Formel E

Paddock-Geflüster: Newsticker zu allen wichtigen Fahrerlager-Themen der Formel E in New York City

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Zurück im "Big Apple": Die Formel E trägt an diesem Wochenende die Rennen 11 und 12 ihrer WM-Saison 2022 aus. Was das Fahrerlager im Hafen von Brooklyn neben den großen sportlichen Themen sonst noch so beschäftigt, erfährst du in der aktuellen Ausgabe unserer Serie Paddock-Geflüster. Wir updaten diesen Nachrichtenticker regelmäßig im Laufe des Wochenendes.

>>> Rennkommissare schmettern Envision-Protest ab

[17.07. | 20:00] Envision hat einen Antrag auf Überprüfung gegen die Entscheidung der Rennkommissare eingelegt, eine Rückversetzung um 30 Positionen gegen Nick Cassidy auszusprechen. Als neues Element wurde ein Video eines Zuschauers präsentiert, das auf YouTube veröffentlicht wurde. Dieses zeige, dass die Beschädigung an Cassidys Fahrzeug durch den Aufprall des Mercedes von Stoffel Vandoorne auf den bereits zuvor dort gestrandeten Envision-Boliden stammt.

Der Antrag wurde abgelehnt. Das Video ergab keine signifikanten neuen Informationen, die den Rennkommissaren zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht bereits zur Verfügung gestanden hätten. Die Entscheidung der Kommissare basiere allein auf der Tatsache, dass Batterie und Batteriekühler an Cassidys Fahrzeug getauscht wurden, was ein Regelverstoß darstelle. Wie - und durch wen - die Beschädigung zustande kam, spiele für die Beurteilung des Vergehens keine Rolle.

>>> Aidan Gallagher im Envision-Overall

[17.07. | 17:45] Schauspieler und Musiker Aidan Gallagher, bekannt unter anderem aus der Netflix-Serie "The Umbrella Academy", besuchte am Wochenende das Envision-Team. Der 18-Jährige sprang in der Boxengasse sogar in einen Rennoverall des Teams.

>>> Jaden Smith zu Gast bei der Formel E

[17.07. | 17:30] Rapper und Schauspieler Jaden Smith, Sohn von Will Smith, ist beim New York City E-Prix vor Ort. Der 24-Jährige stattete dort unter anderem dem Andretti-Team einen Besuch ab und durfte sogar eine Runde mit dem Formel-E-Auto drehen.

>>> "Lauft schneller, ihr Faulpelze!"

[17.07. | 17:15] Bei Mercedes ist trotz des Neuaufbaus des Fahrzeugs von Stoffel Vandoorne die Stimmung gut. So postete das Team ein Video in den Sozialen Netzwerken, das Gary Paffett und einen weiteren Mechaniker des Teams zeigt, wie sie - vermutlich für Vandoornes Boliden - eine neue Batterie von McLaren Applied auf einem Hubwagen durch die Boxengasse ziehen - "freundliche" Anfeuerungsworte des Kameramanns inklusive.

>>> Patrice Evra zu Gast im Safety-Car

[17.07. | 17:00] Patrice Evra, Ex-Fußballprofi und Champions-League-Sieger mit Manchester United im Jahr 2008, war in New York City vor Ort und durfte eine Runde im Safety-Car mitfahren. "Der Typ ist verrückt. Ich dachte, er mag mich - aber jetzt weiß ich, dass er mich hasst", so der Franzose nach seiner Runde über Safety-Car-Fahrer Bruno Correia - natürlich mit einem Schmunzeln.

>>> Nach Qualifying-Unfall: Sergio Sette Camara nicht am Start

[16.07. | 18:30] Sergio Sette Camara wird nach seinem Unfall im Qualifying nicht am Rennen teilnehmen können. Sein Dragon-Bolide ist bei dem Crash so stark beschädigt worden, dass er nicht rechtzeitig repariert werden konnte. Bis zum 3. Freien Training am Sonntagmorgen soll der Wagen jedoch wieder fahrtauglich sein.

>>> Rundenzeit zu spät gesetzt: Keine Strafe für Andre Lotterer

[16.07. | 17:30] Porsche-Fahrer Andre Lotterer verpasste es in Qualifying-Gruppe A um 0,034 Sekunden, eine gezeitete Runde innerhalb der ersten sechs Minuten zu fahren. Das passierte ihm nach Marrakesch zum zweiten Mal in Folge. Was dort noch zur Disqualifikation führte, blieb dieses Mal jedoch folgenlos: Die Rennkommissare attestierten ihm, dass er zum Zeitpunkt des Qualifying-Abbruchs wegen des Unfalls von Sergio Sette Camara im dritten Sektor der Strecke war und diese Rundenzeit daher nicht zählte. Lotterer wollte die Regel jedoch einhalten, was ihm nach der Unterbrechung aufgrund des Unfalls nicht gelang. Daher wurde ihm die Rote Flagge ausnahmsweise als mildernder Umstand angerechnet.

