei DS Penske auch Lance Stroll und Fernando Alonso beim Rennstall in Grün unterstützen. Mit dem Spanier hat Vandoorne in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet: Alonso und Vandoorne waren 2017 und 2018 Teamkollegen bei McLaren-Honda.

>>> Formel E verlängert Partnerschaft mit DHL

[12.01. | 18:53] Auch in der neunten Formel-E-Saison und darüber hinaus wird die Formel E mit ihrem Logistikpartner DHL zusammenarbeiten. Das Unternehmen wird rund 415 Tonnen Fracht pro Rennen transportieren. Neben den Rennwagen zählen dazu auch die Batterien und Ladegeräte, das TV-Übertragungsequipment sowie Ausrüstung für die Hospitality der Rennserie. Beim gesamten Straßen- und Seetransport wird Gründungsmitglied DHL in der kommenden Saison Biokraftstoffe einsetzen und dabei voraussichtlich 89.100 Kilometer zurücklegen.

>>> Mehr TecPro-Barrieren in Mexiko

[12.01. | 18:01] Die höheren Geschwindigkeiten der Gen3-Boliden bringen auch Anpassungen an den Sicherheitsmaßnahmen an der Strecke mit sich. So berichten die Kollegen von 'The Race', dass die FIA nach der Durchführung von Simulationen entschieden habe, in einigen Bereichen der Strecke zusätzliche TecPro-Barrieren zu errichten.

>>> Virtuelle Formel-E-Runde in Portland

[12.01. | 16:43] Noch sind es einige Monate bis zum ersten Formel-E-Rennen in Portland. Virtuell kannst du dir eine Runde der Elektroboliden auf dem IndyCar-Kurs jedoch schon heute anschauen: Auf dem YouTube-Channel von Minamoto Graphics ist eine simulierte Runde eines Andretti-Gen2-Boliden auf der Strecke zu sehen. Gefahren wurde die Runde in der Software rFactor2.

 

>>> Jaguar & Castrol verlängern Partnerschaft

[12.01. | 16:07] Das britische Formel-E-Team Jaguar Racing hat seine seit dem Jahr 2019 laufende Partnerschaft mit dem Schmierstoff-Hersteller Castrol verlängert. Castrol arbeitet seit dem vergangenen Jahr auch mit dem Gen3-Batterielieferanten WAE zusammen.

>>> Elektrische Zweisitzer-Taxifahrt mit Alice Powell

[12.01. | 15:21] Envision-Simulatorpilotin Alice Powell durfte in Silverstone den Fußballprofi Ben Mee und Sportmoderator David Garrido in einem elektrischen Doppelsitzer um die Strecke fahren. Hierzu hat Envision Racing ein rund sechs Minuten langes Video produziert. Die Entwicklung des Autos hatte das Formel-E-Team noch unter dem Namen Virgin bereits vor zwei Jahren begonnen, das fertige Fahrzeug wurde schließlich bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow im Oktober 2021 präsentiert.

>>> Flug überbucht: Fenestraz zittert bei Anreise

[12.01. | 14:50] Nissan-Pilot Sacha Fenestraz hätte es beinahe nicht pünktlich nach Mexiko geschafft: Sein Flug mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia war überbucht, sodass der Franco-Argentinier befürchtete, zu spät zu seinem zweiten Formel-E-Rennen zu kommen. Wenige Stunden später postete er bei Twitter jedoch ein Foto, das ihn im Flieger zeigt.

>>> Tribünenaufbau in Kapstadt

[12.01. | 14:13] Während in Mexiko alle dem Saisonauftakt entgegenfiebern, laufen in 13.700 Kilometer Entfernung schon die Vorbereitungen auf das fünfte Saisonrennen: In Kapstadt werden schon die Tribünen für das erste Formel-E-Rennen in Südafrika aufgebaut, das am 25. Februar stattfinden wird.

>>> Attack-Zone wird verlegt, bleibt aber im Stadion

[12.01. | 13:38] Neben der neuen Schikane gibt es in Mexiko für die Gen3-Ära noch eine zweite Änderung an der Strecke: Die Attack-Zone wird um wenige Meter verlegt. Anstatt auf der Innenbahn der kurzen Gerade zwischen den Kurven 14 und 15 müssen die Fahrer die Zusatzleistung nun auf der Außenseite von Kurve 15 freischalten. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Berührungen an dieser Stelle gegeben, weil die Piloten auf der Ideallinie stärker abbremsten, um den Attack-Mode zu aktivieren.

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