Formel E

Penske adé - Formel E veröffentlicht offizielle Herstellerliste für erste Gen3-Saison 2022/23

Timo Pape

Timo Pape

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Formel E und FIA haben am Donnerstag die offizielle Herstellerliste für die künftige Gen3-Ära der Elektroserie veröffentlicht. Demnach treten ab der kommenden neunten Saison (2022/23) noch insgesamt sieben OEMs mit eigens entwickelten Antriebssträngen an. Der bisherige US-Hersteller Penske fehlt wie erwartet auf der Liste.

Nach den Ausstiegen der deutschen Hersteller Audi, BMW - beide beliefern in diesem Jahr noch jeweils ein Kundenteam - und Mercedes zum Ende der laufenden Saison schrumpft die Liste der Formel-E-OEMs. Gehen aktuell noch zehn (!) verschiedene Antriebsstränge in der Meisterschaft an den Start, werden es künftig "nur" noch sieben sein. Im Jahr 2018 waren einst sogar elf Hersteller eingeschrieben.

Liste aller Formel-E-Hersteller für Gen3-Ära ab 2022/23

  • DS Automobiles (Frankreich)
  • Jaguar (Großbritannien)
  • Mahindra Racing (Indien)
  • Maserati (Italien)
  • NIO 333 (Großbritannien/China)
  • Nissan (Japan)
  • Porsche (Deutschland)*

* zunächst nur für die Saisons 9 und 10

Umso relevanter wird das Kundenteammodell ab Saison 9. Bislang wurde nur eine Partnerschaft offiziell vorgestellt: Envision Racing wird künftig mit Motoren von Jaguar antreten. Darüber hinaus gibt es zahllose Spekulationen, wer mit wem partnern könnte. Nissan könnte ein potenzielles McLaren-Team mit Antriebssträngen beliefern, Porsche verhandelt laut 'The Race' mit Andretti.

Maserati nimmt in der Auflistung eine Sonderrolle ein. Denn obwohl der Neueinsteiger aus Italien einen eigenen Herstellerstatus bekommt - Maserati musste dafür eine Gebühr von 250.000 Euro an die FIA zahlen -, ist der Antriebsstrang identisch mit dem von Stellantis-Schwester DS Automobiles entwickelten Aggregat. Hierzu wurde eigens ein neuer Paragraph im Formel-E-Reglement aufgenommen. Es wird gemutmaßt, dass Maserati das Venturi-Team im kommenden Jahr mit Antrieben beliefern könnte.

Dragon Penske Autosport wird Kundenteam

Die größte "Überraschung", die zumindest von offizieller Seite bislang in keiner Form kommuniziert wurde, ist das Fehlen von Penske auf der Liste. Der Hersteller aus Kalifornien rüstete bisher sein eigenes Einsatzteam Dragon Penske Autosport aus. Im Dezember sickerte erstmals durch, dass Penske seinen Herstellerstatus offenbar zurückgezogen habe. Eine offizielle Bestätigung der US-Amerikaner blieb aus. Nun ist es offiziell: Dragon wird ab Saison 9 zum Kundenteam. Wer die Hinterbänkler beliefern könnte, ist noch offen. Mutmaßlich könnte es auf Mahindra oder NIO 333 hinauslaufen.

"Wir freuen uns, einige der innovativsten und wettbewerbsfähigsten Automobilhersteller der Welt in der Gen3-Ära der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft begrüßen zu dürfen", sagt Formel-E-CEO Jamie Reigle. "Der Gen3-Rennwagen wird die Straßenrennen der Formel E auf ein neues Niveau heben, für noch mehr Action und Dramatik auf der Strecke sorgen und gleichzeitig einen Sprung nach vorne in der Elektromobilität abseits der Strecke ermöglichen."

"Der Gen3-Rennwagen wird den Standard für Leistung, Effizienz und Nachhaltigkeit setzen und als weiterer greifbarer Beweis für die innovativen Entwicklungen bei Elektrofahrzeugen dienen, die von den Herstellern in der Meisterschaft erreicht werden", so der Kanadier weiter.

Ben Sulayem: "Formel E immer an der Spitze der Technologieentwicklung"

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem ergänzt: "Wir freuen uns darauf, sie (die sieben Gen3-Hersteller) gegeneinander antreten zu sehen. Als Testbett für die Mobilität der Zukunft war die Formel E immer an der Spitze der Technologieentwicklung - wie der Gen3-Einsitzer zeigt. Wir sind zuversichtlich, dass die kommende Ära ein spannendes Kapitel in der elektrisierenden Geschichte der Serie darstellen wird."

Die vollständige Teamliste für die Saison 2022/23 solle später in diesem Jahr veröffentlicht werden. Erst einmal wandert der Fokus der Formel E jedoch nach Rom, wo in etwas mehr als einer Woche die Saisonläufe 4 und 5 auf dem Programm stehen.

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