>>> Daniel Abt haut Fahrermarkt-Infos raus

[16.07. | 17:15] Wer die Übertragung des Qualifyings auf ran.de verfolgte, hat interessante Infos von Daniel Abt zum Thema Fahrermarkt mitbekommen. So wisse der frühere Audi-Pilot, dass Formel-E-Weltmeister Nyck de Vries einen anderen Vertrag unterschrieben habe, der es ihm unmöglich mache, in der kommenden Saison Formel E zu fahren. Da mehrere Piloten die Langstrecken-Weltmeisterschaft parallel zur Formel E bestreiten, deutet dies nicht darauf hin, dass de Vries bei Toyota vom Ersatz- zum Stammpiloten aufsteigt. Stattdessen dürften wir den Niederländer mutmaßlich mit Williams in der Formel 1 sehen.

Auch die beiden Piloten für die Rückkehr von ABT Sportsline in die Formel E sollen laut Abt bereits verpflichtet worden sein. Die Bekanntgabe werde in Kürze erfolgen. Einen Hinweis auf einen der beiden Fahrer gab Kommentator Eddie Mielke: Robin Frijns solle sich im kommenden Jahr häufiger in Kempten aufhalten.

>>> Qualifying-Kommunikationspanne bei Envision

[16.07. | 17:00] Nach einem Fahrfehler von Sam Bird in Kurve 1 war das Viertelfinalduell für Nick Cassidy bereits nach wenigen Metern entschieden. Sein Renningenieur entschied sich daher dazu, dem hinterherfahrenden Cassidy den Vorsprung per Funk durchzugegeben, damit dieser nicht zu hohes Risiko eingehen solle. Pech jedoch, dass Cassidy die Zeiten als Rückstand auf Bird verstand und deshalb noch mehr pushte. Zum Glück ging alles gut.

>>> Sebastien Ogier mit Demo-Runden im Gen2-Boliden

[16.07. | 16:45] Der achtfache Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier durfte am Samstag in New York City einige Runden im Demo-Fahrzeug der Formel E drehen. Es handelte sich dabei um das umgestaltete und vor dem MoMA PS1 ausgestellte Fahrzeug (siehe Eintrag vom 15.07. 12:00 Uhr).

>>> Qualifying: 110- & 120-Prozent-Regel außer Kraft gesetzt

[16.07. | 16:30] Die Rennleitung hat das Gruppenqualifying von Gruppe B aufgrund des einsetzenden Regens als "Wet Session" deklariert und somit in dieser Session die ansonsten geltende 110-Prozent-Regel ausgesetzt. Um zum Rennstart zugelassen zu werden, muss jeder Fahrer im Qualifying mindestens eine Rundenzeit erzielen, die weniger als 110 Prozent der Rundenzeit des schnellsten Piloten entspricht. Sollte dies nicht gelingen, ist ein Rennstart nur dann möglich, wenn die Rennkommissare es erlauben. Dies wurde in der Vergangenheit beispielsweise aufgrund eines Unfalls oder eines technischen Defektes, der eine schnellere Rundenzeit verhinderte, mehrfach angewendet.

Auch die Regel, dass ein Fahrer auf seiner In- und seiner Outlap maximal 120 Prozent seiner schnellsten gezeiteten Rundenzeit benötigen darf, wurde aus demselben Grund außer Kraft gesetzt. Mit dieser Regel will die Formel E verhindern, dass Fahrer nach ihrer schnellen Runde um den Kurs schleichen, um die Reifen wieder abzukühlen.

>>> Empire State Building leuchtet in "Electric Blue"

[16.07. | 10:30] Um in New York für das Formel-E-Rennen zu werben, scheut die Rennserie keine Mühen. So wurde in der vergangenen Nacht die Spitze des Empire State Buildings in der Formel-E-Farbe "Electric Blue" illuminiert.

>>> UNICEF gestaltet Auslaufzone

[16.07. | 10:00] Jugendliche Mitglieder von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und der lokalen Bevölkerung haben gemeinsam eine der Auslaufzonen in Redhook gestaltet. Mit der Straßenmalerei soll gefeiert werden, dass die Formel E die erste Sportart ist, die mit dem "Safe and Healthy Environment Fund" (Fonds für eine sichere und gesunde Umwelt) der UNICEF zusammenarbeitet.

