Formel E

Wehrlein will WM-Führung auf "perfekter" Formel-E-Strecke verteidigen: "Monaco will jeder gewinnen"

Timo Pape

Timo Pape

Pascal-Wehrlein-Porsche-Gen3

Mehr Glamour geht nicht: Die Formel E gastiert dieses Wochenende im Jachthafen von Monaco. Doch nicht nur das Drumherum begeistert alle Beteiligten, sondern auch die Strecke. WM-Spitzenreiter Pascal Wehrlein (Porsche) will seinen Rückschlag aus dem Vorjahr vergessen machen und den Sieg im Fürstentum holen.

"Für mich ist das eine der coolsten Strecken im Motorsport", schwärmt Wehrlein. "Sie ist perfekt für die Formel E und die Rennen, wie wir sie fahren. Man kann sehr gut überholen, und auch die Geschwindigkeit passt." Zwar wird die Formel E voraussichtlich nicht an ihre Topgeschwindigkeiten von Sao Paulo herankommen, dennoch dürfte das leistungsstarke Gen3-Auto verglichen mit dem Vorjahr noch eine Schippe drauflegen.

Gerade deshalb erwartet Wehrlein einen anspruchsvollen E-Prix: "Auf unseren Stadtkursen haben wir generell wenig Platz und müssen nicht nur in der ersten Kurve nach dem Start aufpassen, dass wir keinen Fehler machen. So auch in Monaco. Das ganze Rennen ist eine Herausforderung. Jeder Fahrer, so scheint es, gibt da noch ein paar Prozente extra. Denn Monaco will jeder gewinnen."

Gerade mit Blick auf den Monaco E-Prix 2022 will Wehrlein Wiedergutmachung leisten. In Führung liegend schied er damals mit einem technischen Defekt aus und ging leer aus. Anschließend ging es für Porsche in der Meisterschaft bergab. Diesmal reist der Deutsche nicht nur als WM-Führender an, sondern auch als einer der Favoriten auf den Sieg. Denn das Qualifying - Porsches bisherige Schwachstelle - sollte keine allzu große Rolle in Monaco spielen.

Felix da Costa: "Formel E passt hervorragend zu Monaco"

Einer seiner Hauptkonkurrenten um den Sieg könnte sein eigener Teamkollege Felix da Costa werden. "Ich hatte das Glück, in Monaco schon mal zu gewinnen. Jetzt als Porsche-Werksfahrer und mit diesem tollen Team zurückzukommen, ist ein großartiges Gefühl", erklärt der Portugiese.

"Vor uns liegt eines der coolsten Rennen des Jahres, keine Frage. Die Formel E passt hervorragend zu Monaco und dieser Strecke. Wir liefern spektakuläre Rennen mit vielen Führungswechseln, also genau das, was die Fans lieben."

"Auf diesem historischen Kurs ist jede Runde ein Vergnügen. Wir können uns alle glücklich schätzen, dass wir mit der Formel E jedes Jahr auf dieser Strecke fahren dürfen", so Felix da Costa.

Alle Sessions am selben Tag: "Dürfen keinen Fehler machen"

Was Monaco noch ein bisschen anspruchsvoller im Vergleich zu den vergangenen Rennen macht: "In Monaco findet alles an einem Tag statt - vom 1. Freien Training bis zum Rennen. Das bedeutet, dass wir noch besser vorbereitet sein müssen und keinen Fehler machen dürfen", erklärt Porsche-Teamchef Florian Modlinger.

Wehrlein bestätigt: "Für uns alle ist es ein Tag, der früh beginnt und lange dauert. Bei diesem eng getakteten Ablauf bleibt nur wenig Zeit, um ausgiebig Daten zu studieren. Darauf müssen wir uns einstellen. Eigentlich muss man in Monaco schon aussortiert an die Strecke kommen."

Wie das Porsche-Team im Fürstentum abschneiden wird, zeigt sich ab dem 1. Freien Training am frühen Samstagmorgen (7:30 Uhr CEST) - zu verfolgen im Livestream und Liveticker auf e-Formel.de. Rennstart beim Monaco E-Prix ist um 15 Uhr.

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