>>> 1. Freies Training: Tempo-Schilder vergessen

[15.07. | 09:30] Im 1. Freien Training gab es drei Verstöße gegen das Tempolimit von 60 km/h in der Boxengasse: Lucas di Grassi, Maximilian Günther und Sergio Sette Camara fuhren am Eingang zur Boxengasse zu schnell, was im Freien Training normalerweise eine Geldstrafe nach sich ziehen würde. Die Rennkommissare sprachen jedoch keine Strafen gegen die drei Piloten aus.

Grund für diese Entscheidungen war die Tatsache, dass die Rennserie vergessen hatte, das Schild mit dem Tempolimit am Eingang der Boxengasse aufzuhängen, und die Piloten daher keine Möglichkeit hatten zu erkennen, ab welchem Punkt sie das Geschwindigkeitslimit einhalten mussten. Mit 3 bis 10 km/h waren die Überschreitungen zudem gering gewesen, sodass die Rennkommissare die Fahrer freisprachen.

>>> Nachhaltigkeit: Andretti erhält 3-Sterne-Auszeichnung der FIA

[15.07. | 13:30] Als sechstes Formel-E-Team hat sich nun auch Andretti das 3-Sterne-Prüfsiegel des Automobil-Weltverbandes FIA gesichert. Zuvor waren bereits die Konkurrenten von Envision, Mahindra, Mercedes, Nio 333 und Venturi ausgezeichnet worden. Außerdem besitzt die Rennserie selbst die höchste Auszeichnung für Nachhaltigkeit. Ab der Saison 2023 ist das Prüfsiegel zur Rennteilnahme für alle Teams der Formel E verpflichtend.

>>> Lotterer: Pizzabäcker auf dem "zweiten Bildungsweg"

[15.07. | 13:30] Porsche-Pilot Andre Lotterer hat sich in New York City als Pizzabäcker betätigt. Er versuchte sich dabei am "Geheimrezept einer originalen NYC-Pizza". Ob das Ergebnis auch tatsächlich so gut war wie das Original, oder ob Lotterer doch ein besserer Rennfahrer als Pizzabäcker ist, wurde leider nicht bekannt gegeben.

>>> Nachhaltige Energieproduktion & Deponieprojekt in New York

[15.07. | 13:00] Der für die Durchführung des New York City E-Prix benötigte Strom wird aus 66.000 Litern hydrierten Pflanzenölen erzeugt. Die Formel E gab zudem bekannt, den Netzverbrauch in den USA durch Zertifikate für erneuerbare Energien ausgleichen.

Außerdem hat die Rennserie in ein lokales Deponieprojekt investiert. Ziel dieses Projektes ist es, Gase, die auf dem Gelände der Deponie entstehen, einzudämmen. Aufgefangenes Methan soll zur Stromerzeugung genutzt werden und so jährlich fast 76.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Darüber hinaus plant die Formel E, gemeinsam mit Logistikpartner DHL 50 Bäume in Red Hook zu pflanzen.

>>> Porsche partnert mit NetApp

[15.07. | 12:30] Porsche hat vor dem New York City E-Prix eine neue Partnerschaft mit NetApp, einem Dienstleister für Datenspeicher- und Datenmanagementlösungen mit Sitz in Kalifornien, bekannt gegeben. Durch die Verwendung der Cloud-Lösungen von NetApp stehen dem Team in der Fabrik in Weissach in den kommenden drei Jahren Daten in Echtzeit zur Verfügung. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit von NetApp mit einem Motorsport-Team: Die US-Amerikaner sind bereits in der Formel 1 aktiv und arbeiten dort mit Aston Martin zusammen.

>>> Envision-Fahrer besuchen Tanzschule

[15.07. | 12:15] Nick Cassidy und Robin Frijns haben die Kinder der Tanzschule Cora Dance in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke besucht. Bei Cora Dance handelt es sich um ein gemeinnütziges Projekt, das Kindern in Red Hook Tanzunterricht nach dem "Bezahl, so viel du kannst"-Prinzip anbietet.

>>> Formel E meets Moderne Kunst

[15.07. | 12:00] Die Formel E stellt gemeinsam mit Sponsor Allianz vor dem MoMA PS1, dem ältesten Institut für Moderne Kunst der USA, im New Yorker Stadtteil Queens ein besonders umgestaltetes Gen2-Democar aus. Beim farbenfrohen Layout soll es sich um die "visuelle Darstellung von Nachhaltigkeit" handeln, welche die "ikonische Stadt zum Leben erweckt".

>>> Formel-E-Piloten touren durch New York

[15.07. | 11:30] Traditionell sind die Fahrer der Elektrorennserie an den Tagen vor einem Rennen in der Nähe des jeweiligen Austragungsortes unterwegs, um die Werbetrommel für das Rennen zu rühren. Insbesondere in einer Metropole wie New York sorgt das oftmals für Bilder mit Urlaubsfeeling, unter anderem am Times Square.

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